1-jährige Weiterbildung
Die 1-jährige Kompaktausbildung richtet sich an Personen, die die Denk- und Handlungsgrundlagen des Systemischen Coachings verstehen und diese in ihre berufliche Beratungsarbeit integrieren wollen. Wir führen die Ausbildung sowohl in Präsenz an unseren Standorten als auch online mit geringen Präsenzzeiten durch.
Die theoretischen Grundlagen des Coaching beziehen sich auf den Systemansatz. Hier lernen die Teilnehmenden, angemessen mit verdeckten Zusammenhängen und Wechselwirkungen umzugehen. Wir fokussieren uns dabei auf zentrale Elemente des Systemischen Coachings, insbesondere der Systemischen Haltung, der Auftragserarbeitung und zentraler systemischer Interventionen und Fragetechniken.
Die Kompakt Ausbildung zum Systemischen Coach fokussiert auch auf Selbstreflektions- und Selbsterfahrungsprozessen, die zentral für die Sozialisierung als Systemischer Coach sind. Gleichzeitig bereichern die Methoden der Selbsterfahrung die Teilnehmenden, da sie dies auch als Tools für ihre eigenen Coachingarbeit nutzen können.
In den Lehr-Coachings werden die Coachingaktivitäten reflektiert, mit denen die Teilnehmenden in ihrem Arbeitskontext konfrontiert sind. Ihnen werden wertvolle Hinweise und Ideen für die weitere Klientenarbeit mitgegeben.
Im Systemischen Coaching geht es darum, langfristige Perspektiven, Strategien und Leitbilder für die Coachees zu entwickeln und zu integrieren, um das Passungsverhältnis „Person-Organisation" zu verbessern.
Dabei ist Coaching sowohl als Maßnahme der Personalentwicklung in einem Prozess der Organisations-veränderung zu verstehen als auch als Instrument der Bearbeitung persönlicher Entwicklungsbedarfe.
Die Teilnehmenden lernen dabei, Coachingkompetenz als Einzelmaßnahme für Fach- und Führungskräfte, als Interventionsmethode für Teams, als Instrument für den Umgang mit Krisen und als zentrale Methode in der Veränderung von Organisationen (Change-Management) einzusetzen.
Sie erwerben die Fähigkeit, das systemische Denken und Agieren im Coachingprozess einzuordnen und Coachingsequenzen professionell durchzuführen.
Lernziele
Die Ausbildung wendet sich an Personen, die bereits über Berufserfahrung als Fach-, Führungs- oder Leitungskraft, PersonalentwicklerIn, TrainerIn oder BeraterIn verfügen und sich in Systemischem Coaching qualifizieren möchten. Sie sollten auch bereit sein, ihre bisherigen eigenen Muster kritisch zu hinterfragen, um für sich selbst weiter zu wachsen.
1.1 Akademischer Abschluss
oder
1.2 Abgeschlossene Berufsausbildung im psycho-sozialen, pädagogischen oder heilenden Bereich
oder
1.3 Abgeschlossene Berufsausbildung in einem beliebigen Bereich plus abgeschlossene Aufstiegsfortbildung, z.B. Meisterprüfung, IHK-Fortbildungen
oder
1.4 Abgeschlossene Berufsausbildung in einem beliebigen Bereich und mind. 3 Jahre Berufserfahrung im Kontext psychosozialer Beratung
2. Möglichkeit zur Umsetzung Systemischer Beratung während der Ausbildung
*) Hochschulabschlüsse sind Bachelor-, Master- und Staatsexamensabschlüsse aller Universitäten, Fachhochschulen und dualer Hochschulen.
Die Zulassungsvoraussetzungen gelten auch für den zusätzlichen Erwerb des SystCert Zertifikats als Systemiker oder Systemikerin.
Über die Teilnahme von Bewerberinnen und Bewerbern, die die vorgenannten Kriterien nicht erfüllen aber über adäquate Eignung verfügen, wird im Einzelfall entschieden. Das Institut behält sich vor, auch solche Bewerber und Bewerberinnen anzunehmen, weist jedoch bereits bei der Zulassung darauf hin, dass evtl. nur ein wispo-Zertifikat erlangt werden kann.
Ein Abschlusszertifikat „Systemisches Coaching - Kompakt (wispo)“ kann nach mind. 1 Jahr und insgesamt 250 Unterrichtseinheiten erworben werden. Voraussetzung ist:
Nach Abschluss der Kern-Ausbildung können die Absolventen mit zusätzlichen Systemischen Bildungsbausteinen eine spätere Zertifizierung als Systemiker / Systemikerin (SystCert) erlangen.
Als Spezialisierung wird dann das Fachgebiet ‚Systemisches Coaching‘ eingetragen.
Die Prüfung des Fallberichts, des Reflexionsberichts und das Ausstellen der SystCert-Bescheinigung sind bereits in den Ausbildungsgebühren enthalten.
Die Ausbildungsgebühren für den Abschluss in ‚Systemisches Coaching Kompakt (wispo)‘ betragen insgesamt € 4.995,00
Die Zahlung der Ausbildung erfolgt in monatlichen Raten - sprechen Sie mit unserem Büro.
Diese Ausbildung ist mit Bildungsgutschein bis zu 100% förderfähig.
Systemisches Coaching erweitert Perspektiven, macht Zusammenhänge zwischen Person, Rolle und Umfeld sichtbar und eröffnet neue Handlungsoptionen. Es stärkt Selbststeuerung, Verantwortung und Ressourcen, sodass Entscheidungen klarer, wirksamer und nachhaltiger getroffen werden können. Der Nutzen zeigt sich darin, dass nicht nur individuelle Anliegen geklärt werden, sondern sich auch Kommunikation, Zusammenarbeit und Entwicklung im gesamten System verbessern.
Im Systemischen Coaching geht es darum, langfristige Perspektiven, Strategien und Leitbilder für die Coachees zu entwickeln und zu integrieren, um das Passungsverhältnis „Person-Organisation“ zu verbessern.
Ein systemischer Coach erarbeitet mit seinem Coachee Möglichkeiten, das Passungsverhältnis Person -Organisation zu verbessern. Die kann durch Veränderung innerer Einstellungen oder durch veränderte sozialer Interaktionen geschehen. Hierfür werden neue und bessere Lösungsmöglichkeiten für berufliche und persönliche Fragestellungen erarbeitet, die die Ressourcen des Coachees stärken.
Ein systemischer Coach ist befähigt sowohl Probleme im persönlichen wie im beruflichen Bereich zu bearbeiten und mittels neuer Möglichkeitsräume den Coachee darin zu unterstützen, bessere Lösungen für sich zu finden. Damit integriert das Systemische Coaching sowohl die Ansätze im Feld des Business-Coachings als auch der lebensweltlichen Beratung.
Es kann grob zwischen Business-Coaching Ansätzen und Ansätzen der kurzzeitigen Lebensberatung unterschieden werden. Während im Business-Coaching der Coachee hauptsächlich als Personal-Ressource des Unternehmens funktions-fitgemacht werden soll, wird in der lebensweltlichen Beratung auf persönliche Zufriedenheit ohne Berücksichtigung unternehmens-kultureller Einschränkungen geachtet. Der Systemische Coachingansatz berücksichtigt beide Dimensionen.
Systemisches Coaching ist sowohl als Maßnahme der Personalentwicklung in einem Prozess der Organisationsveränderung zu verstehen als auch als Instrument der Bearbeitung persönlicher Entwicklungsbedarfe. Das Systemische Denken und Agieren wird im Coachingprozess eingeordnet und in den Coachingsequenzen professionell durchgeführt.
Systemisches Denken fokussiert auf Problem- und Lösungsmuster. Dabei werden grundlegende Zusammenhänge und Wechselwirkungen betrachtet. Aus diesem erweiterten Verständnis heraus werden alternative (bessere) Möglichkeiten zur Problemlösung erarbeitet.
Der Systemische Ansatz versteht den Menschen in Wechselwirkung mit seinem sozialen Umfeld. Sowohl auf innerpsychischer wie auf sozialer Ebene werden neue Lösungsmöglichkeiten erarbeitet, mit denen schnell positive Veränderungen erreicht werden.
Systemisches Coaching arbeitet mit der Annahme, dass Verhalten und Probleme in Beziehungs‑ und Organisationskontexten entstehen. Ein Coach fragt nach Mustern, Wechselwirkungen und Bedeutungen – weniger nach Schuldigen – und fördert die Selbstorganisation des Klienten. Ziel ist nicht „Reparatur“, sondern neue Handlungsoptionen im System (Team, Bereich, Organisation, Familie).
Beratung liefert inhaltliche Expertentipps; Therapie behandelt psychische Störungen. Coaching dagegen ist ziel‑ und ressourcenorientierte Prozessbegleitung für nicht‑klinische Anliegen im Arbeitskontext. Seriöses Coaching grenzt sich klar ab (z. B. bei Anzeichen einer Störung → Weiterverweisung) und hält Ethik‑ und Vertraulichkeitsstandards ein.
Meta‑Analysen zeigen durchweg positive Effekte: Theeboom et al. (2014) fanden Effektstärken von g = 0,43 (Coping) bis g = 0,74 (zielgerichtete Selbstregulation); Jones, Woods & Guillaume (2016) berichten δ ≈ 0,36 gesamt, mit stärkeren Effekten auf affektive Kriterien (δ ≈ 0,51). Neuere Reviews bestätigen insgesamt moderate Wirkungen. Wichtig: Effekte variieren je nach Ziel, Setting und Messmethode.
Typische Anlässe: Rollenwechsel und Führung (z. B. Feedback‑Kultur, schwierige Gespräche), Team‑ und Organisationsentwicklung, Konfliktklärung, Strategie‑ und Positionsarbeit, Resilienz und Stressmanagement – auch online. Das Programm nennt diese Felder explizit.
Laut Programm dauert sie 2 Jahre (berufsbegleitend), umfasst 970 Unterrichtseinheiten inkl. 70 UE Praxis, Präsenz‑ oder Web‑Kurse, Intervision, Lehr‑/Projekt‑Supervision und eine Lehr‑Videothek.
Systemische Gesprächsführung, zirkuläre Fragen, Hypothesenbildung und die „Systemische Schleife“, Auftrags‑/Zielklärung (inkl. Wunderfrage), Visualisierung (Lebensrad, Soziogramm), Strukturaufstellungen, Team‑ und Konfliktmodelle (u. a. Glasl), Online‑Coaching (z. B. Online‑Systembrett).
Hilfreich sind Berufserfahrung im Businesskontext, hohe Reflexions‑ und Beziehungskompetenz, klare Rollengrenzen und Lust auf lebenslanges Lernen. Das Programm adressiert u. a. Fach‑/Führungskräfte, PE‑/HR‑Profis, Trainer und Berater) und nennt Zulassungspfade.
Wer „Menschen richten“ will, statt Prozesse zu begleiten, wer Abgrenzung zur Therapie missachtet, ungern Feedback annimmt und Supervision meidet, wird im Coaching nicht glücklich – und Klienten auch nicht. Ethikleitlinien verlangen u. a. Kompetenzgrenzen zu respektieren und Klienten ggf. weiterzuverweisen.
Nach mind. 2 Jahren und ≥ 570 UE kann das Zertifikat „Systemisches Coaching (wispo)“ erworben werden, mit Fallberichten, Reflexionsbericht, 70 dokumentierten Coachingstunden und Abschlusskolloquium. Zusätzlich möglich: SystCert‑Fachzertifikat „Systemiker mit Spezialisierung Systemisches Coaching“ (analog DIN EN ISO/IEC 17024;).
Die Gebühr beträgt 9.963 € (inkl. Seminare, Supervision, Unterlagen, Online‑Plattform). Das Haus ist nach AZAV zugelassen; über das Qualifizierungschancengesetz sind – je nach Unternehmensgröße und Alter – bis zu 100 % Förderung möglich. Am Ende entscheidet die örtliche Agentur für Arbeit. Realismus: Förderkriterien ändern sich regional; rechtzeitig klären.
Beispielsweise Insights MDI® (Scheelen‑Institut) und Management Drives zur Selbst‑/Fremdreflexion im Coaching, plus das Online‑Systembrett (Jahreslizenz eingeschlossen). Nutzen: Hypothesen bilden, Feedback strukturieren, Visualisierung komplexer Systemdynamiken – alles als Impulse, nicht als Etiketten.
Pragmatisch: saubere Auftrags‑ und Zielklärung, dann Pre‑/Post‑Messung (Skalen zu Wohlbefinden, Selbstwirksamkeit, Zielfortschritt), Verhaltensindikatoren (z. B. 360°/Mehrquellen‑Feedback), plus Umsetzungsmarker im Alltag. In der Forschung zeigen sich Effekte auch ohne Multi‑Source‑Feedback; es kann Effekte teils dämpfen (Moderator). Wichtig ist Konsistenz der Messung, nicht das „größte“ Tool.
Der Begriff Coach ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt; Qualität ist daher uneinheitlich. Achte auf anerkannten Verband, Ethik, Supervision, Curriculum, Praxisnachweise – und auf klare Abgrenzung zur Psychotherapie. Der Roundtable der Coachingverbände (RTC) hat gemeinsame Coaching‑Standards verabschiedet; mehrere Verbände und auch SystCert publizieren Ethik‑Rahmen.
Makrodaten deuten auf Wachstum: Die ICF nennt für 2025 weltweit ~123.000 Coach‑Praktiker und einen Branchenumsatz von ~5,34 Mrd. USD. Umsatztreiber sind eher mehr Klienten/Sitzungen als höhere Preise. Heißt: Nachfrage da, aber Positionierung und Qualität entscheiden über Auslastung.
Checkliste: