Wie eng dürfen Paare sein? Wie viel Verantwortung tragen wir für das Glück des anderen? Was ist mein Lebensthema – und was ist deines? Und wie gehen wir mit Konflikten um: halten wir sie aus, nutzen wir sie – oder weichen wir ihnen aus? Paarbeziehungen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Nähe und Eigenständigkeit. In diesem Workshop werfen wir einen Blick auf zentrale Dynamiken: emotionale Verbundenheit, Abhängigkeit, Selbstentwicklung und die produktive Kraft von Auseinandersetzung. Im Mittelpunkt stehen zwei therapeutische Perspektiven: David Schnarchs Differenzierungsansatz (Crucible Therapy) Differenzierung beschreibt die Fähigkeit, in Beziehung zu bleiben, ohne sich selbst zu verlieren. Konflikte werden dabei nicht als Störung verstanden, sondern als Entwicklungschance. Retzers „Kunst der Störung“ Wie können Therapeut:innen systemisch intervenieren, ohne vorschnell zu beruhigen oder zu glätten? Wie entstehen durch gezielte Irritation neue Bewegungen im System? Der Workshop bietet einen praxisnahen Einblick in Haltung, Denkmodelle und Interventionen der Paararbeit – konkret, reflektiert und lebendig.
Dieser Workshop findet im Rahmen des Tags der offenen Tür in Hamburg statt, weitere Infos finden Sie hier:
Hamburger Tag der offenen Tür / SYSTEMISCHES ZENTRUM