Essstörungen beginnen häufig im Kindes- und Jugendalter - in einer Lebensphase, die ohnehin von Verunsicherung, Identitätssuche und Beziehungsumbrüchen geprägt ist. Pubertät und Adoleszenz stellen besondere Anforderungen an junge Menschen: an ihre Bindungen, ihre Autonomieentwicklung, ihr Körperbild. Aus entwicklungspsychologischer und bindungstheoretischer Sicht lässt sich verstehen, warum gerade in dieser Phase ein Symptom wie eine Essstörung entstehen kann - als Versuch, Kontrolle zu gewinnen, Identität zu finden oder in einem instabilen System Halt zu schaffen. Dabei ist die Familie gleichzeitig Entstehungskontext und wichtigste Ressource auf dem Weg aus der Erkrankung.
In diesem Seminar verbinden wir entwicklungspsychologisches Wissen mit systemischen Zugängen. Wir fragen: Was brauchen junge Menschen in dieser Phase? Welche Rolle spielen Familie, Gleichaltrige und soziale Medien? Und wie arbeiten wir im Dreieck zwischen Betroffenen, Eltern und anderen Bezugssystemen?
Inhalte
Wie wird gearbeitet?
Was nehmen Sie mit?
Nach dem Seminar verfügen Sie über ein entwicklungspsychologisches und systemisches Verständnis von Essstörungen im Kindes- und Jugendalter. Sie können im Dreieck zwischen Betroffenen, Eltern und weiteren Bezugssystemen navigieren und wissen, wann und wie Sie eingreifen können.
Zielgruppe
Berater*innen, Therapeut*innen und Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich, die mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien arbeiten - z. B. aus Jugendhilfe, Schulsozialarbeit, Erziehungsberatung, systemischer Kinder- und Jugendtherapie.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Master-Kurses
ID: ZFES