Konsens bedeutet weit mehr als ein bloßes „Ja“ oder „Nein“. In Beziehungen entstehen Zustimmung, Unsicherheit, Anpassung oder Widerstand im Kontext von Beziehungserfahrungen, Machtverhältnissen, Loyalitäten, gesellschaftlichen Erwartungen und individuellen Wirklichkeitskonstruktionen.
Dieses Seminar beleuchtet Konsens aus einer systemisch-konstruktivistischen Perspektive und untersucht, wie Menschen lernen, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen, Grenzen zu kommunizieren und gemeinsame Wirklichkeiten in Beziehungen auszuhandeln. Als zentrales Reflexionsmodell dient das „Wheel of Consent“ nach Betty Martin. Es unterstützt dabei, Dynamiken von Bedürfnissen, Grenzen, Verantwortung und Konsens in Beziehungen differenziert zu verstehen.
Anhand von Fragestellungen aus den jeweiligen Arbeitsfeldern der Teilnehmer*innen werden folgende Themen vertieft:
Wie profitieren Sie vom Seminar?
Die Teilnehmer*innen erweitern ihre Kompetenzen darin, Dynamiken von Zustimmung, Abgrenzung und Bedürfnissen differenziert wahrzunehmen, einzuordnen und professionell zu begleiten.
Nach dem Seminar verfügen die Teilnehmer*innen über vertieftes Wissen hinsichtlich:
Wie wird gearbeitet?
Das Seminar verbindet theoretische Impulse mit praxisnaher Reflexion, erfahrungsorientierten Methoden und behutsam gestalteten Selbsterfahrungsanteilen. Aufgrund der besonderen Sensibilität der Thematik bleiben Selbsterfahrungsimpulse implizit, wodurch sichergestellt wird, dass der persönliche Reflexionsraum geschützt bleibt. Gearbeitet wird in einem Wechsel aus Fachinput, moderierten Plenumsdiskussionen, Kleingruppenarbeit, Selbstreflexion sowie praxisbezogenen Übungen anhand von Fallvignetten.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Systemiker*innen aus dem Sozial- und Gesundheits- und Beratungsbereich, die in ihrer beruflichen Praxis zu Fragen der Sexualität von Einzelpersonen und Paaren arbeiten und eine mindestens 1-jährige Weiterbildung in systemischen Grundlagen absolviert haben.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Master-Kurses
ID: ZSSB