Bulimia nervosa und Binge-Eating-Störung sind geprägt von einem Erleben, das viele Betroffene als beschämend und unkontrollierbar beschreiben: wiederkehrende Essanfälle, das Gefühl des Kontrollverlustes, tiefe Selbstzweifel. Viele leiden jahrelang im Verborgenen - die Störungen bleiben unerkannt, weil sie nach außen unsichtbar bleiben. Systemisch betrachtet ist auch hier die zentrale Frage: Wofür sind die Essanfälle ein Lösungsversuch? Was wird reguliert, betäubt, kompensiert? Und in welchem Beziehungskontext entsteht und stabilisiert sich dieses Muster?
In diesem Seminar erarbeiten wir gemeinsam diagnostisches Wissen, systemische Erklärungsmodelle und konkrete Interventionsmöglichkeiten - mit einem besonderen Blick auf die Bedeutung von Scham in der Beratungsbeziehung. Systemische Diagnostikinstrumente werden eingesetzt, um Beziehungs- und Regulationsmuster sichtbar zu machen.
Inhalte
Wie wird gearbeitet?
Was nehmen Sie mit?
Nach dem Seminar können Sie Bulimia nervosa und Binge-Eating-Störung beginnend diagnostisch einordnen und systemisch betachten. Sie verfügen über mögliche passende Diagnostikwerkzeuge und Interventionen, die Betroffene auf dem Weg aus dem Kreislauf begleiten können.
Zielgruppe
Berater*innen, Therapeut*innen und Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich, die in ihrer Arbeit mit dem Thema Essstörungen in Berührung kommen.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Master-Kurses
ID: ZFES