Wir vermitteln Ihnen bei vorhandener Systemischer Grundqualifizierung (ca. 200 UE) in unserer 1-jährigen Aufbauausbildung die umfassenden Kenntnisse und Kompetenzen, die Sie benötigen, um in allen Supervisionskontexten erfolgreich arbeiten zu können.
Als einziges Institut in Deutschland können wir diese Qualifizierung mit Zertifizierung als SYSTEMIKER / SYSTEMIKERIN (SystCert) bis 100% FÖRDERUNG für Beschäftigte anbieten.
Das Systemische Zentrum der wispo AG bietet eine 1-ährige berufsbegleitende Ausbildung an, die mit dem Zertifikat „Systemischer Supervisor / Systemische Supervisorin (wispo)" abschließt.
Die Ausbildung wendet sich an Personen mit einer curricularen systemischen Vorqualifizierung mit einem Umfang von mindestens 200 UE.
Systemische Supervision regt Prozesse von professioneller Selbstreflexion an und kann gleichsam mehr als das: Sie ist ein Raum, in dem berufliches Handeln neu betrachtet, Beziehungsmuster sichtbar und Entwicklung möglich wird. So kann sie vor allem anregen, professionelle Handlungsfähigkeit zu erhalten und zu fördern.
Systemische Supervision hat sich somit als hochwirksamer Ansatz zur professionellen Reflexion und Qualitätssicherung in Beratungs-, Therapie- und Organisationskontexten etabliert.
Systemische Supervision richtet den Blick konsequent auf Beziehungen, Kontexte und Muster statt auf einzelne „Problemträger“. Sie arbeitet mehrperspektivisch, bezieht Team, Auftraggeber, Regeln und Kultur ein und fragt nach der Funktion von Verhalten im jeweiligen System: „Wozu ist das nützlich?“ statt „Wer ist schuld?“.
Systemische Supervisoren und Supervisorinnen bleiben dabei allparteilich, machen Vorgehen und Annahmen transparent und reflektieren die eigene Wirkung mit. Sie agieren als Beobachter 2. Ordnung. Die Ressourcen- und Lösungsorientierung stehen vor der Defizitsuche.
Der Nutzen systemischer Supervision zeigt sich pragmatisch: Rollen, Verantwortungen und Schnittstellen werden schneller geklärt, Entscheidungen gewinnen durch Perspektivenvielfalt an Qualität, und Konfliktkosten sinken, weil Eskalationen, E-Mail-Schlachten und endlose Meetings abnehmen. Teams erleben mehr Autonomie und realistischere Erwartungen, was Motivation stärkt und Burnout-Risiken reduziert.
Gleichzeitig entsteht eine Lernkultur, in der Fehler Informationsquelle statt Munition sind. Die Organisation profitiert nachhaltig, weil nicht nur Symptome gedämpft, sondern Kontextbedingungen verändert werden – wodurch Ergebnisse stabiler werden
Im Ausbildungsjahr stehen spezialisierte Anwendungsfelder im Fokus: die Arbeit mit Organisationen und Teams als Teilsystemen, die Gestaltung von Gruppen- und Teamsupervision, Einzelsupervision sowie Leitungs- und Lehrsupervision. Sie lernen, mit Konflikten und Krisen professionell umzugehen, Übergänge und Abschiede zu gestalten und die Dynamiken innerhalb komplexer Systeme bewusst zu steuern. Ergänzend dazu werden methodengestützte Prozesssteuerungen eingeübt und systemische Diagnostik vertieft.
Diese Ausbildung ist eine SystCert-Kernausbildung, mit der Absolventen plus weiteren Leistungen zusätzlich ein Zertifikat als Systemiker oder Systemikerin mit Spezialisierung für das Fachgebiet ‚Systemische Supervision ‘ erhalten können.
Alle näheren Informationen finden Sie weiter unten oder können Sie in unserem ausführlichen Programm herunterladen.
Supervision ist eine arbeits- und berufsbezogene Beratung zur Reflexion des professionellen Handelns. Sie richtet sich an Einzelne, Teams und Organisationen und trägt zur Qualitätssicherung und Organisationsentwicklung bei.
Systemische Supervision ist die Reflexion professionellen Agierens vorwiegend in psycho-sozialen Einrichtungen. Sie basiert auf Systemischem Denken und Handeln und soll unter Berücksichtigung von Zusammenhängen und Wechselwirkungen Fach- und Führungskräfte in ihrer Professionalität stärken. Ziel ist die Erweiterung von Denk‑ und Handlungsmöglichkeiten; sie arbeitet auftragsbezogen und prozessorientiert. Das Programm betont zusätzlich Mehrperspektivität, Allparteilichkeit und Transparenz des Vorgehens.
Man unterscheidet zwischen fachlicher Fallsupervision und prozessorientierter Teamsupervision. Fallsupervision unterstützt über Reflexion die fachliche Qualität der Arbeit, die Teamsupervision gibt Unterstützung für kollegiale Regelbildlungen des Teams zur besseren Erfüllung der Aufgabe der Institution.
Typisch sind z. B. Rollen‑ und Schnittstellenklärung, Team‑ und Führungsthemen, Konflikte, Qualitäts‑ und Fallreflexion oder die Begleitung von Veränderungen – kurz: komplexe berufliche Situationen, in denen Reflexion Wirkung entfaltet.
Zunächst werden Auftrag, Ziele und Rahmen geklärt. Dann folgt die Arbeit an Fällen/Anliegen (z. B. mit systemischen Fragen, Perspektivwechseln, Hypothesen, Visualisierungen), gefolgt von Transfer‑ und Vereinbarungen. Meistens bestimmt der Supervisand bzw. das zu supervidierende Team die Themen der Supervision.
Eine Einzelsupervision dauert in der Regel 1 Stunde, eine Teamsupervision 3 Stunden. Ziel ist die Sicherung fachlicher Beratungsqualität oder / und eine gute Arbeitsqualität im Team. Supervision ist ein strukturiertes Reflexionsverfahren, kein loses „Plaudern“.
Coaching ist eher anlassbezogen (6-10 Sitzungen) und verlangt vom Coach keine besonderen fachlichen Kenntnisse des Coaches. Supervision ist eher ein andauernder Regelprozess der fachlichen und prozesshaften Begleitung vorwiegend von psycho-sozialen Einrichtungen, die auch eine fachliche Kompetenz des Supervisors im Arbeitsbereich der Institution erfordert.
Man unterscheidet je nach Schwerpunkt zwischen Fallsupervision, Teamsupervision und Lehrsupervision während fachlicher Ausbildungen.
Einzelsupervision, Gruppen‑ und Teamsupervision sowie Leitungs‑ und Lehrsupervision sind etabliert. Das Programm arbeitet explizit mit diesen Formaten und legt Schwerpunkte auf Team‑ und Organisationsbezug.
Geeignet ist sie für erfahrene Berater, Fach‑ und Führungskräfte mit reflektierter Haltung, systemischem Interesse und Zugang zu berufsbezogenen Beratungssettings. Das Programm verlangt u. a. Hochschulabschluss oder einschlägige Berufsausbildung/Erfahrung sowie die Möglichkeit, systemische Supervision während der Ausbildung umzusetzen.
Die Weiterbildung läuft berufsbegleitend über mindestens 2 Jahre. Gesamtumfang: 870 UE (inkl. 70 UE Praxis). Das Abschlusszertifikat „Systemische Supervision (wispo)“ ist nach mind. 2 Jahren und 570 UE plus u. a. zwei Fallberichte, ein Reflexionsbericht, 70 dokumentierte Supervisions‑UE und Kolloquium möglich.
Neben dem wispo‑Zertifikat kann die SystCert‑Zertifizierung „Systemiker mit Spezialisierung Systemische Supervision“ erworben werden; SystCert orientiert sich an DIN EN ISO/IEC 17024 (Personenzertifizierung auf Expertenniveau).
Ja. WEB‑Kurse laufen überwiegend online in wöchentlichen 4‑Stunden‑Blöcken, ergänzt um drei Präsenzphasen (u. a. Selbsterfahrung/Abschluss). Als digitales Tool ist z. B. das Online‑Systembrett vorgesehen.
Praxisüblich sind Ziel‑/Wirkungslogiken (z. B. vor‑/nach‑Erhebungen zu Zielerreichung, Konfliktniveau, Rollenklärung), Feedback‑Schleifen und Indikatoren auf Team‑/Organisationsebene. Die Forschung zeigt positive, aber heterogene Evidenz – u. a. zu Kompetenz‑, Zufriedenheits‑ und Qualitätsgewinnen; die Studienlandschaft ist vielfältig, Methodik teils uneinheitlich.
Supervision ist fachlich fundiert, praxisorientiert und ethisch gebunden; SystCert definiert Standards (DIN EN ISO/IEC 17024 und Zertifizierungsrichtlinien.
Supervision fördert und sichert fachliche Beratungsqualität der Mitarbeitenden, was besonders im Hinblick auf die Geschäfts-Risiken (Arbeit im Bereich Familienhilfe, Kindeswohl, etc.) besondere Relevanz hat. Supervision kann ebenfalls sinnvoll sein, wenn sich das Arbeitsteam über Regeln der Zusammenarbeit uneins ist und die Professionalität des Trams darunter leidet.