Systemische Beratung (DGSF)

Wir vermitteln Ihnen in unserer 2-jährigen Weiterbildung alle Kompetenzen für ein wirkungsvolles Systemisches Arbeiten in allen psycho-sozialen und helfenden Berufen.

Als einziges Weiterbildungs-Institut in Deutschland können wir diese Qualifizierung mit begehrtem BERATUNGS-ZERTIFIKAT der DGSF und bis zu 75% FÖRDERUNG für Beschäftigte anbieten.

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Systemische Beratung mit Kursbeschreibung

Die Systemische Beratung leitet sich aus der Systemischen Therapie ab, die ein psychotherapeutisches Verfahren mit Fokus  auf dem sozialen Kontext psychischer Störungen ist. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) hat im Dezember 2008 die Systemische Therapie als wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren eingestuft. Dies gilt sowohl für die Psychotherapie Erwachsener als auch in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen.

Die Systemische Beratung erweist sich in allen Herausforderungen der Lebensführung von Personen und sozialer Systeme als äußerst wirksam. Ziel Systemischer Beratung ist, Klienten, die sich in Konflikt- oder Krisensituationen befinden  dazu anzuregen und zu ermutigen, schnell eigene Wachstumsprozesse und ihr Leben besser selbst zu gestalten. Dabei ist der Klient wie sein mit-betroffenes soziales Bezugssystem selbst Experte für die Lösung. Kennzeichen systemische Beratung sind deshalb u.a. Empowerment, Ressourcenaktivierung und Lösungsfokussierung.

In der Systemischen Beratung wird oft mit erlebnisorientierten Methoden gearbeitet, wie Aufstellungen, Ritualen und Verschreibungen.  Die Systemische Beratung ist auch sehr erfolgreich, wenn eine Veränderungsnotwendigkeit durch die Betroffenen nicht selbst erkannt wird (z.B. Arbeit in fremd-bestimmten Kontexten wie der Familienhilfe).

In dieser Weiterbildung vermitteln wir die Kompetenzen (bezüglich Haltung, Theorie und Methodik), die es benötigt, um in allen beruflichen Kontexten der Veränderungsarbeit in der Lebenswelt sozialer Systeme professionell zu agieren. Dabei achten wir auf einen hohen Praxis- und Übungsanteil, da dieser die Kompetenzentwicklung besonders fördert.

Wichtiger Bestandteil der Weiterbildung ist auch die Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit ihrer Herkunftsfamilie. Sie gibt ein erlebtes tieferes  Verständnis für die nicht sichtbaren Loyalitätskonflikte, Botschaften und Delegationen, die vielen Klienten im Weg erst einmal für das eigene Wachstum stehen.

Alle näheren Informationen finden Sie weiter unten oder können Sie in unserem ausführlichen Programm herunterladen.

Weitere Informationen

Das Ziel der Systemischen Beratung liegt darin, den Entwicklungsprozess von Familien und sozialen Systemen so zu fördern, dass behindernde Beziehungsstrukturen oder einengende Interaktionen zugunsten angemessener, lebendiger Kommunikationsmuster aufgegeben werden können.

Diese Weiterbildung baut auf den Erkenntnissen der Systemischen Therapie auf und integriert dabei wichtige Grundlagen anderer Ansätze wie z.B. der Achtsamkeit sowie psychodynamische, kommunikationsanalytische und strukturelle Konzepte innerhalb eines wachstumsorientierten und systemischen Ansatzes.

Die Weiterbildung vermittelt besondere Kompetenz für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des psychosozialen Bereichs, die ihre therapeutische Tätigkeit im selbständigen Rahmen oder institutionellen Kontext durchführen bzw. in enger Verbindung mit Institutionen arbeiten (z. B. Schulen, Kindergärten, Kirchen, Beratungsstellen, Einrichtungen der Jugendhilfe, Bereiche des Familienrechts und der Familienhilfe).

Die Systemische Beratung sieht dabei systemische und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten in einem sich gegenseitig fördernden Wechselspiel. Der Beratungsansatz wird diesem komplexen Bedingungsgefüge gerecht.

Symptome, die sich bei einem oder mehreren Familien- oder Systemmitgliedern manifestieren, werden als Ausdruck eines „Wachstumskonfliktes“ innerhalb des Lebenszyklus und der Entwicklung des gesamten Systems gesehen und bearbeitet, auch in Zusammenhang mit Botschaften, Delegationen und Loyalitäten aus den Ursprungssystemen (z.B. Familien der Eltern).

Neben der Behandlung von Symptomen liegt ein wesentliches Anliegen auch darin, Ressourcen im System und seinen Mitgliedern zu mobilisieren, fördernde Kräfte freizusetzen und die Entfaltung von Potentialen aktiv zu unterstützen.

Dabei rücken auch Aspekte im Selbsterleben der Klienten und Patienten und der werte-orientierten Arbeit in den Vordergrund der Behandlung / Beratung.

So werden während des beraterischen Prozesses tragfähige Funktionen des Systems stabilisiert, abgewehrte Gefühle belebt und die neu erlebten Gefühle innerhalb des Systems integriert und verankert. Schwerpunkt in der Selbsterfahrung der Teilnehmer ist daher die vertiefte und erlebnisorientierte Arbeit mit Kindheitserlebnissen, die für die Familienbeziehungen bedeutsam sind. Die Teilnehmer der Weiterbildung erlernen effektive Veränderungsmethoden und -techniken, mit denen sie kompetent diagnostizieren und intervenieren können.

Der Berater ist damit unmittelbar Beteiligter am beraterischen Geschehen. Sein spezifischer Umgangsstil, die Qualität seines Kontaktes mit der Familie und Systemen, seine Fähigkeit zur Introspektion und Reflexion sind u.a. bedeutsame Faktoren für die Arbeit mit Familien und sozialen Systemen. Seiner Person und seinem Entwicklungsprozess wird daher besondere Beachtung geschenkt.

Die Teilnehmer zeigen zum Abschluss der Weiterbildung ihre erworbenen professionellen Fähigkeiten in einem Kolloquium und werden zum Systemischen Berater zertifiziert.

Systemisches Basiswissen und theoretische Grundlagen

  • Theoretische Grundlagen systemischer Beratung und unterschiedlicher Klientensysteme (Familien, Gruppen, Teams, Institutionen, Organisationen)
  • Wissenschaftstheoretische und epistemologische Positionen
  • Systemtheoretische Grundlagen
  • Historische Grundlagen und aktuelle Entwicklungen des systemischen Arbeitens
  • Familientherapeutische/ systemische Schulen
  • Schnittstellen zu anderen relevanten beraterischen Richtungen
  • Geschichte der systemischen Therapie
  • Soziale, gesellschaftliche und institutionelle Kontexte und Rahmenbedingungen

Systemische Diagnostik

Systemische Modelle für die Beschreibung und Erklärung:

  • psychischer, psychosomatischer und körperlicher Symptome
  • von Konflikten und Problemen
  • von kommunikativen Mustern, Beziehungsstrukturen, Verarbeitungs- und Bewältigungsformen
  • für die Diagnostik von Ressourcen und Lösungskompetenzen

Beratungs-Kontrakt

  • Systemische Grundhaltungen
  • Lösungs- und Ressourcenorientierung
  • Prozessorientierung
  • Kontextsensibilität
  • Entwicklung einer professionellen, beraterischen Identität
  • Kontextanalyse
  • Auftragsklärung
  • Komplexe Systeme und ihre Vernetzung
  • Analyse und Dynamik von Institutionen und Organisationen
  • Veränderung und Krisen in Klientensystemen
  • Qualitätssicherung
  • Therapeutische/Beraterische Haltung
    Indikations- und Kontextklärung
  • Aufbau, Entwicklung Beendigung einer therapeutischen / Beratungs-Beziehung
  • Kooperation mit KlientInnen
  • Anerkennung und Förderung der  systemeigenen Ressourcen
  • Reflexion der Rolle als TherapeutIn/ BeraterIn und des Arbeitskontextes

Systemische Methodik

  • Systemische Gesprächsführung und Fragetechniken
  • Moderationstechniken
  • Interventionsmöglichkeiten
  • Kreative und darstellende Methoden
  • Interinstitutionelle Kooperation
  • Vermittlung und Training systemischer Interventionen und Techniken
    - auch bezogen auf unterschiedliche Settings,   Kontexte und Arbeitsfelder
    - sowie auf Planung, Durchführung und  Evaluation

Spezielle Themen in Theorie und Methodik

  • Einbeziehung von Kindern in die Systemische Arbeit
  • Familiäre Systeme und die Bedeutung der unterschiedlichen Lebenszyklen
  • Trennung, Scheidung, Verlust, Trauer
  • Die Biographie und Herkunftsfamilie des Therapeuten
  • Berufliche Vorqualifikation und berufliches Selbstverständnis, Therapeutenmotivation
  • Institutionelle Konstellationen, Bedingungen und Einschränkungen
  • Co-Therapeutenprozesse
  • Bindungs- und Konfliktmuster der Therapeuten in gegenwärtigen Beziehungen

Selbsterfahrung und berufliche Selbstreflexion

  • Die Biographie und Herkunftsfamilie des Therapeuten
  • Berufliche Vorqualifikation und berufliches Selbstverständnis, Therapeutenmotivation
  • Institutionelle Konstellationen, Bedingungen und Einschränkungen
  • Co-Therapeutenprozesse
  • Bindungs- und Konfliktmuster der Therapeuten in gegenwärtigen Beziehungen

Wir möchten vor allem Interessierte mit folgenden Basisqualifikationen ansprechen: Ärzte, Psychologen, Diplompädagogen, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Diplom-Pflegepädagogen/-wirte, Theologen und andere Berufe, in denen die Systemische Therapie und Beratung sinnvoll angewendet und Entwicklungs- und Veränderungsprozesse eingeleitet werden können.

1. Hochschulabschluss *)  und psychosoziale Praxiserfahrungen

oder ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige Berufsausbildung)

 oder ein qualifizierter Berufsabschluss (mind. 3-jährige Berufsausbildung)  und mind. 3-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld

oder  ein qualifizierter Berufsabschluss (mind. 2-jährige Berufsausbildung)  und mind. 3-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld und Abschluss einer anderen Weiterbildung im Spannungsfeld von Person, Rolle und Institution, Umfang mind. 100 UE.

2. Möglichkeit zur Umsetzung Systemischer Beratung während der Weiterbildung.

*) Hochschulabschlüsse sind Bachelor-, Master- und Staatsexamensabschlüsse aller Universitäten, Fachhochschulen und dualer Hochschulen.

Über die Teilnahme von Bewerbern, die die vorgenannten Kriterien nicht erfüllen,. aber über adäquate Eignung verfügen, wird in einem Aufnahmegespräch entschieden. Das Institut behält sich vor, auch solche Bewerber anzunehmen, weist jedoch bereits bei der Zulassung darauf hin, dass evtl. kein DGSF-Zertifikat erlangt werden kann.

Ein Abschlusszertifikat „Systemische Beraterin/ Systemischer Berater (wispo)“ kann nach mind. 2 Jahren und insgesamt 570 Unterrichtseinheiten erworben werden; Voraussetzung ist:

  • Regelmäßige Teilnahme an den Seminaren (220 UE), der Selbsterfahrung (100 UE), der Supervision (100 UE) und den kollegialen Arbeitsgruppen (80 UE). Dies beinhaltet auch, sich mit eigenen Fällen einzubringen und eine Arbeitssitzung live oder per Audio/Video zu präsentieren.
  • 70 dokumentierte Beratungs- und Therapiestunden unter begleitender Supervision.
  • Der Abschluss des Weiterbildungsganges erfolgt durch ein Abschlusskolloquium.

Anschließend kann nach Erbringung der geforderten Leistungen in der DGSF-Option die Zertifizierung als 'Systemischer Berater (DGSF)' durch die DGSF erlangt werden.

Diese Weiterbildung entspricht ebenfalls den Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DGfB), bei Teilnahme an allen Veranstaltungen wird dies auf dem Abschlusszertifikat vermerkt.

 

Option auf das DGSF- Zertifikat in Systemischer Beratung

Nach Abschluss der Weiterbildung können die Teilnehmenden zusätzlich ein DGSF-Zertifikat ‚Systemische Beratung' erhalten, wenn sie:

  • Die Zulassungsbedingungen der DGSF erfüllen (hierzu geben wir einen verbindlichen Bescheid bei der Prüfung der Bewerbung)
  • Drei ausführlich dokumentierte abgeschlossene therapeutische und Beratungs-Prozesse als Fallberichte nachweisen, von denen einer mind. 5 Sitzungen umfasst
  • Einen Reflexionsbericht über ihren Entwicklungsprozess als Systemischer Berater erstellen.

Wir stellen dann eine Bescheinigung zur Vorlage bei der Deutschen Gesellschaft für systemische Beratung, Therapie und Familientherapie (DGSF) aus, mit der der Absolvent (nur gegen eine Bearbeitungsgebühr des Verbands) das DGSF-Zertifikat erhält.

Die Prüfung der Fallberichte, des Reflexionsberichts sowie das Ausstellen der DGSF-Bescheinigung werden gesondert in Rechnung gestellt.

Die Kosten für die Weiterbildung „Systemische Beratung“ betragen insgesamt 6.773,32 €.

Die Zahlung der Weiterbildung erfolgt in monatlichen Raten - sprechen Sie mit unserem Büro. Es fallen keine obligatorischen Übernachtungskosten an.

Diese Weiterbildung ist mit Bildungsgutschein bis zu 100% förderfähig.

Wissensertes zur Systemischen Beratung

Was ist Systemische Beratung?

Die Systemische Beratung leitet sich aus der Systemischen Therapie ab, die ein psychotherapeutisches Verfahren mit Fokus auf dem sozialen Kontext psychischer Störungen ist. In der Systemischen Beratung wird oft mit erlebnisorientierten Methoden gearbeitet, wie Aufstellungen, Ritualen und Verschreibungen. Die Systemische Beratung ist auch sehr erfolgreich, wenn eine Veränderungsnotwendigkeit durch die Betroffenen nicht selbst erkannt wird (z.B. Arbeit in fremd-bestimmten Kontexten wie der Familienhilfe).

Wo wird Systemische Beratung angewandt?

Das Ziel der Systemischen Beratung liegt darin, den Entwicklungsprozess von Familien und sozialen Systemen so zu fördern, dass behindernde Beziehungsstrukturen oder einengende Interaktionen zugunsten angemessener, lebendiger Kommunikationsmuster aufgegeben werden können.

Was sind die Vorteile der Systemischen Beratung?

Neben der Behandlung von Symptomen liegt ein wesentliches Anliegen der Systemischen Beratung auch darin, Ressourcen im System und seinen Mitgliedern zu mobilisieren, fördernde Kräfte freizusetzen und die Entfaltung von Potentialen aktiv zu unterstützen.

Was ist Systemisches Denken, Handeln und Arbeiten?

Systemisches Denken und Handeln beruht auf einer ganzheitlich-integrierenden Betrachtungsweise  die komplexe Zusammenhänge berücksichtigt, Umfeldkontexte einbezieht und somit vorschnelle Lösungen vermeidet. Systemdenken ist dabei ein Entdeckungs- und Diagnoseprozess, der die Regelmechanismen erkundet, die den Problemen zugrunde liegen. Die so gewonnene Tiefenschärfe macht die Effizienz und Wirksamkeit von systemisch geleitetem Handeln aus. Der Fokus richtet sich nicht auf statisch-strukturorientierte Problemlösevorstellungen, sondern stützt sich auf eine dynamisch-prozessuale Betrachtungsweise.

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