Viele Paarkonflikte sind mehr als Kommunikationsprobleme. Sie sind Echos früherer Erfahrungen. Der Vortrag verbindet aktuelle Erkenntnisse der Traumatherapie mit systemischer Paartherapie und zeigt, wie Verständnis Veränderung möglich macht.
Warum trifft uns manches Verhalten unseres Partners oder unserer Partnerin so tief? Warum eskalieren manche Konflikte immer wieder, obwohl beide längst wissen, dass sie eigentlich anders miteinander umgehen möchten?
Nicht selten begegnen sich in Paarkonflikten nicht nur zwei Menschen, sondern auch ihre unterschiedlichen Beziehungsgeschichten. Frühere Erfahrungen von Verlust, Zurückweisung, Ohnmacht oder Verletzung können beeinflussen, was wir in aktuellen Situationen wahrnehmen – und wie wir darauf reagieren. So können alte Schutzstrategien in der Gegenwart zu neuen Verletzungen führen.
Der Vortrag zeigt, wie Erkenntnisse aus Traumatherapie und Bindungsforschung mit systemischer Paartherapie verbunden werden können. Dabei geht es nicht darum, problematisches Verhalten mit der Vergangenheit zu erklären oder gar zu entschuldigen. Vielmehr eröffnet das Verstehen seiner Entstehungsgeschichte die Möglichkeit, Verantwortung anders zu übernehmen und eingefahrene Beziehungsmuster zu verändern.
Wenn Partner*innen beginnen, nicht nur auf das Verhalten des Gegenübers zu reagieren, sondern die Geschichte dahinter zu verstehen, kann aus dem Echo der Vergangenheit etwas Neues entstehen.
Dieser Vortrag findet am 23.10.2026 beim Fachtag in Stuttgart zu folgenden Zeiten statt: