Bei der Arbeit im systemischen Kontext, also in Beratung, Therapie, Supervision und Coaching spielen Konstruktionen von Wirklichkeit, Beziehungen, Kontexten und Wechselwirkungen eine zentrale Rolle. Doch was geschieht, wenn diese Konstruktionen von Machtverhältnissen, Ungleichheit, Gewalt oder struktureller Benachteiligung durchzogen sind? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für zentrale systemische Konzepte wie Neutralität, Allparteilichkeit oder Lösungsorientierung? Und braucht es in solchen Kontexten eine Erweiterung systemischen Denkens? In diesem Seminar werfen wir einen machtkritischen Blick auf systemische Theorien und Praxen und bringen sie in einen produktiven Dialog mit feministischen und intersektionalen Ansätzen. Ziel ist nicht die Ablösung systemischer Grundannahmen, sondern ihre Differenzierung und Weiterentwicklung – hin zu einer Praxis, die sensibel ist für gesellschaftliche Positionierungen, Ungleichheitsverhältnisse und vielfältige Lebensrealitäten.
Wie profitieren Sie vom Seminar?
Wie wird gearbeitet?
Das Seminar ist interaktiv gestaltet und verbindet theoretische Impulse mit erfahrungsorientierten Sequenzen sowie gemeinsamer Reflexion. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, ihre eigene professionelle Haltung zu überprüfen und zu erweitern. Dabei wird konkret erfahrbar, wie sich systemisches Arbeiten verändert, wenn machtbewusste Perspektiven einbezogen werden – insbesondere in Bezug auf Neutralität, Parteilichkeit, Validierung und professionelle Positionierung.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte aus Beratung, Therapie, Supervision, Coaching, Bildung und angrenzenden Arbeitsfeldern sowie an alle, die systemisches Arbeiten differenziert und zeitgemäß weiterdenken möchten sowie an Menschen in systemischer Ausbildung. Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht erforderlich.
Arbeitszeiten
Tag 1: 09.00 - 17.30 Uhr
Tag 2: 09.00 - 17.30 Uhr
Dieses Seminar ist Bestandteil folgender Master-Kurse
ID: ZDSK
ID: ZSMI