Dieses Seminar bietet einen fundierten Einstieg in das Thema Neurodiversität mit Fokus auf das Autismus-Spektrum. Es verbindet Grundlagen zu kognitiven Erklärungsmodellen (Theory of Mind, zentrale Kohärenz, Exekutive Funktionen) mit systemischen und konstruktivistischen Haltungen.
“Ich bin anders, nicht weniger.” (Temple Grandin, US-amerikanische Wissenschaftlerin und bekannte Autistin)
Neurodiversität beschreibt die natürliche Vielfalt menschlicher Wahrnehmungs-, Denk- und Kommunikationsweisen. Autismus ist eine Form der Neurodivergenz, also ein natürlicher Unterschied in der Neurologie, der beeinflusst, wie Menschen Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und soziale Interaktionen erleben und interpretieren. Im Kontakt mit anderen können dadurch Irritationen, Missverständnisse oder Stressmomente entstehen.
Eine systemische Perspektive bietet hier eine wertvolle Chance: Unterschiede nicht zu nivellieren, sondern zu verstehen, Ressourcen sichtbar zu machen und gemeinsam Wege zu gestalten, die Passung, Kommunikation und Kooperation im jeweiligen System ermöglichen.
Im Mittelpunkt stehen diese Fragen:
Ein besonderes Anliegen ist es, das Erfahrungswissen der Teilnehmenden mit aktuellen fachlichen Grundlagen zu verknüpfen. Wir reflektieren, welche systemischen Leitgedanken besonders hilfreich sind, welche Methoden neurodiversitätssensibel angepasst werden können und welche Handlungsoptionen eine systemische Perspektive eröffnet.
Wie profitieren Sie vom Seminar?
Teilnehmende erhalten:
Wie wird gearbeitet?
Wir arbeiten im Wechsel von theoretischen Impulsen, Praxisreflexion, moderierter Diskussion, Kleingruppenarbeit und Einzelreflexion.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte aus psychosozialen, systemischen Arbeitskontexten, also Systemische Beratung, Systemische Therapie und Systemische Supervision.
Dieses Seminar ist Bestandteil des Master-Kurses
ID: ZSDB