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Entscheidungsfindung in Mehrparteienkonflikten

SEMI26-119 WEB

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Einführung in Dynamic-Facilitation, Systemisches Konsensieren und das Konsentverfahren

Termin(e): 18.02.2026 - 19.02.2026 (20 UE´s)
Zeit: 09:00 - 17:30 Uhr
Ort: Online
Dozent(en): Thomas UhlendahlThomas Uhlendahl
Preis: 380,00 EUR (ermäßigt: 306,00 EUR)für wispoCard - Inhaber
Freie Spitze (kostenfrei)
Nachholtermin (kostenpflichtig) für: STB, SC, SV, SOE
Art: Seminar

Beschreibung

Viele Beratungsprozesse erfordern, dass am Ende Entscheidungen vorliegen, mit denen (weiter) gearbeitet werden kann. Vor diesen Entscheidungen liegen aber meist gravierende Interessenskonflikte, die es zu bearbeiten und im besten Fall zu lösen gilt. Hier bieten sowohl Dynamic Facilitation, Systemisches Konsensieren sowie das Konsentverfahren (aus der Soziokratie kommend) Möglichkeiten, belastbare, mitunter sogar konsensuale Lösungen zu erarbeiten. Alle Verfahren fördern das Verdeutlichen von Widerständen zu Lösungsoptionen, was die Qualität der weiter zu entwickelnden Lösungen positiv beeinflusst.

Dynamic Facilitation ist von Jim Rough aus der Beratungspraxis entwickelt worden und ist bis hin zu stark konflikthaften Themen in Mehrparteiensettings einsetzbar. Die Moderation führt ähnlich wie in der Mediation als intermediäre Instanz im Beisein aller Gespräche mit jeder Person und folgt dabei der Logik der Person. Die Äußerungen werden in Herausforderungen, Sichtweisen, Bedenken und Lösungsideen von der Moderation notiert, was im Verlauf des Prozesses die Emergenz von vorher undenkbaren Lösungen aus der Gruppe heraus ermöglicht.

Systemisches Konsensieren ist ein Abstimmungsverfahren, bei dem die Widerstände zu einzelnen Lösungsoptionen gesammelt werden, was im Prozess auch die Möglichkeit bietet, Lösungen anzupassen. Gruppen, die regelmäßig mit systemischem Konsensieren arbeiten, beschleunigen Abstimmungsprozesse, da die möglichen Widerstände bereits im Vorfeld antizipiert und in die Lösungsentwicklung einbezogen werden.

Das Konsentverfahren entstammt der Soziokratie und ist ein Abstimmungsverfahren, bei dem alle Beteiligten gehört und deren Sichtweisen in die Lösungsentwicklung mit einbezogen werden. Das Ergebnis kann eine Lösung sein, die „sicher genug ist ausprobiert zu werden und gut genug für den Moment ist“ (Leitsatz des Konsentverfahrens in der Soziokratie). Lösungen werden angenommen, wenn es keinen begründeten, schwerwiegenden Einwand gibt.

Das zweitägige Seminar vermittelt den Einstieg in alle 3 Methoden mit einem Tag Dynamic Facilitation und jeweils einem halben Tag Systemisches Konsensieren und Konsentverfahren.

 

Wie profitieren Sie vom Seminar?

Mit dem Seminar verfügen Sie über die Hintergründe der Ansätze und können auch in konflikthaften Mehrparteiensystemen die Lösungsfindung unter Berücksichtigung aller Perspektiven unterstützen.

Die Teilnehmer*innen erwerben anhand von Fragestellungen aus ihrem jeweiligen Arbeitskontext Kompetenzen hinsichtlich:

  • Haltung in der Rolle der Prozesssteuerung von Mehrparteienkonflikten
  • Gestaltung des Settings zum Einsatz der Methoden
  • Kreisgespräche (Elemente des Thinking Circles)
  • Anwendungsmöglichkeiten der Methoden

 

Wie wird gearbeitet?

Das Seminar wird durchgehend anhand der zu vermittelnden Methoden durchgeführt und ergänzt im Wechsel mit theoretischen Impulsen, Praxisreflexion sowie Selbsterfahrung in Kleingruppen und Einzelreflexion. Die konkreten Übungen an konkreten Anliegen und Themen der Teilnehmenden helfen, das Erlernte im geschützten Seminarrahmen in die eigene Arbeitsweise zu integrieren.

 

Erwerben Sie mit diesem Seminar auch ein Zertifikat unserer Master Kurse!

Dieses Seminar ist Bestandteil folgender Master-Kurse

Systemisches Konfliktmanagement
Dieser Master-Kurs richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die ihre Konfliktmanagement-Kompetenz professionell auf systemischer Grundlage ausweiten und vertiefen wollen. Sie lernen, wie Konflikte lösungsorientiert begleitet werden und Betroffene alternative Handlungsoptionen im Konfliktfall entdecken können. Der Master-Kurs schließt mit qualifiziertem Abschluss-Zertifikat ab.

ID: ZSKM

Systemische Methoden und Interventionen - Vertiefung
Sie erwerben im Master-Kurs wichtige Kompetenzen zu systemischen Methoden und Interventionen, z. B. Personenskulptur, Strukturaufstellung, Genogramm, systemisches Fragen, Arbeit mit Metaphern und Imaginationen und Reframing, die sich in Beratung, Therapie und Coaching als besonders effektiv und nützlich erwiesen haben. Sie lernen, die Methoden/Interventionen kreativ einzusetzen und den jeweils unterschiedlichen Herausforderungen anzupassen. Der Master-Kurs schließt mit qualifiziertem Abschluss-Zertifikat ab.

ID: ZSMI

Systemisches Handeln im Kontext Coaching & Organisationsentwicklung
In unserem Master-Kurs lernen Sie zentrale Elemente systemischen Handelns im arbeitsweltlichen Kontext kennen: agile Ansätze, Organisationsentwicklung, Change-Prozesse, Coaching im Kontext der VUCA-Welt. Passend zu Ihren individuellen Schwerpunkten können Sie sowohl Ihr theoretisches Fundament als auch Ihre Methodenkenntnisse erweitern und vertiefen. Der Master-Kurs schließt mit qualifiziertem Abschluss-Zertifikat ab.

ID: ZSHA

Anmeldung

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Entscheidungsfindung in Mehrparteienkonflikten (SEMI26-119 WEB)
18.02.2026 - 19.02.2026 | 09:00 - 17:30 Uhr
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