Systemische Mediation (BM)

Wir vermitteln Ihnen in unserer 14-montigen Weiterbildung alle Kompetenzen für eine wirkungsvolle Mediationsarbeit in den Bereichen der Familienmediation und der Wirtschaftsmediation.

Diese Weiterbildung entspricht den Fortbildungsrichtlinien zum Zertifizierten Mediator gemäß  § 5 Abs. 2 des Mediationsgesetzes.
Sie erfüllt ebenfalls die Anerkennungsvoraussetzungen zum Mediator im Bundesverband Mediation (BM).

Als einziges Fort- und Weiterbildungs-Institut in Deutschland können wir für diese Qualifizierung bis zu 100% FÖRDERUNG für Beschäftigte anbieten.

Systemische Mediation (BM) - Kursbeschreibung

Wir bieten eine einjährige berufsbegleitende Weiterbildung an, die mit Zertifikat abschließt. Mit Erbringung zusätzlicher Prüfungsleistungen können Sie die Verbandsanerkennung des Bundesverband Mediation (BM) beantragen.

Mediation ist ein hochwirksames, klar strukturiertes Verfahren, das sich als kostengrünsteige Alternative zu langwierigen Rechtsverfahren etabliert hat.
Konflikte im menschlichen Miteinander sind unvermeidlich. Die Frage ist somit nicht, ob es Konflikte gibt, sondern wie mit ihnen umgegangen wird. Hier setzt Mediation an, indem sie dabei hilft, Konflikte konstruktiv miteinander zu lösen. Konflikte sind lernbar!.

Wir möchten vor allem Interessierte aus folgenden Berufsfeldern ansprechen: Berater/innen, Therapeut/innen, Personalverantwortliche, Sozialpädagogen/innen, Sozialarbeiter/innen, Jurist/innen, Pädagogen/innen, Alten-, Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Sozialassistent/innen und weitere soziale Berufe, in denen Mediation und mediatorische Methoden sinnvoll angewendet und Entwicklungs- und Veränderungsprozesse eingeleitet werden können.

Diese Ausbildung vermittelt, was Konflikte sind, wie sie entstehen und welche Klärungsmöglichkeiten es gibt. Dazu werden Ablauf, Kommunikation- und Verfahrenstechniken, Anwendungsfelder und rechtliche Aspekte in Theorie und Praxis vermittelt. Auch wird es darum gehen, das eigene Konfliktverhalten und die eigene innere Haltung zu reflektieren.

Die Ausbildung erhöht die kommunikativen und konfliktiven Fähigkeiten im jeweiligen Stammberuf und tragen damit maßgeblich zur professionellen Haltung und zur Arbeitszufriedenheit bei. Zudem bietet der Abschluss die Möglichkeit, in eine erfolgreiche (teils nebenberufliche) Selbstständigkeit einzusteigen.

Unsere fachlich hervorragend ausgebildeten Lehrkräfte vermitteln Ihnen ihr berufliches Erfahrungswissen aus der eigenen Arbeit praxisfokussiert, theoriegeleitet und authentisch. In Form von anschaulichen Präsentationen, Übungen (Training und Selbsterfahrung), Rollenspielen, Video- und Live-Demonstrationen werden die Inhalte praxisnah vermittelt..

Das Ziel von Mediation besteht darin, Konflikte so zu verstehen und zu bearbeiten, dass ein eskalierendes und ressourcenraubendes Gegeneinander zugunsten einer angemessenen Kommunikation, gemeinsamen Lösungssuche und wertschätzender und ressourcenorientierter Grundhaltung aufgegeben werden kann.

Die Ausbildung vermittelt Konfliktlösungskompetenzen in wesentlichen Lebensbereichen wie Familie, Arbeit und Organisationen. Insbesondere Personen, die alltäglich im wirtschaftlichen und sozialen Kontext mit anderen Personen eng zusammenarbeiten benötigen eine große Bandbreite an kommunikativen, psychologischen und sozialen Kompetenzen. Diese Ausbildung richtet sich somit an Personen, die innerhalb ihres bestehenden Arbeitsfelds eine Festigung und Erweiterung dieser Fähigkeiten anstreben bzw. diese im Rahmen einer Selbstständigkeit zum Tragen kommen lassen möchten.

Systemische Mediation nimmt dabei die lebensweltliche Genese von Konflikten in den Blick. Jeder Konflikt hat individuelle wie systemstrukturelle Komponenten, die gleichermaßen für das Entstehen und den Erhalt bzw. die Klärung und Lösung mitverantwortlich sind.

Zentral für eine angemessene Klärung und Lösung ist, auf Aspekte wie „Schuld“ und „Recht haben“ zu verzichten und stattdessen konstruktivistische Zugänge zu wählen.

Die individuelle Wahrnehmung würdigen und ernst nehmen, als – wenn auch konfliktiven – Lösungsversuch deuten und die Person hinter dem Anliegen würdigen sind Ausdruck dieses systemischen Zugangs.

Kommunikationstechniken und -methoden sorgen dabei für einen optimalen Rahmen zur Konfliktbearbeitung. In diesem Rahmen können die Konfliktparteien ihre Wahrnehmungen und Anliegen schildern und zu wechselseitigem Verständnis gelangen. Durch diesen Prozess werden die Konfliktparteien befähigt, selbstverantwortlich Lösungen zu entwickeln, die für alle Beteiligten vorteilhaft und nachhaltig sind.

Von elementarer Wichtigkeit ist dabei die Interaktion zwischen Mediator/in und Klient/innen, die Fähigkeit zur Allparteilichkeit und Neutralität, zur Wertschätzung statt Wertung sowie zur Empathie und Akzeptanz. Diese Fähigkeiten werden über den mediatorischen Bereich hinaus gestärkt und belebt.

Durch eine erfolgreiche Mediation werden bei allen Beteiligten Ressourcen freigesetzt, es wird eine Klärung des Konflikts herbeigeführt und damit auch die grundlegende Fähigkeit gestärkt, Konflikte konstruktiv miteinander statt konfrontativ gegeneinander auszutragen.

Einführung und Grundlagen der Mediation

  • Prinzipien und Verfahrensablauf
  • Kommunikations- und Arbeitstechniken
  • Abgrenzung zu alternativen Konfliktbeilegungsverfahren
  • Anwendungsfelder

Ablauf und Rahmenbedingungen der Mediation

  • 5 Phasen der Mediation
  • Besonderheiten unterschiedlicher Settings
  • Vor- und Nachbereitung/Dokumentation

Verhandlungstechniken und -kompetenz

  • Verhandlungsführung und Verhandlungsmanagement
  • intuitives Verhandeln
  • Verhandlung nach dem Harvard-Konzept
  • distributive Verhandlungstechniken

Gesprächsführung, Kommunikationstechniken

  • Grundlagen der Kommunikation
  • Kommunikationstechniken
  • Klärungs- und Lösungstechniken
  • Visualisierungs- und Moderationstechniken
  • Umgang mit schwierigen Situationen (Eskalation, Blocka-den etc.)

Konfliktkompetenz

  • Konflikttheorie
  • Erkennen von Konfliktdynamiken
  • Interventionstechniken

Recht der Mediation

  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Einbettung in das Recht des jeweiligen Grundberufs
  • Grundzüge des Rechtsdienstleistungsgesetzes

Recht in der Mediation

  • Rolle des Rechts
  • Rechtlicher Information vs. Rechtsberatung
  • Rollenklarheit Mediator/in vs. Jurist/in
  • Abschlussvereinbarung

Persönliche Kompetenz, Haltung und Rollenverständnis

  • Rollendefinition, Rollenkonflikte
  • Aufgabe und Selbstverständnis
  • Allparteilichkeit, Neutralität und professionelle Distanz
  • Macht und Fairness
  • Emotionen und Bedürfnisse
  • Selbstreflexion

Familienmediation

  • Besonderheiten System Familie
  • Spezifische Methoden
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Mehrparteienmediation
  • Macht- und Wissensasymmetrien

Wirtschafts- und Organisationsmediation

  • Besonderheiten System Organisationen
  • Spezifische Methoden
  • Freiwilligkeit
  • Organigramm und Hierarchie

Menschen mit Erfahrung in der Konfliktarbeit mit der Möglichkeit zur Umsetzung mediativer Vorgehensweisen

Ein Abschlusszertifikat „Systemische Mediation (wispo)“ kann nach mind. 1 Jahr und insgesamt 230 Unterrichtseinheiten erworben wer-den;

Voraussetzung ist:

  • Regelmäßige Teilnahme an den Seminaren (250 UE) und den kollegialen Intervisions-gruppen (30 UE). Dies beinhaltet auch, einen Mediations-Fall vorzustellen, supervidieren zu lassen und hierzu einen Fallbericht abzugeben.
  • Nachweis von mindestens 30 Stunden mediativer Berufspraxis

Diese Fortbildung erfüllt die gesetzlichen Anforderungen des Mediationsgesetzes und der entsprechenden Rechtsverordnung, um als zertifizierter Mediator lizensiert zu sein.
Dies wird zum Abschluss der Ausbildung bescheinigt.

Diese Fortbildung erfüllt ebenfalls die Anerkennungsvoraussetzungen zum Mediator im Bundesverband Mediation.
Dies wird zum Abschluss der Ausbildung bescheinigt.

Die Weiterbildungsgebühren für den Abschluss „Systemische Mediation (wispo)“ betragen insgesamt € 5.230,00.
Diese sind zu Beginn oder in monatlichen Raten zu entrichten. Abweichende Vereinbarungen sind im gegenseitigen Einverständnis möglich.

In den Gebühren sind im Zeitrahmen der Weiterbil-dung alle Seminar-, Supervisions- und Organisations- kosten sowie Teilnehmerunterlagen enthalten. Die Teilnehmenden erhalten auch kostenlosen Zugang zu unserer Online-Plattform „wispoWelt“ die zusätzli-che Lernunterstützung über dort hinterlegte Artikel, Arbeitsblätter, Dokumentationen, Methodeninventare etc. beinhaltet.

Es fallen keine obligatorischen Übernachtungskosten an.