Essstörungen entwickeln sich häufig im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter. Da die Betroffenen oft noch eng an ihr familiäres Umfeld angebunden sind, betrifft die Erkrankung nicht nur sie selbst, sondern das gesamte System aus Eltern, Geschwistern, Partner*innen und weiteren nahestehenden Personen. Das essgestörte Verhalten belastet das gesamte familiäre Umfeld erheblich. Angehörige fühlen sich häufig hilflos, stehen unter enormem Druck und schwanken zwischen Sorge, Wut und Schuldgefühlen. In der Beratung von Menschen mit Essstörungen nimmt die Arbeit mit Angehörigen daher einen wichtigen Stellenwert ein.
Aus systemischer Perspektive stellen Angehörige eine bedeutende Ressource im Genesungsprozess dar. Gleichzeitig benötigen sie häufig Orientierung, Entlastung und Unterstützung. Fachkräfte in Beratung, Therapie und sozialer Arbeit haben hier eine zentrale Rolle.
Inhalte:
Wie wird gearbeitet?
Was nehmen Sie mit?
Sie erhalten praxiserprobte systemische Ansätze, Methoden und Interventionen, um Angehörige von Menschen mit Essstörungen professionell zu begleiten, wirksam zu entlasten, Ressourcen sichtbar zu machen und sie in ihrer unterstützenden Rolle zu stärken.
Zielgruppe
Fachkräfte in Beratung, Therapie und sozialer Arbeit z. B. Erziehungs- und Familienberatung, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe sowie (Sucht-)Beratungsstellen.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Master-Kurses
ID: ZFES