Menschen mit einer problematischen Mediennutzung erleben häufig einen Kontrollverlust über ihr Medienverhalten. Trotz erheblicher negativer Folgen und oftmals hohem Leidensdruck wird die Nutzung fortgesetzt. Beratende laufen dabei Gefahr, die erlebte Ohnmacht ungewollt zu verstärken, wenn sie ihren Fokus ausschließlich auf die Reduktion des Medienkonsums richten. Der systemische Ansatz eröffnet hier eine andere Perspektive: Problematische Mediennutzung wird als individueller Lösungsversuch verstanden, der im jeweiligen Lebenskontext eine Funktion erfüllt. Statt ausschließlich das Symptom in den Blick zu nehmen, werden die dahinterliegenden Bedürfnisse, Belastungen und Beziehungsmuster sichtbar. Dadurch kann das „eigentliche Problem“ identifiziert und an dessen Wurzel gearbeitet werden.
In diesem Seminar lernen Sie, Mediensucht und problematische Mediennutzung systemisch zu verstehen und Betroffene ressourcenorientiert, kontextsensibel und wirksam zu begleiten.
Wie profitieren Sie vom Seminar?
Nach dem Seminar verfügen Sie über ein differenziertes Verständnis der Entstehungsbedingungen und Dynamiken problematischer Mediennutzung. Sie kennen den Ablauf eines systemischen Beratungs- bzw. Therapieprozesses und können passende Interventionen gezielt einsetzen.
In Bezug auf Ihren jeweiligen Arbeitskontext entwickeln Sie insbesondere folgende Kompetenzen:
Wie wird gearbeitet?
Im Seminar wird mit einer Kombination aus theoretischen Impulsen, Fallbeispielen aus Forschung und Praxis, moderierter Plenumsdiskussion sowie Reflexionsarbeit im Einzel- und Kleingruppensetting gearbeitet.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte aus dem Bereich Systemische Beratung und Systemische Therapie: Berater*innen, Therapeut*innen, Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen, die in ihrer beruflichen Praxis mit dem Thema Mediensucht arbeiten und ihre Kompetenz erweitern möchten.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Master-Kurses
ID: ZSDB