1-jährige Weiterbildung
ID: TRB26-01 WEB 1
Start: 12.09.2026, 12.09.2026
Preis: 3.750,00 EUR*
Das Systemische Zentrum bietet eine 1-jährige, berufsbegleitende Aufbauausbildung in Systemischer Trauerbegleitung an, speziell konzipiert für Beraterinnen und Berater mit systemischer Vorqualifikation, die Menschen in Abschieds‑, Verlust‑ und Wandlungsprozessen fundiert, zugewandt und wirksam begleiten möchten.
Diese Weiterbildung befähigt Sie, Menschen in Trauerprozessen kompetent und einfühlsam zu begleiten – unter besonderer Berücksichtigung systemischer Denk- und Handlungsweisen.
Wir verbinden aktuelles Wissen der Trauer‑ und Verlustforschung mit einer konsequent systemischen Haltung: Trauer wird nicht als „Störung“, sondern als sinnvolle Anpassungsleistung in Beziehungssystemen verstanden – eingebettet in Biografie, Kultur und Umfeld. So entstehen neue, handhabbare Perspektiven für Betroffene und ihr Umfeld.
Innerhalb des Jahresprogramms erfahren Sie eine umfassende Einführung in die Grundlagen der systemischen Trauerbegleitung und lernen den aktuellen Stand der Trauerforschung kennen. Besonderes Augenmerk liegt auf der spezifischen Gestaltung der systemischen Gesprächsführung in Trauersituationen. Neben der Theorie hat die Selbsterfahrung einen hohen Stellenwert: Sie reflektieren Ihre eigenen Motive und Verarbeitungsmuster, um Ihre Begleiterrolle authentisch und professionell wahrnehmen zu können.
Sie erwerben praxisnahe Kompetenzen für den Umgang mit akuten Krisen in der Trauerbegleitung und nutzen bewährte Methoden und Rituale, um Trauerprozesse zu unterstützen. Die Themen Trauer im Familiensystem und in Mehrpersonensystemen werden ebenso behandelt wie die besonderen Anforderungen bei der Begleitung von Kindern und Jugendlichen.
Sie lernen unterschiedliche Trauerprozesse und -modelle (klassische und neuere Ansätze) zu unterscheiden, Dynamiken von Bindung und Verlust zu lesen und Veränderungen ressourcenorientiert zu moderieren. Wir arbeiten kultursensibel, diversitätsbewusst und lebensspannenbezogen – von Kinder‑ und Jugendtrauer über Paar‑ und Familienkontexte bis hin zu Teams, Organisationen und Communities. Ein Schwerpunkt liegt auf der Begleitung bei komplizierter/ prolongierter Trauer (PGD, ICD‑11) mit klarer Abgrenzung zu Therapie und Medizin.
Darüber hinaus widmen wir uns der Trauerbegleitung bei speziellen Verlusten – etwa plötzlichen Todesfällen, Trennungen oder Verlusten durch Krankheit.
Zum Abschluss präsentieren Sie Ihre erworbenen Fähigkeiten im Abschlusskolloquium und reflektieren Ihren persönlichen Lernweg.
Diese Ausbildung ist eine SystCert-Kernausbildung, mit der. Absolventen mit zusätzlichen Leistungen auch ein Zertifikat als Systemiker oder Systemikerin mit Spezialisierung für das Fachgebiet ‚Systemische Trauerbegleitung‘ erhalten können.
Alle näheren Informationen finden Sie weiter unten oder können Sie in unserem ausführlichen Programm herunterladen.
Unser Ausbildungskonzept verankert die systemische Trauerbegleitung in einem ganzheitlichen Rahmen, der moderne Trauerforschung mit systemischen Prinzipien verbindet.
Die Einführung in diese Form der Begleitung vermittelt Ihnen das fundierte Verständnis, wie Trauer als systemischer Prozess wirkt und wie Sie als Berater diese Dynamiken professionell berücksichtigen.
Wir befähigen Sie , Trauerprozesse in ihrer Vielschichtigkeit zu verstehen und kompetent zu begleiten. Unser Ausbildungskonzept basiert auf einem integrativen Ansatz, der systemische Theorie, praxisnahe Methoden und intensive Selbstreflexion miteinander verbindet.
Sie lernen, Trauer nicht als isoliertes Phänomen zu betrachten, sondern als einen Prozess, der tief in das Familiensystem und andere soziale Gefüge eingebettet ist.
Die Ausbildung gliedert sich in praxisorientierte Module, die Ihnen ein umfassendes Wissens- und Methodenspektrum vermitteln:
Methodisch arbeiten wir erlebnis- und ressourcenorientiert. Sie lernen Gesprächs- und Interventionsformen kennen, die speziell auf Trauersituationen zugeschnitten sind.
In Praxisblöcken üben Sie den Einsatz von Ritualen, kreativen Methoden und strukturierten Gesprächsformaten.
Fallarbeit, Supervision und kollegiale Beratung sind fester Bestandteil des Curriculums und ermöglichen es Ihnen, Ihr Fachwissen direkt in Ihr Arbeitsfeld zu übertragen.
Der spezifische Umgangsstil, die Qualität des Kontaktes mit trauernden Systemen und die Fähigkeit zur Introspektion sind bedeutsame Faktoren für diese Arbeit. Dem Entwicklungsprozess der Trauerbegleiter wird daher besondere Beachtung geschenkt.
Die Aufbauqualifizierung richtet sich an: Beratungsfachkräfte Fachkräfte aus Pädagogik, Psychologie, Sozialarbeit, Psychotherapie, Coaches
In der Ausbildung werden folgende Themen vermittelt.
In unserem separaten ausführlichen Lehr- und Zeitplan finden Sie die Lehrinhalte detailliert aufgeführt, hier im Überblick:
Zusätzlich belegen Sie in der freien Seminar-Spitze Wahlpflicht-Seminare zur weiteren Spezialisierung.
Hier können Sie Themen aus unserem Seminarangebot auswählen, die für Sie in ihrem Arbeitskontext besonders interessant sind,
In der Supervisionsarbeit lernen Sie anhand der Fallarbeit der Kursteilnehmenden ihre Theorie- und Methodenkompetenz in konkreten Trauerbegleitungsprozessen gezielt anzuwenden.
In Intervisionseinheiten (Peergruppenarbeit) vertiefen Sie mit Ihren Kursteilnehmenden die vermittelten Inhalte und üben selbstständig Methoden ein.
In Intervisionen (Peergruppenarbeit) vertiefen Sie mit anderen Teilnehmenden die vermittelten Inhalte und Methoden und üben zusätzlich das professionelle Agieren im systemischen Arbeitskontext.
Unsere Online-Seminare mit spannenden Vorträgen und Workshops vermitteln Ihnen authentisch Kompetenzen systemischer (Vor-)denker sowie bedeutenden Persönlichkeiten aus dem Kontext der lebens- und arbeitsweltlichen Beratung.
1.1 Akademischer Abschluss oder
1.2 Abgeschlossene Berufsausbildung im psycho-sozialen, pädagogischen oder heilenden Bereich oder
1.3 Abgeschlossene Berufsausbildung in einem beliebigen Bereich plus abgeschlossene Aufstiegsfortbildung, z.B. Meisterprüfung, IHK-Fortbildungen oder
1.4 Abgeschlossene Berufsausbildung in einem beliebigen Bereich und mind. 4 Jahre Berufserfahrung im Kontext psychosozialer Beratung
2. Abgeschlossene systemische curriculare Grundlagenqualifizierung mit mind. 200 UE
3. Möglichkeit zur Umsetzung Systemischer Trauerbegleitung während der Ausbildung
*) Hochschulabschlüsse sind Bachelor-, Master- und Staatsexamensabschlüsse aller Universitäten, Fachhochschulen und dualer Hochschulen.
Die Zulassungsvoraussetzungen gelten auch für den zusätzlichen Erwerb des SystCert Zertifikats als Systemiker oder Systemikerin.
Über die Teilnahme von Bewerbern, die die vorgenannten Kriterien nicht erfüllen,. aber über adäquate Eignung verfügen, wird in einem Aufnahmegespräch entschieden.
Ein Abschlusszertifikat „Systemische Trauerbegleitung Aufbau (wispo)“ kann nach mind. 1 Jahr und insgesamt 260 Unterrichtseinheiten erworben werden.
Voraussetzung ist:
Der Abschluss des Ausbildungsganges erfolgt durch ein Abschlusskolloquium.
Absolventen können zusätzlich eine Anerkennung als Systemiker / Systemikerin (SystCert) erhalten.
Als Spezialisierung wird das Fachgebiet ‚Systemische Trauerbegleitung‘ eingetragen.
Die Voraussetzungen sind gegeben, wenn sie die Anforderungen an den Gesamtumfang Systemischer Ausbildungen (SystCert) erfüllen.
Die wispo AG stellt eine Bescheinigung über die Leistungen dieser anerkannten Kernausbildung zur Vorlage bei der Zertifizierungsstelle aus.
Die Gebühren für den Abschluss der Aufbau-Ausbildung ‚Systemische Trauerbegleitung (wispo)‘ betragen insgesamt € 3.750,00.
Diese Ausbildung ist mit Bildungsgutschein bis zu 100% förderfähig.
Begleitung fokussiert Stabilisierung, Ressourcen und Beziehungskontexte; sie diagnostiziert nicht. Bei Anzeichen einer anhaltenden/komplizierten Trauer (ICD-11: Prolonged Grief Disorder, PGD) ist die fachliche Abgrenzung wichtig und ggf. eine therapeutische Überweisung angezeigt.
Häufig genutzt werden das Duale-Prozess-Modell (Pendeln zwischen verlust- und wiederherstellungsorientiertem Bewältigen) sowie „Continuing Bonds“ (Bindung zum Verstorbenen weiterführen – auf hilfreiche Weise). Diese Modelle passen gut zur systemischen Arbeit mit Beziehungen und Kontext).
Klienten gewinnen Orientierung in einem chaotischen Alltag, lernen hilfreiche Rituale und Gesprächsformate kennen, klären Rollen im System und finden tragfähige Formen der Erinnerung. Das stärkt Bewältigung, reduziert belastende Symptome und unterstützt eine anhaltend verbundene, aber lebensdienliche Beziehung zum Verstorbenen.
Für Menschen nach Verlusten (Tod, Trennung, Krankheit, biografische Einschnitte), deren Alltag, Beziehungen oder Rollen dadurch durcheinander geraten. Bei Verdacht auf PGD (anhaltend, deutlich beeinträchtigend) sollte gezielt an spezialisierte Therapie verwiesen werden.
Ein berufsbegleitendes Jahresprogramm mit Theorie/Methodik, Supervision, Intervision, Wahl-Seminaren und Praxis (insgesamt 450 UE, davon 30 UE Praxis; Präsenz oder Web-Kurs mit wöchentlichen Blöcken). Inhalte reichen von Forschung & Gesprächsführung über Krisen-Vorgehen bis Kinder-/Jugendtrauer und speziellen Verlusten.
Benötigt wird u. a. eine systemische Grundlagenqualifizierung (mind. 200 UE) sowie passende berufliche Vorbildung/Praxis; außerdem die Möglichkeit, Systemische Trauerbegleitung während der Ausbildung umzusetzen.
Respekt, Wertschätzung, Allparteilichkeit und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Selbstreflexion – also die klassische systemische Grundhaltung, die Beschwerden ernst nimmt und Kontexte mitdenkt.
Systemische Gesprächsführung, Rituale, kreative Verfahren, familien- und gruppenbezogene Formate, Krisen-Intervention sowie kultursensible Arbeit; die Arbeit ist erlebnis- und ressourcenorientiert.
Mit altersgerechten Methoden, hoher Einbeziehung des Familiensystems und Sensibilität für schulische/peergroup-Kontexte; besondere Dynamiken (z. B. Loyalitäten, Schuldphantasien) werden systemisch aufgefangen.
PGD ist in der ICD-11 als Störung mit anhaltender, intensiv schmerzhafter Trauerreaktion nach Tod eines nahestehenden Menschen definiert; Kernelemente sind starke Sehnsucht/Beschäftigung, deutliche Beeinträchtigung und kulturelle Normüberschreitung (typischerweise ≥6 Monate). Abgrenzung zu „normaler“ Trauer ist zentral.
Evidenz spricht dafür, dass web-basierte Trauerinterventionen (oft CBT-basiert) Symptome von Trauer, Depression und PTBS reduzieren; Effekte halten teils über Follow-up an. Reine Online-Formate ersetzen keine Indikationsprüfung, können aber sinnvoll ergänzen.
Für Fachkräfte aus Pädagogik, Psychologie, Sozialarbeit, Psychotherapie und Coaching, die kontextsensibel arbeiten, gut zuhören, allparteilich bleiben und die eigene Geschichte reflektieren können. Die Ausbildung adressiert explizit diese Profile.
Der Abschluss kann auf das SystCert-Fachzertifikat (analog DIN EN ISO/IEC 17024) einzahlen; das Systemische Zentrum ist AZAV-zertifiziert, wodurch Förderungen – teils bis 100 % – möglich sind.