2-jährige Ausbildung
ID: SUP26-01 WEB 12
Start:
Preis: 9.954,00 EUR*
„Supervision bedeutet, das eigene (professionelle) Tun im Spiegel systemischer Zusammenhänge neu zu sehen – und dadurch Handlungsräume zu eröffnen, die zuvor verborgen waren.“
Das Systemische Zentrum der wispo AG bietet eine zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung an, die mit dem Zertifikat „Systemischer Supervisor / Systemische Supervisorin (wispo)" abschließt.
Die Ausbildung richtet sich speziell an professionelle Beraterinnen und Berater, die ihre Kompetenzen erweitern und ihre Praxis auf ein neues Niveau heben möchten.
Systemische Supervision regt Prozesse von professioneller Selbstreflexion an und kann gleichsam mehr als das: Sie ist ein Raum, in dem berufliches Handeln neu betrachtet, Beziehungsmuster sichtbar und Entwicklung möglich wird. So kann sie vor allem anregen, professionelle Handlungsfähigkeit zu erhalten und zu fördern.
Systemische Supervision hat sich somit als hochwirksamer Ansatz zur professionellen Reflexion und Qualitätssicherung in Beratungs-, Therapie- und Organisationskontexten etabliert.
Systemische Supervision richtet den Blick konsequent auf Beziehungen, Kontexte und Muster statt auf einzelne „Problemträger“. Sie arbeitet mehrperspektivisch, bezieht Team, Auftraggeber, Regeln und Kultur ein und fragt nach der Funktion von Verhalten im jeweiligen System: „Wozu ist das nützlich?“ statt „Wer ist schuld?“.
Systemische Supervisoren und Supervisorinnen bleiben dabei allparteilich, machen Vorgehen und Annahmen transparent und reflektieren die eigene Wirkung mit. Sie agieren als Beobachter 2. Ordnung. Die Ressourcen- und Lösungsorientierung stehen vor der Defizitsuche.
Der Nutzen systemischer Supervision zeigt sich pragmatisch: Rollen, Verantwortungen und Schnittstellen werden schneller geklärt, Entscheidungen gewinnen durch Perspektivenvielfalt an Qualität, und Konfliktkosten sinken, weil Eskalationen, E-Mail-Schlachten und endlose Meetings abnehmen. Teams erleben mehr Autonomie und realistischere Erwartungen, was Motivation stärkt und Burnout-Risiken reduziert.
Gleichzeitig entsteht eine Lernkultur, in der Fehler Informationsquelle statt Munition sind. Die Organisation profitiert nachhaltig, weil nicht nur Symptome gedämpft, sondern Kontextbedingungen verändert werden – wodurch Ergebnisse stabiler werden.
Das Ziel unserer Ausbildung in Systemischer Supervision ist es, Professionals dabei zu unterstützen, Entwicklungs- und Veränderungsprozesse in sozialen Systemen gezielt zu steuern. Dabei werden einschränkende Strukturen und kommunikative Blockaden durch lebendige, ressourcenorientierte Muster ersetzt.
Der Ausbildungsverlauf beginnt mit einer Einführung in die Grundlagen systemischen Denkens, der Kulturbildung im Online-Kontext sowie der Rolle und dem Auftrag des Supervisors und der Supervisorin. In den beiden Jahren erarbeiten sich die Teilnehmenden schrittweise Kompetenzen in der systemischen Diagnostik, methodengestützten Prozesssteuerung und der Anwendung vielfältiger Arbeitsmethoden.
Besondere Schwerpunkte liegen auf der Arbeit mit Teams als Teilsystemen, der Gestaltung von Programmen in der Supervision sowie den Besonderheiten der Einzel-, Team-, Leitungs- und Lehrsupervision.
Ein Kernstück der Ausbildung ist die intensive Selbsterfahrung, die dazu dient, die eigene Motivation, biografische Prägungen und persönliche Haltung als Supervisor bewusst zu machen. Dies fördert die Fähigkeit zur Introspektion, empathischen Distanz und ethischen Urteilsbildung – unverzichtbare Voraussetzungen für gelingende Supervision.
Weiterführende Themen wie Konflikte, Umbrüche und Krisen sowie der Abschied in der Supervision werden ebenso behandelt wie die kontinuierliche Kompetenzentwicklung bis hin zur Abschlussprüfung.
Unsere Praxisqualität, das Klassenkonzept und die Syst-Cert-Zertifizierung garantieren eine fundierte, anerkannte und zukunftsorientierte Ausbildung.
Die Ausbildung richtet sich an systemisch Interessierte, Fach‑ und Führungskräfte aus Sozialwirtschaft/Wirtschaft, Bildung und Gesundheit, Psychotherapeuten sowie beratende Berufe – und für Beratungserfahrene, die ihr Profil supervisorisch schärfen möchten
Was den wispo Ansatz besonders macht:
Wir möchten vor allem Interessierte mit folgenden Basisqualifikationen aus psycho-sozialen Berufen ansprechen: Ärzte, Psychologen, Diplompädagogen, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Diplom-Pflegepädagogen/-wirte, Theologen und andere Berufe, in denen die Systemische Supvervision sinnvoll angewendet und Entwicklungs- und Reflexionsprozesse eingeleitet werden können.
In der Ausbildung werden folgende Themen in Theorie- und Methodikseminaren & beruflichen Reflexionssseminaren vermittelt:
Zusätzlich belegen Sie in der freien Seminar-Spitze Wahlpflicht-Seminare zur weiteren Spezialisierung.
Hier können Sie Themen aus unserem Seminarangebot auswählen, die für Sie in ihrem Arbeitskontext besonders interessant sind.
In der Supervisionsarbeit lernen Sie anhand der Fallarbeit der Kursteilnehmenden ihre Theorie- und Methodenkompetenz in konkreten Therapie- und Beratungsprozessen gezielt anzuwenden.
In Intervisionseinheiten (Peergruppenarbeit) vertiefen Sie mit Ihren Kursteilnehmenden die vermittelten Inhalte und üben selbstständig Methoden ein.
Unsere Lehr-Videos mit spannenden Vorträgen und Workshops vermitteln Ihnen authentisch Kompetenzen systemischer (Vor-)denker sowie bedeutenden Persönlichkeiten aus dem Kontext der lebens- und arbeitsweltlichen Beratung.
1.1 Akademischer Abschluss
oder
1.2 Abgeschlossene Berufsausbildung im psycho-sozialen, pädagogischen oder heilenden Bereich
oder
1.3 Abgeschlossene Berufsausbildung in einem beliebigen Bereich plus abgeschlossene Aufstiegsfortbildung, z.B. Meisterprüfung, IHK-Fortbildungen
oder
1.4 Abgeschlossene Berufsausbildung in einem beliebigen Bereich und mind. 3 Jahre Berufserfahrung im Kontext psychosozialer Beratung
2. Möglichkeit zur Umsetzung Systemischer Supervision während der Ausbildung
*) Hochschulabschlüsse sind Bachelor-, Master- und Staatsexamensabschlüsse aller Universitäten, Fachhochschulen und dualer Hochschulen.
Die Zulassungsvoraussetzungen gelten auch für den zusätzlichen Erwerb des SystCert Zertifikats als Systemiker oder Systemikerin.
Ein Abschlusszertifikat „Systemische Supervision (wispo)“ kann nach mind. 2 Jahren und insgesamt 570 Unterrichtseinheiten erworben werden; Voraussetzung ist:
Option auf das SystCert-Zertifikat
Die Absolventen können zusätzlich eine Anerkennung als Systemiker / Systemikerin (SystCert) erhalten.
Als Spezialisierung wird das Fachgebiet ‚Systemische Supervision‘ eingetragen.
Die Prüfung der Fallberichte, des Reflexionsberichts und das Ausstellen der SystCert-Bescheinigung sind bereits in den Ausbildungsgebühren enthalten. Ebenso enthalten sind die Zertifikatsgebühren für die Erlangung des Systemiker-Zertifikats mit Vertiefungsgebiet 'Systemische Supervision' (SystCert).
Die Kosten für die Ausbildung „Systemische Supervision“ betragen insgesamt 9.954,00 €.
Es fallen keine obligatorischen Übernachtungskosten an.
Sie benötigen nicht den gesamten Leistungsumfang? Sprechen Sie uns gern an – wir finden eine passende Variante.
Die Zahlung erfolgt in monatlichen Raten, bei Sofortzahlung profitieren Sie zusätzlich von einem Preisvorteil.
Diese Ausbildung ist mit Bildungsgutschein bis zu 100% förderfähig.
Supervision ist eine arbeits- und berufsbezogene Beratung zur Reflexion des professionellen Handelns. Sie richtet sich an Einzelne, Teams und Organisationen und trägt zur Qualitätssicherung und Organisationsentwicklung bei.
Systemische Supervision ist die Reflexion professionellen Agierens vorwiegend in psycho-sozialen Einrichtungen. Sie basiert auf Systemischem Denken und Handeln und soll unter Berücksichtigung von Zusammenhängen und Wechselwirkungen Fach- und Führungskräfte in ihrer Professionalität stärken. Ziel ist die Erweiterung von Denk‑ und Handlungsmöglichkeiten; sie arbeitet auftragsbezogen und prozessorientiert. Das Programm betont zusätzlich Mehrperspektivität, Allparteilichkeit und Transparenz des Vorgehens.
Man unterscheidet zwischen fachlicher Fallsupervision und prozessorientierter Teamsupervision. Fallsupervision unterstützt über Reflexion die fachliche Qualität der Arbeit, die Teamsupervision gibt Unterstützung für kollegiale Regelbildlungen des Teams zur besseren Erfüllung der Aufgabe der Institution.
Typisch sind z. B. Rollen‑ und Schnittstellenklärung, Team‑ und Führungsthemen, Konflikte, Qualitäts‑ und Fallreflexion oder die Begleitung von Veränderungen – kurz: komplexe berufliche Situationen, in denen Reflexion Wirkung entfaltet.
Zunächst werden Auftrag, Ziele und Rahmen geklärt. Dann folgt die Arbeit an Fällen/Anliegen (z. B. mit systemischen Fragen, Perspektivwechseln, Hypothesen, Visualisierungen), gefolgt von Transfer‑ und Vereinbarungen. Meistens bestimmt der Supervisand bzw. das zu supervidierende Team die Themen der Supervision.
Eine Einzelsupervision dauert in der Regel 1 Stunde, eine Teamsupervision 3 Stunden. Ziel ist die Sicherung fachlicher Beratungsqualität oder / und eine gute Arbeitsqualität im Team. Supervision ist ein strukturiertes Reflexionsverfahren, kein loses „Plaudern“.
Coaching ist eher anlassbezogen (6-10 Sitzungen) und verlangt vom Coach keine besonderen fachlichen Kenntnisse des Coaches. Supervision ist eher ein andauernder Regelprozess der fachlichen und prozesshaften Begleitung vorwiegend von psycho-sozialen Einrichtungen, die auch eine fachliche Kompetenz des Supervisors im Arbeitsbereich der Institution erfordert.
Man unterscheidet je nach Schwerpunkt zwischen Fallsupervision, Teamsupervision und Lehrsupervision während fachlicher Ausbildungen.
Einzelsupervision, Gruppen‑ und Teamsupervision sowie Leitungs‑ und Lehrsupervision sind etabliert. Das Programm arbeitet explizit mit diesen Formaten und legt Schwerpunkte auf Team‑ und Organisationsbezug.
Geeignet ist sie für erfahrene Berater, Fach‑ und Führungskräfte mit reflektierter Haltung, systemischem Interesse und Zugang zu berufsbezogenen Beratungssettings. Das Programm verlangt u. a. Hochschulabschluss oder einschlägige Berufsausbildung/Erfahrung sowie die Möglichkeit, systemische Supervision während der Ausbildung umzusetzen.
Die Weiterbildung läuft berufsbegleitend über mindestens 2 Jahre. Gesamtumfang: 870 UE (inkl. 70 UE Praxis). Das Abschlusszertifikat „Systemische Supervision (wispo)“ ist nach mind. 2 Jahren und 570 UE plus u. a. zwei Fallberichte, ein Reflexionsbericht, 70 dokumentierte Supervisions‑UE und Kolloquium möglich.
Neben dem wispo‑Zertifikat kann die SystCert‑Zertifizierung „Systemiker mit Spezialisierung Systemische Supervision“ erworben werden; SystCert orientiert sich an DIN EN ISO/IEC 17024 (Personenzertifizierung auf Expertenniveau).
Ja. WEB‑Kurse laufen überwiegend online in wöchentlichen 4‑Stunden‑Blöcken, ergänzt um drei Präsenzphasen (u. a. Selbsterfahrung/Abschluss). Als digitales Tool ist z. B. das Online‑Systembrett vorgesehen.
Praxisüblich sind Ziel‑/Wirkungslogiken (z. B. vor‑/nach‑Erhebungen zu Zielerreichung, Konfliktniveau, Rollenklärung), Feedback‑Schleifen und Indikatoren auf Team‑/Organisationsebene. Die Forschung zeigt positive, aber heterogene Evidenz – u. a. zu Kompetenz‑, Zufriedenheits‑ und Qualitätsgewinnen; die Studienlandschaft ist vielfältig, Methodik teils uneinheitlich.
Supervision ist fachlich fundiert, praxisorientiert und ethisch gebunden; SystCert definiert Standards (DIN EN ISO/IEC 17024 und Zertifizierungsrichtlinien.
Supervision fördert und sichert fachliche Beratungsqualität der Mitarbeitenden, was besonders im Hinblick auf die Geschäfts-Risiken (Arbeit im Bereich Familienhilfe, Kindeswohl, etc.) besondere Relevanz hat. Supervision kann ebenfalls sinnvoll sein, wenn sich das Arbeitsteam über Regeln der Zusammenarbeit uneins ist und die Professionalität des Trams darunter leidet.