Paare in chronischen oder eskalierenden Konflikten stellen Fachkräfte häufig vor besondere Herausforderungen. Die Kommunikation ist oft von Eskalation, totalem Rückzug oder gegenseitiger Abwertung geprägt. Dann ist emotionale Sicherheit kaum mehr wahrnehmbar. Hinter diesen Mustern verbergen sich nicht selten unbewusste Verletzungen und Traumata aus der Kindheit, die dennoch das Beziehungsgeschehen als Erwachsene maßgeblich beeinflussen.
In diesem Seminar liegt der Fokus auf dem Verständnis und der Begleitung hochkonflikthafter Paare aus einer traumasensiblen Perspektive. Wir erarbeiten, wie frühe Bindungserfahrungen, Entwicklungstraumata oder komplexe Traumatisierungen sich in Beziehungsmustern niederschlagen - und wie sie in aktuellen Paardynamiken „reaktiviert“ werden.
Was Sie mitbringen sollten:
Neugier auf die Hypothesen einer traumasensiblen Perspektive, Lust auf gemeinsames Ausprobieren, Offenheit für Selbstreflexion und ungewöhnliche Fragen.
Ziele des Seminars:
Das Seminar bietet einen erfahrungsorientierten Mix aus fachlichem Input, kurzen Demonstrationen, praktischen Übungen, Selbsterfahrungselementen und kollegialem Austausch in Kleingruppenarbeit. Fallbeispiele aus dem Kreis der Teilnehmenden sind willkommen.
Das Seminar richtet sich an Systemiker*innen aus pädagogischen, psychosozialen und therapeutischen Bereichen, die eine mindestens 1-jährige Weiterbildung in systemischen Grundlagen absolviert haben. Es sind keine traumatherapeutischen Vorkenntnisse notwendig. Eine Offenheit für körperorientierte und erfahrungsbasierte Ansätze sowie die Bereitschaft zur Selbsterfahrung im professionellen Rahmen wird vorausgesetzt.
Arbeitszeiten jeweils:
09.00 - 17.30 Uhr
Dieses Seminar ist Bestandteil folgender Master-Kurse
ID: ZFGK
ID: ZTPF