Menschen nehmen ihre Umwelt unterschiedlich wahr, verarbeiten Informationen auf unterschiedliche Weise, kommunizieren auf verschiede Art und regulieren Reize und Gefühle individuell. Diese neurologische Vielfalt wird als Neurodiversität bezeichnet. Neurodivergenz beschreibt Formen neurologischer Verarbeitung, die sich von vorherrschenden und damit als typisch geltenden Mustern unterscheiden können. Dazu gehört u.a. Autismus. Häufig wird Autismus primär als individuelle Besonderheit betrachtet. In der Praxis zeigen sich die größten Herausforderungen jedoch oft nicht auf der Ebene der einzelnen Person, sondern an den Schnittstellen zwischen verschiedenen Systemen: Familie, Kita, Schule, Jugendhilfe, medizinische Versorgung und soziale Umwelt.
Die Fortbildung lädt zu einer systemischen Perspektive auf Autismus ein und verbindet neurodivergenzsensibles fachliches Wissen mit systemischen Konzepten für die Zusammenarbeit mit Familien und institutionellen Akteur*innen.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen:
Ein besonderes Anliegen ist es, das Erfahrungswissen der Teilnehmenden mit aktuellen fachlichen Grundlagen zu verknüpfen. Wir reflektieren, welche systemischen Leitgedanken besonders hilfreich sind, welche Methoden neurodiversitätssensibel angepasst werden können und welche Handlungsoptionen eine systemische Perspektive eröffnet.
Wie profitieren Sie vom Seminar?
Teilnehmende erhalten:
Wie wird gearbeitet?
Wir arbeiten im Wechsel von theoretischen Impulsen, Praxisreflexion, moderiertem Austausch in der Gruppe, Kleingruppenarbeit und Einzelreflexion.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte aus Beratung, Therapie, Pädagogik und angrenzenden psychosozialen Arbeitsfeldern.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Master-Kurses
ID: ZSDB