„Bilder fühlen mehr als tausend Worte“
Grundvoraussetzung:
Für die Teilnahme sind theoretische Grundkenntnisse der mentalisierungsbasierten systemischen Arbeit erforderlich. Diese können im Seminar „MBA 1: Mentalisierungsbasiertes systemisches Arbeiten – Basiskompetenzen“ erworben werden.
Rahmenbedingungen:
Das Seminar umfasst 10 UE und teil sich in 2 Termine mit jeweils 5 UE auf. Diese finden am 16.9.2026 und am 23.9.2026, jeweils 17.00-21.00 Uhr statt und können nicht separat gebucht werden.
„Mentalisieren“ beschreibt die Fähigkeit, das eigene Erleben sowie das Erleben, Fühlen und Verhalten anderer Menschen als Ausdruck innerer psychischer Zustände wahrzunehmen und zu verstehen – beispielsweise Gefühle, Bedürfnisse, Absichten, Gedanken oder Erwartungen. Bilder eröffnen einen besonderen Zugang zum Innenleben von Menschen: Ob Selfie in sozialen Medien, Videoaufnahme eines besonderen Ereignisses oder ein altes Familienfoto – Bilder zeigen nicht nur Personen, Orte oder Situationen. Sie transportieren Perspektiven, Bedeutungszuschreibungen und Beziehungen. Jede Aufnahme entsteht aus dem Blick eines Beobachters und enthält sichtbar oder verborgen Hinweise auf die Beziehung zwischen Menschen, ihren Erfahrungen und ihrer Lebensgeschichte. Mentalisierungsbasiertes Arbeiten mit Bildimpulsen nutzt diese Potenziale, um Beziehungsmuster, innere Konflikte und zirkuläre Dynamiken sichtbar und besprechbar zu machen.
Wie profitieren Sie vom Seminar?
In diesem Seminar erwerben Sie Kompetenzen für den Einsatz von Fotografien, Bildimpulsen und Gemälden im therapeutischen und beratenden Kontext. Aufbauend auf einem mentalisierungsbasierten Grundverständnis lernen Sie, Beziehungskonstellationen und zirkuläre Dynamiken anhand von Bildern, die Klient*innen in die Beratung oder Therapie einbringen, zu erkennen, zu verstehen und gezielt für Beratungs- und Therapieprozesse nutzbar zu machen.
Im Mittelpunkt stehen:
Wie wird gearbeitet?
Mentalisieren lässt sich nicht allein theoretisch verstehen – es erschließt sich vor allem durch eigenes Erleben und Reflektieren. Deshalb verbindet das Seminar theoretische Impulse mit Selbsterfahrung, praxisbezogener Reflexion und konkreter Anwendung.
Gearbeitet wird in einem abwechslungsreichen Wechsel aus:
Ein geschützter Lernrahmen ermöglicht es Ihnen, eigene Denk-, Gefühls- und Beziehungsmuster zu erkunden und neue Perspektiven auf sich selbst und andere zu entwickeln.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich insbesondere an:
Darüber hinaus sind Therapeut*innen anderer Verfahren willkommen, die ihre Arbeit um eine systemisch-mentalisierungsbasierte Perspektive erweitern möchten.
Ebenso richtet sich das Seminar an Menschen mit Beratungs- oder systemischer Vorerfahrung, die ihre Beziehungs- und Selbstreflexionskompetenz vertiefen möchten und mit der Haltung der „guten Gründe“ vertraut sind.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Master-Kurses
ID: ZSMI