In diesem Seminar vermitteln wir Ihnen die Kompetenzen, die Sie benötigen, wenn Sie geschickte Klient*innen haben, die von anderen Institutionen, z.B. dem Jugendamt, der Jugendgerichtshilfe, dem Familiengericht, MPU (Führerscheinentzug) oder auch Beziehungspartner*innen etc. an Sie überwiesen oder geschickt wurden. Klient*innen, die selbst zunächst kein eigenes Anliegen zu haben scheinen, sich im Klage- und/oder im Besuchermodus zu befinden scheinen und unmotiviert wirken.
Motivation als Voraussetzung von Beratung in Richtung eigener Veränderung aufseiten der Ratsuchenden? Häufig besteht die Motivation in sogenannten Zwangskontexten (die Beratung wurde quasi „verordnet“) aufseiten der Klient*innen (KL) darin, die Berater*innen schnell wieder loszuwerden. Genau dort setzen wir mit systemischer Beratung an. Wie kann ich als Berater*in diesen Kontext sinnvoll und hilfreich für die KL nutzen? Konventionelle Beratungskonzepte sind in solchen und ähnlichen Fällen unbrauchbar, weil die KL sich nicht freiwillig für eine Beratung entschieden und offensichtlich (noch) keinen Auftrag an die Beratung haben. Nach einer Setting-Analyse steht dann das gemeinsame Erarbeiten von Zielen im Vordergrund.
Wie profitieren Sie vom Seminar?
Im Seminar wird vor dem Hintergrund des systemischen Ansatzes gearbeitet. Nach dem Seminar verfügen Sie über vertieftes Wissen, kurz, ziel- und ressourcenorientiert zu beraten. Die Teilnehmer*innen erwerben anhand von Fragestellungen aus ihrem jeweiligen Arbeitskontext Kompetenzen hinsichtlich:
Wie wird gearbeitet?
Im Seminar wird in einem Wechsel von theoretischen Impulsen, Praxisreflexion, Selbsterfahrung, moderierter Plenumsdiskussion, Kleingruppen und Einzelreflexion gearbeitet. Konkrete Übungen in Rollenspielen helfen, das Erlernte im geschützten Seminarrahmen in die eigene Arbeitsweise zu integrieren.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Praktiker*innen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich, z. B.: Sozialarbeit, Pädagogik (Kindergarten, Schule u.Ä.), Seelsorge, Medizin, Pflege usw., die nach wirkungsvollen Interventionen für die Beratung im Zwangskontext oder mit schweigenden Klient*innensystemen suchen.
Das Seminar richtet sich ebenfalls an Berater*innen, die regelmäßig mit fremdbestimmten Anliegen von Klient*innensystemen konfrontiert sind, z. B. ein vorgeschriebenes Coaching durch den Arbeitgeber sowie weitere durch z.B. Partner*innen, Weisungsbefugte, Überweiser*innen oder durch die Schule geschickte Klient*innensysteme.