
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat entschieden, dass das psychotherapeutische Verfahren ‚Systemische Therapie bei Erwachsenen und Kindern- und Jugendlichen‘ wirksam ist und damit zur Behandlung gesetzlich Versicherter im Rahmen von Psychotherapie zugelassen werden kann.
Damit hat es die Systemische Therapie als erstes Verfahren geschafft, eine Anerkennung mittels einer wissenschaftlichen Wirksamkeitsprüfung zu erhalten!
Die Auswirkungen dieses 'geprüft'-Siegels sind herausragend, und zwar für alle Berufsgruppen mit Systemischer Qualifizierung:
Für den psycho-sozialen Bereich gilt: Im stationären Kontext und in der Rehabilitation können systemische Leistungen durch Fachpersonal abgerechnet werden. Hier sind viele Berufsgruppen inkludiert. Wir gehen davon aus, dass es in Zukunft viele neue und gut bezahlte Stellen für Systemiker in diesem Bereich geben wird. Wir rechnen auch in weiteren Bereichen des Gesundheitswesens mit großer Nachfrage nach systemischer Dienstleistung, z.B. bei Krankenkassen an systemisch ausgerichteter Prävention jenseits der Psychotherapie.
Im arbeitsweltlichen Bereich von Beratung, Coaching, Supervision, Führungsqualifizierung und Organisationsentwicklung ist aus unserer Sicht ebenfalls eine systemische Ausbildung in Zukunft Pflicht. Der zunehmenden Komplexität bei Problemstellungen wird der systemische Beratungsansatz am besten gerecht.
Systemdenken ist ein Entdeckungs- und Diagnoseprozess, der die Regelmechanismen erkundet, die den Problemen zugrunde liegen. Die so gewonnene Tiefenschärfe macht die Effizienz und Wirksamkeit von systemisch geleitetem Handeln aus. Die systemische Theorie hat ihren Ursprung in der Kommunikationswissenschaft (Familientherapie und neuere Systemtheorie).
Als einziger Methode ist es ihr gelungen, sich sowohl in der psychologischen Beratung und Therapie, als auch in der Unternehmensberatung und Organisationsentwicklung durchzusetzen. Der Erfolg der Systemtheorie liegt vor allem in der Bereitstellung eines elaborierten Denkinstrumentariums, das ein angemessenes Verständnis von Klienten- bzw. Kundensystemen und ihrer spezifischen Entwicklungs- und Veränderungsbedarfe ermöglicht.
Der Fokus unserer Arbeit richtet sich deshalb nicht auf statisch-strukturorientierte Problemlösevorstellungen, sondern stützt sich auf eine dynamisch-prozessuale Betrachtungsweise.
Lineares Ursache-Wirkungs-Denken führt unserer Ansicht nach zu einer unzulässigen Trivialisierung komplexer Situationen. Wir setzen deshalb auf ein vernetztes Denken, das Wechsel-, Rück- oder Nebenwirkungen von Wirkfaktoren einbezieht.
Als außenstehende Beobachter lenken wir den Blick der Beteiligten auf die Vernetztheit von Wirkungen und auf die Kosten-Nutzen-Rechnungen jeweiliger Optionen.
In diesem Sinne verstehen wir unsere Arbeit als Kontingenzmanagement, um die langfristig besten Handlungsoptionen auswählen zu können.
Organisationsentwickler, Trainer, Therapeuten, Berater oder Supervisoren sehen wir als Experten für die Initiierung von Lern- und Reflexionsprozessen

Um Ihnen dauerhaft hochwertige Ausbildungen anbieten zu können, richten wir all unsere Aktivitäten an diesen drei Werten aus: