Adipositas ist eine komplexe Erkrankung - und gleichzeitig ein gesellschaftlich hochgradig aufgeladenes Thema. Betroffene erleben Stigmatisierung und Diskriminierung häufig bereits im Kindesalter. Und auch wir als Fachkräfte sind nicht frei von normativen Körperbildern und unbewussten Bewertungen. Mehrgewicht bedeutet nicht automatisch Essstörung - aber es kann sich eine entwickeln. Und selbst wenn nicht: Die psychischen, sozialen und körperlichen Belastungen sind real und erfordern beraterische Kompetenz und Sensibilität.
In diesem Seminar reflektieren wir zunächst die eigene Haltung zu Körper, Gewicht und gesellschaftlichen Normen - denn ohne diese Reflexion ist eine hilfreiche Beratung kaum möglich. Dann erarbeiten wir systemische Zugänge, die Betroffene in ihrer Komplexität ernst nehmen. Systemische Diagnostikinstrumente helfen, familiäre Muster und Entstehungszusammenhänge rund um Essen und Körper sichtbar zu machen.
Inhalte
Wie wird gearbeitet?
Was nehmen Sie mit?
Nach dem Seminar haben Sie ein fundierteres Verständnis von Adipositas als vielschichtiger Erkrankung. Sie können die eigene Haltung reflektieren und eine Beratungsbeziehung gestalten, die Betroffene professionell und ohne Stigmatisierung begleiten kann - und systemisch wirksam intervenieren lässt.
Zielgruppe
Berater*innen, Therapeut*innen und Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich, die mit mehrgewichtigen Menschen arbeiten oder das Thema in ihrer Praxis begegnen.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Master-Kurses
ID: ZFES