Diagnostik und systemisches Denken gelten manchmal als Widerspruch. Dabei brauchen wir beides: ein Wissen darüber, welche Kriterien eine Essstörung nach ICD-10/11 erfüllt - und gleichzeitig einen Blick, der über das Individuum hinausgeht und das System in den Blick nimmt.
In diesem Seminar führen wir in das diagnostische Grundwissen zu Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Binge-Eating-Störung ein - mit einem Fokus auf die relevanten Neuerungen der ICD-11 - und verbinden dieses Wissen mit systemischen Werkzeugen. Ein breites Repertoire systemischer Diagnostikinstrumente wird eingeführt und erprobt - von Methoden zur Visualisierung von Beziehungen und Systemdynamiken bis hin zu Fragetechniken und biografischen Zugängen.
Wir fragen: Welche Muster werden im System sichtbar? Welche Bedeutungen werden dem Symptom von verschiedenen Beteiligten gegeben? Und wie lässt sich aus dieser Analyse ein hilfreicher Beratungsauftrag entwickeln?
Inhalte
Wie wird gearbeitet?
Was nehmen Sie mit?
Nach dem Seminar bringen Sie störungsspezifisches Diagnosewissen mit einem breiten Repertoire systemischer Werkzeuge in Verbindung. Sie wissen, welche Methode wann sinnvoll sein können, und haben erste Erfahrungen gesammelt.
Zielgruppe
Berater*innen, Therapeut*innen und Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich mit Grundkenntnissen systemischer Arbeit.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Master-Kurses
ID: ZFES