Essstörungen gelten in unserer Gesellschaft noch immer als vorwiegend weibliche Erkrankungen. Dabei können auch Jungen und Männer betroffen sein. Diese geschlechtliche Zuschreibung führt häufig dazu, dass Essstörungen bei Jungen und Männern später erkannt oder sogar übersehen werden.
Das Seminar verbindet aktuelle Erkenntnisse zur männlichen Betroffenheit mit einer systemischen Perspektive. Neben individuellen Symptomen werden familiäre, soziale und gesellschaftliche Einflussfaktoren betrachtet. Im Fokus steht die Frage, welche Bedeutung Männlichkeitsvorstellungen, Körperideale, Sportverhalten sowie Fitness- und Selbstoptimierungskultur für die Entstehung, Aufrechterhaltung und Wahrnehmung von Essstörungen haben können.
Ziel des Seminars ist es, Fachkräfte für die Betroffenheit von Jungen und Männern zu sensibilisieren, stereotype Vorstellungen zu hinterfragen und Handlungssicherheit im professionellen Umgang mit essgestörten Jungen und Männern zu gewinnen.
Inhalte:
Wie wird gearbeitet?
Was nehmen Sie mit?
Sie erweitern ihr Wissen über Essstörungen bei Jungen und Männern. Gemeinsam reflektieren wir Geschlechterstereotype und deren Auswirkungen auf Wahrnehmung und Diagnostik. Sie lernen systemische Sichtweisen auf Essstörungen kennen und erhalten Impulse für eine ressourcen- und geschlechtersensible Haltung sowie für den professionellen Umgang mit betroffenen Jungen und Männern.
Zielgruppe
Fachkräfte aus Beratung, Therapie und sozialer Arbeit, beispielsweise aus der Erziehungs- und Familienberatung, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe oder (Sucht-)Beratung.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Master-Kurses
ID: ZFES