Kinder stärken – Jugendliche begleiten – Familien einbeziehen
Wir vermitteln Ihnen in unserer Kinder- und Jugendlichentherapie-Ausbildung die fachlich-methodischen Fähigkeiten, die Sie für eine wirkungsvolle Systemische Beratung im psycho-sozialen Kontext benötigen. Unsere Ausbildung ist bis zu 100% förderfähig für Angestellte und SystCert-anerkannt.
Die Beratungs-Ausbildung bieten wir als Aufbauvariante an:
Die Ausbildung in Systemischer Kinder- und Jugendlichentherapie ist keine Approbationsausbildung und steht vielen Berufsgruppen offen. Systemisch-therapeutische Kompetenz in der arbeit mit Kindern & Jugendlichen ist in vielen psycho-sozialen Kontexten unverzichtbar geworden.
1-jährig in Präsenz und Online
Für Personen mit abgeschlossener Systemischer Ausbildung, die Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie im psycho-sozialen Arbeitskontext souverän anwenden möchten.
Dies ist eine Kernausbildung für die Eintragung des Fachgebiets 'Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie' als Systemiker / Systemikerin.
Die Aufbauausbildung richtet sich an systemisch vorqualifizierte Fachkräfte, die ihre Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien vertiefen möchten. Sie eignet sich besonders für alle, die junge Menschen in Beratung, Therapie, Jugendhilfe, Schule, Klinik oder psychosozialen Kontexten begleiten und ihre Handlungssicherheit im Umgang mit Entwicklungsthemen, familiären Dynamiken und Krisen erweitern wollen.
Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) hat die Systemische Therapie als wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren eingestuft. Dies gilt sowohl für die Psychotherapie Erwachsener als auch für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen.
Damit hat sich die Systemische Therapie auch im Bereich der Kinder- und Jugendtherapie als bedeutsamer, wirksamer und lebensweltnaher Ansatz etabliert. Gerade in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Bezugssystemen zeigt sich die besondere Stärke systemischer Konzepte: Symptome werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Familie, Schule, Peers, Entwicklungsaufgaben, institutionellen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Anforderungen verstanden.
Während in der klassischen Familientherapie die Kinder in erster Linie als Teil des Familiensystems gesehen und angesprochen werden, geht es in der Systemischen Kinder- und Jugendlichentherapie um die eigenständige, aktiv gestaltende Weise, mit der Kinder und Jugendliche ihre Wahrnehmung von sich selbst und ihrer Umgebung organisieren und ihre eigene Wirklichkeit konstruieren. In der Therapie werden die Besonderheiten ihres Entwicklungsstandes, die spezifischen Charakteristika ihrer Probleme und insbesondere ihre spezifischen, altersabhängigen Kommunikationsformen und Ressourcen berücksichtigt.
Die Ausbildung wendet sich an Personen mit systemischer Vorbildung, die ihre therapeutische und beraterische Kompetenz für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Eltern, Familien und beteiligten Helfersystemen gezielt erweitern wollen.
Mit unserer Aufbau-Ausbildung erwerben Sie fundierte systemische Behandlungskompetenzen für entwicklungsbezogene, familiäre, schulische und psychosoziale Problemstellungen im Kindes- und Jugendalter. Die Ausbildung verbindet systemische Therapie mit entwicklungspsychologischen, bindungsorientierten, traumapädagogischen, neuropsychologischen und kinderschutzbezogenen Grundlagen.
Sie qualifiziert für anspruchsvolle Tätigkeiten in therapeutischen, psychosozialen, pädagogischen und institutionellen Kontexten. Dazu gehören u.a. die Arbeit mit Familien, Jugendhilfe, Schule, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Beratungsstellen, ambulanten Hilfen, stationären Einrichtungen sowie kooperierenden Helfersystemen.
Unsere Ausbildung vermittelt auf hohem Niveau genau die Kompetenzen, die Absolventen für eine fachlich sichere, altersangemessene und kontextbewusste Arbeit mit Kindern und Jugendlichen benötigen. Dafür sorgen erfahrene Lehrende, eine enge Verbindung von Theorie und Praxis, fortlaufende Supervision, Selbsterfahrung, Intervision sowie ein Curriculum, das zentrale Störungsbilder, Entwicklungsthemen und institutionelle Anforderungen systematisch aufgreift.
Die Ausbildung richtet sich an Fachkräfte, die bereits systemisch vorqualifiziert sind und ihre Kompetenz in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien gezielt vertiefen möchten. Sie ist besonders geeignet für Personen aus Beratung, Therapie, Jugendhilfe, Schule, Klinik, sozialpädagogischen und psychosozialen Arbeitsfeldern.
Die Aufbauausbildung setzt eine abgeschlossene systemische Ausbildung voraus. Sie ist keine allgemeine Basisausbildung in systemischer Beratung oder Therapie, sondern baut darauf auf. Im Mittelpunkt steht die Spezialisierung auf Kinder, Jugendliche, Eltern, Familien und beteiligte Helfersysteme.
Der Schwerpunkt liegt konsequent auf der Kinder- und Jugendlichentherapie. Behandelt werden unter anderem Entwicklungsalter, Bindung, Familie, Schule, Peers, Elternarbeit, Jugendhilfe, Krisen, Kinderschutz, Neurodivergenz und komplexe Lebenskontexte. Es geht also nicht nur um systemische Methoden, sondern um ihre fachlich passende Anwendung in der Arbeit mit jungen Menschen.
Die Ausbildung stärkt die Fähigkeit, kindliches und jugendliches Verhalten entwicklungsbezogen, systemisch und kontextsensibel zu verstehen. Teilnehmer vertiefen ihre Kompetenzen in Auftragsklärung, Systemdiagnostik, Settingentscheidung, Beziehungsgestaltung, Elternarbeit, Kooperation mit Helfersystemen, Kriseneinschätzung und therapeutischer Intervention.
Entwicklung ist ein zentrales Thema der Ausbildung. Die Teilnehmer lernen, altersbezogene Entwicklungsthemen von klinisch relevanten Mustern zu unterscheiden und therapeutisch einzuordnen. Behandelt werden unter anderem frühe Kindheit, Schulalter und Adoleszenz.
Die Ausbildung betrachtet die Entwicklungsphasen differenziert. In der frühen Kindheit geht es unter anderem um Bindung, Co-Regulation und Familienregulation. Im Schulalter stehen Leistung, Peers und Symptomkontexte im Mittelpunkt. In der Adoleszenz geht es um Identität, Autonomie, Ambivalenz und jugendspezifische Auftragsklärung.
Teilnehmer lernen, Symptome nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenspiel von Kind, Familie, Schule, Peers und weiteren Bezugssystemen zu verstehen. Dadurch entsteht ein fachlich differenzierter Blick auf Verhalten, Belastungen, Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten.
Diese Themen sind besonders in der frühen Kindheit zentral. Die Ausbildung vermittelt, wie Bindung, Co-Regulation und familiäre Muster systemisch gelesen werden können. Ziel ist es, frühe Entwicklungs- und Beziehungsmuster besser zu verstehen und therapeutisch nutzbar zu machen.
Im Curriculum wird die Wechselwirkung von Familie, Schule und Peergruppe ausdrücklich behandelt. Teilnehmer lernen, schulische Belastungen, Leistungsdruck, soziale Dynamiken und familiäre Erwartungen systemisch zu formulieren und in die therapeutische Arbeit einzubeziehen
Jugendliche befinden sich häufig in Spannungsfeldern zwischen Abgrenzung und Zugehörigkeit, Selbstständigkeit und Abhängigkeit, Orientierung und Unsicherheit. Die Ausbildung vermittelt, wie solche Entwicklungsthemen in Aufträge, therapeutische Gespräche und Interventionen übersetzt werden können.
Ein eigener Schwerpunkt liegt auf Systemdiagnostik, Auftragsklärung und Settingentscheidung. Dabei geht es um sogenannte Auftragsdreiecke zwischen Kind oder Jugendlichem, Eltern und Institutionen. Teilnehmer lernen, unterschiedliche Erwartungen zu erkennen, zu sortieren und daraus ein sinnvolles therapeutisches Vorgehen abzuleiten.
Die Ausbildung vermittelt Kriterien für passende Settingentscheidungen. Je nach Alter, Thema, Auftrag, Belastungslage und Kontext kann Einzelarbeit, Elternarbeit, Familiengespräch oder Mehrpersonensetting sinnvoll sein. Entscheidend ist nicht ein starres Schema, sondern eine fachlich begründete Wahl des Settings.
Die therapeutische Haltung ist ein zentrales Element der Ausbildung. Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen braucht es Klarheit, Beziehungskompetenz, Schutzorientierung, Ressourcenblick und die Fähigkeit, verschiedene Perspektiven auszuhalten. Die Ausbildung verbindet Haltung, Methode und Kontextverständnis.
Ein Präsenzmodul widmet sich ausdrücklich Selbsterfahrung und professioneller Identität. Dabei geht es um Herkunft, Haltung, Beziehungsangebot, persönliche Grenzen und Selbstfürsorge. Das ist wichtig, weil Kinder- und Jugendlichentherapie emotional anspruchsvoll ist und Fachkräfte ihre eigene Resonanz gut kennen sollten.
Ein eigenes Modul beschäftigt sich mit Joining und Arbeitsbündnis. Teilnehmer lernen, altersentsprechend Beziehung und Sicherheit herzustellen. Dazu gehören passende Sprache, angemessenes Tempo, transparente Zielklärung und ein Zugang, der Kinder und Jugendliche ernst nimmt, ohne sie zu überfordern.
Die Ausbildung behandelt unter anderem spielerische, bildhafte, narrative und kreative Verfahren. Diese Methoden helfen, mit Kindern und Jugendlichen auch dann therapeutisch zu arbeiten, wenn rein sprachliche Zugänge nicht ausreichen oder nicht altersgerecht wären.
Diese Verfahren werden nicht als bloße „Methodensammlung“ verstanden, sondern fachlich begründet eingesetzt. Teilnehmer lernen, symbolische und narrative Zugänge so zu nutzen, dass Kinder und Jugendliche ihre Erfahrungen, Konflikte, Ressourcen und Lösungsmöglichkeiten ausdrücken können.
Kinder und Jugendliche brauchen andere Formen der Ansprache als Erwachsene. Die Ausbildung vermittelt, wie therapeutische Gespräche altersgerecht gestaltet werden können. Dazu gehören verständliche Sprache, passende Fragen, klare Orientierung, gutes Timing und eine Zielklärung, die zum Entwicklungsstand passt.
Elternarbeit ist ein zentraler Bestandteil der Ausbildung. Eltern werden nicht als Störfaktor betrachtet, sondern als Ressource, Ko-Produzenten von Veränderung und eigene Adressaten therapeutischer Arbeit. Das ist fachlich sinnvoll – und in der Praxis oft der Unterschied zwischen netter Sitzung und wirksamer Veränderung.
Die Ausbildung vermittelt, wie Eltern aktiv einbezogen werden können, ohne die Perspektive des Kindes oder Jugendlichen zu übergehen. Es geht darum, Schutz, Autonomie, Verantwortung und Beziehung gut auszubalancieren. Gerade bei Jugendlichen ist diese Balance besonders wichtig.
Ein eigenes Modul beschäftigt sich mit Kooperation mit Schule, Jugendhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Zwangskontexten. Teilnehmer lernen, Helfersysteme zu koordinieren, ohne die eigene therapeutische Rolle zu verlieren. Das ist besonders wichtig, wenn viele Beteiligte mitreden – was in der Kinder- und Jugendhilfe praktisch der Normalzustand ist.
Die Ausbildung stärkt die Fähigkeit, Aufträge, Zuständigkeiten und Grenzen zu klären. In komplexen Helfersystemen besteht schnell die Gefahr, zwischen Erwartungen von Eltern, Jugendamt, Schule, Klinik oder Gericht zerrieben zu werden. Ziel ist es, professionell kooperationsfähig zu bleiben, ohne beliebig zu werden.
Diese Themen werden im Bereich internalisierender Problembilder behandelt. Teilnehmer lernen, Angst, Rückzug, depressive Dynamiken und Schulvermeidung systemisch und kontextsensibel zu formulieren. Dabei wird nicht nur auf das Symptom geschaut, sondern auch auf Beziehungsmuster, Belastungen, Schutzfunktionen und mögliche Ressourcen.
Ein eigenes Modul behandelt Selbstverletzung, Suizidalität und Krise. Teilnehmer lernen, Warnsignale zu erkennen, fachliche Grenzen einzuschätzen und Indikations- sowie Weiterverweisungsfragen zu klären. Hier geht es nicht um Heldentum, sondern um professionelle Verantwortung und saubere Einschätzung.
Die Ausbildung behandelt traumasensible Gesprächsführung, Bindungsbrüche und Stabilisierung. Ein wichtiger Punkt ist die Unterscheidung zwischen Stabilisierung und vertiefender Traumabearbeitung. Teilnehmer lernen, was im eigenen Setting verantwortbar ist und wann andere oder zusätzliche Hilfen notwendig sind.
Kindeswohl, Schutzauftrag, Ethik und Dokumentation sind ausdrücklich Teil des Curriculums. Teilnehmer lernen, Schutzlogik, informierte Zustimmung, Dokumentationspflicht und Schweigepflicht praktisch anzuwenden. Das ist unverzichtbar, weil Kinder- und Jugendlichentherapie immer auch Verantwortung im Schutzkontext bedeutet.
Die Ausbildung verbindet neuropsychologische und systemische Perspektiven. Bei ADHS, Aufmerksamkeitsproblemen und Emotionsregulation geht es darum, individuelle Voraussetzungen, familiäre Dynamiken, schulische Anforderungen und Beziehungsmuster zusammenzudenken. Weder „alles ist System“ noch „alles ist Diagnose“ reicht hier aus.
Ein eigenes Modul behandelt Opposition, Aggression und dissoziale Eskalationen. Im Mittelpunkt stehen Eskalationsspiralen, Machtkämpfe und Abbrüche von Ko-Regulation. Teilnehmer lernen, solche Dynamiken nicht nur zu bewerten, sondern therapeutisch zu verstehen und bearbeitbar zu machen.
Die Ausbildung nimmt komplexe Lebenslagen ausdrücklich auf. Dazu gehören Trennung, Patchwork, Pflege, Heim, Migration und Übergänge. Teilnehmer lernen, Loyalitätskonflikte, institutionelle Übergänge und Mehrfachbelastungen professionell zu begleiten und dabei die Perspektive des jungen Menschen im Blick zu behalten.
Der Praxistransfer wird durch Supervision, Intervision, Lehrvideos, eigene Praxistätigkeit mit Kindern und Jugendlichen sowie schriftliche Fall- und Entwicklungsberichte unterstützt. Dadurch bleibt die Ausbildung nicht auf der Ebene von Theorie und Methoden, sondern verbindet die Inhalte kontinuierlich mit realen Fällen und beruflicher Praxis.