Veränderung wird meist auf Methodik und Strategie reduziert. Dabei bleiben nicht nur psychische Eigendynamiken unbeachtet, sondern vor allem die Frage, wie tradierte Denkstrukturen von Erfolg und Wirksamkeit das eigentlich Neue von vornherein abweisen. Dieses Seminar setzt nicht bei der nächsten Systemlogik an, sondern bei den Denkformen, die unseren Begriffen ihren Rahmen – und damit auch ihre Grenzen – geben. Es lädt dazu ein, eigene Muster, Überzeugungen und blinde Flecken zu untersuchen – und jene Beweglichkeit zu erkunden, in der psychisches Wohlbefinden und Sinnfragen nicht über Konzepte "gelöst", sondern aus der Logik des Lebendigen herausgelesen werden.
Das Seminar bietet eine grundlegende Klärung der inneren und äußeren Dimensionen von Veränderung und beleuchtet die blinden Flecken des klassischen Change-Managements. In sorgfältig orchestrierten Erfahrungsräumen werden die Unterschiede zwischen Transformation und Change ebenso greifbar wie die Ursachen von gescheiterten Prozessen.
Was wird im Seminar sichtbar?
Das Seminar richtet den Blick auf die Bedingungen, unter denen Wirksamkeit zu einer Form von Erkenntnis werden kann – und nicht nur als Ergebnis von Interventionen erscheint. Thematisiert werden die inneren und äußeren Dimensionen von Veränderung sowie häufige Irrtümer in Veränderungsprozessen.
Das Seminar bietet Impulse, Denkexperimente, Reflexionsanlässe sowie strukturierte Erfahrungseinheiten. Der inhaltliche Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit psychischen und konzeptuellen Verkürzungen, die den gesamten Denkrahmen prägen und aus Veränderungsprozessen Projekte statt fortlaufender Bewegungen machen.
Zielgruppe
Systemisch ausgebildete Berater*innen, Coaches, Supervisor*innen, Organisationsentwickler*innen und Führungskräfte, die Veränderung begleiten – und bereit sind, gängige Annahmen zu hinterfragen.
Dieses Seminar ist Bestandteil folgender Master-Kurse
ID: ZSHA
ID: ZSLF