Menschen nehmen ihre Umwelt unterschiedlich wahr, verarbeiten Informationen auf unterschiedliche Weise, kommunizieren auf verschiedene Art und regulieren Reize und Gefühle individuell. Diese neurologische Vielfalt wird als Neurodiversität bezeichnet.
Neurodivergenz beschreibt Formen neurologischer Verarbeitung, die sich von vorherrschenden und damit als typisch geltenden Mustern unterscheiden können. Dazu gehören beispielsweise Autismus, ADHS, Legasthenie, Dyskalkulie, Hochbegabung oder besondere Formen der Reizverarbeitung. Wie sich Neurodivergenz zeigt und erlebt wird, ist individuell unterschiedlich und steht immer auch in Wechselwirkung mit dem jeweiligen Kontext.
Eine neuroaffirmative Haltung bedeutet, diese Unterschiede nicht vorschnell als Defizite zu bewerten, sondern individuelle Wahrnehmungs- und Verarbeitungsweisen ernst zu nehmen, Bedürfnisse und Ressourcen sichtbar zu machen und passende Bedingungen zu fördern.
Das Seminar vermittelt einen fundierten Einstieg in zentrale Begriffe und Perspektiven rund um Neurodiversität und Neurodivergenz und zeigt deren Bedeutung für Beratung, Therapie und Begleitung.
Inhalte
Das Seminar verbindet Grundlagen zu Neurodivergenz, Reizverarbeitung und dem Nervensystem mit einer systemischen und neuroaffirmativen Haltung. Im Mittelpunkt stehen diese Fragen:
Wie profitieren Sie vom Seminar?
Teilnehmende erhalten
Wie wird gearbeitet?
Wir arbeiten im Wechsel von theoretischen Impulsen, erfahrungsorientierten Übungen, moderierter Diskussion und kollegialem Austausch.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte aus Beratung, Therapie, Pädagogik und weiteren psychosozialen Arbeitsfeldern mit wenig oder keinen Vorkenntnissen, die sich einen ersten Einblick für den neuroaffirmativen Umgang mit neurodivergenten Menschen erarbeiten möchten.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Master-Kurses
ID: ZSDB