2-jährige Ausbildung
Unsere zweijährige Ausbildung in Systemischer Gruppendynamik richtet sich an Fach- und Führungskräfte, Berater, Trainer, Psychotherapeuten sowie Menschen in pädagogischen, sozialen und organisationalen Kontexten, die Gruppenprozesse nicht nur verstehen, sondern bewusst gestalten wollen. Das Programm verbindet systemische Theorie, methodische Praxis und intensive Selbsterfahrung zu einem ganzheitlichen Kompetenzaufbau.
Die Ausbildung bereitet Sie darauf vor, Gruppenprozesse sicher zu moderieren, Konfliktsysteme Gruppen sind zentrale Orte organisationalen Handelns. In ihnen entstehen Entscheidungen, Loyalitäten, Konflikte, Orientierung – aber auch Blockaden, Schweigen und Abwehr. Wer Gruppen leitet oder berät, bewegt sich daher stets in einem Spannungsfeld von Beziehung, Aufgabe, Macht und Verantwortung. Diese Ausbildung richtet sich an Menschen, die Gruppen nicht nur moderieren oder begleiten, sondern in ihrer Dynamik verstehen, diagnostisch erfassen und verantwortet beeinflussen wollen.
Im Zentrum der Ausbildung steht eine gruppendynamische Haltung, die davon ausgeht, dass Gruppen keine neutralen Gefäße sind, sondern eigenständige soziale Systeme mit einer eigenen Logik. Diese Logik lässt sich weder durch Methoden noch durch gute Absichten außer Kraft setzen. Professionelles Handeln in Gruppen beginnt deshalb nicht mit Interventionen, sondern mit Wahrnehmung, Selbstdiagnose und der Fähigkeit, Spannungen auszuhalten, bevor gehandelt wird.
Ein zentrales Lernziel der Ausbildung ist die Entwicklung der Fähigkeit, Arbeitsfähigkeit von Gruppen und Organisationen herzustellen, zu erhalten oder bewusst zu riskieren. Arbeitsfähigkeit wird dabei nicht als harmonischer Zustand verstanden, sondern als dynamische Balance zwischen Offenheit
und Struktur, zwischen Zumutung und Schutz, zwischen individueller Beteiligung und kollektiver Verantwortung. Die Teilnehmenden lernen, zwischen Gruppe, Organisation und Kontext zu unterscheiden und Interventionen so zu gestalten, dass sie diese Unterscheidungen nicht verwischen, sondern klären.
Gelernt wird überwiegend erfahrungsorientiert in mehrtägigen gruppendynamischen Trainings, ergänzt durch Theorieinputs, Reflexionsformate und Supervision. Selbsterfahrung ist dabei kein Zusatz, sondern integraler Bestandteil des Lernprozesses. Eigene Gruppenbiografien, Rollenübernahmen, Macht- und Abwehrmuster werden nicht analysiert, um persönliche Defizite zu beheben, sondern um die eigene Verwicklung in soziale Dynamiken besser zu verstehen. Die Teilnehmenden lernen, sich selbst nicht als neutrale Beobachter, sondern als Teil des Systems zu begreifen, in dem sie handeln.
Die Ausbildung gliedert sich in zwei Phasen. Im ersten Teil stehen die Grundlagen gruppendynamischen Denkens, Wahrnehmung und Diagnose, sowie die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle in Gruppen im Vordergrund. Im zweiten Teil wird der Fokus erweitert auf komplexere Gruppensettings, organisationale Kontexte, Fragen von Autorität, Führung und Verantwortung sowie auf die reflektierte Entwicklung einer eigenen professionellen Haltung im Leiten und Beraten von Gruppen.
Diese Ausbildung versteht sich ausdrücklich nicht als Methodensammlung oder Werkzeugkasten. Sie verspricht keine schnellen Lösungen und keine Rezepte für „schwierige Gruppen“. Vielmehr lädt sie dazu ein, sich auf einen anspruchsvollen Lernprozess einzulassen, der die eigene Sicherheit ebenso irritieren kann wie die eigenen Gewissheiten. Wer diese Ausbildung absolviert, wird Gruppen nicht einfacher machen – aber verständlicher. Und er oder sie wird lernen, mit dieser Verständlichkeit verantwortungsvoll umzugehen.
Diese zweijährige Ausbildung richtet sich an Fach- und Führungspersonen, Berater, Trainer sowie Menschen in sozialen, pädagogischen und organisationalen Kontexten, die Gruppen nicht nur begleiten, sondern in ihrer Dynamik verstehen, aushalten und verantwortet beeinflussen wollen.
Im Zentrum steht nicht die Anwendung einzelner Methoden, sondern die Entwicklung einer gruppendynamischen Haltung, die es erlaubt, komplexe Gruppensituationen zu diagnostizieren, arbeitsfähig zu machen und Interventionen verantwortungsvoll zu setzen.
Die Ausbildung verbindet klassische Gruppendynamik (im Sinne der DGGO) mit systemischen Perspektiven. Sie orientiert sich an der Weiterbildung Leiten und Beraten von Gruppen und bereitet auf eine professionelle Tätigkeit an der Schnittstelle von Gruppe, Organisation und Führung vor. Dabei geht es weniger um die Frage, was man in Gruppen tun sollte, als darum, wann Handeln sinnvoll ist – und wann Nicht-Handeln professioneller wäre.
Gruppen sind keine neutralen Arbeitsgefäße. Sie produzieren Zugehörigkeit und Ausschluss, Macht und Ohnmacht, Orientierung und Vermeidung.
Diese Ausbildung befähigt dazu,
Gelernt wird überwiegend erfahrungsorientiert in mehrtägigen gruppendynamischen Trainings, ergänzt durch Workshops, Supervision und Theoriearbeit. Dabei ist Selbsterfahrung kein Zusatz, sondern zentrales Lernfeld:
Sondern eine intensive Auseinandersetzung mit der Frage, was es heisst, Gruppen in ihrer Dynamik ernst zu nehmen – und dennoch handlungsfähig zu bleiben.
Die Ausbildung ist SystCert-zertifiziert.
Absolventen können zusätzlich ein Zertifikat als
Systemiker mit der Spezialisierung Systemische Gruppendynamik erwerben.
Die Ausbildung orientiert sich in Struktur und Anspruch an den Rahmenrichtlinien der DGGO für Gruppendynamische Leitung und Beratung von Gruppen.
In der Ausbildung werden folgende Themen vermittelt.
In unserem separaten ausführlichen Lehr- und Zeitplan finden Sie die Lehrinhalte detailliert aufgeführt, hier im Überblick:
Zusätzlich belegen Sie in der freien Seminar-Spitze Wahlpflicht-Seminare zur weiteren Spezialisierung.
Hier können Sie Themen aus unserem Seminarangebot auswählen, die für Sie in ihrem Arbeitskontext besonders interessant sind.
In der Supervisionsarbeit lernen Sie anhand der Fallarbeit der Kursteilnehmenden ihre Theorie- und Methodenkompetenz in konkreten Gruppenleitungsprozessen gezielt anzuwenden.
In Intervisionseinheiten (Peergruppenarbeit) vertiefen Sie mit Ihren Kursteilnehmenden die vermittelten Inhalte und üben selbstständig Methoden ein.
In Intervisionen (Peergruppenarbeit) vertiefen Sie mit anderen Teilnehmenden die vermittelten Inhalte und Methoden und üben zusätzlich das professionelle Agieren im systemischen Arbeitskontext.
Unsere Online-Seminare mit spannenden Vorträgen und Workshops vermitteln Ihnen authentisch Kompetenzen systemischer (Vor-)denker sowie bedeutenden Persönlichkeiten aus dem Kontext der lebens- und arbeitsweltlichen Beratung.
Die Ausbildung richtet sich an: Trainer, Coaches, Beratungsfachkräfte, Fachkräfte aus Pädagogik, Psychologie, Sozialarbeit, Führungskräfte, Fachkräfte aus Personalentwicklung & Organisationsberatung, Berater und Therapeuten, die sich gruppendynamische Kompetenzen aneignen möchten
1.1 Akademischer Abschluss oder
1.2 Abgeschlossene Berufsausbildung im psycho-sozialen, pädagogischen oder heilenden Bereich oder
1.3 Abgeschlossene Berufsausbildung in einem beliebigen Bereich plus abgeschlossene Aufstiegsfortbildung, z.B. Meisterprüfung, IHK-Fortbildungen oder
1.4 Abgeschlossene Berufsausbildung in einem beliebigen Bereich und mind. 3 Jahre Berufserfahrung im Kontext psychosozialer Beratung
2. Möglichkeit zur Umsetzung Systemischer Gruppendynamischer Leitung während der Ausbildung (bis 2 Jahre nach Ende der Ausbildung)
*) Hochschulabschlüsse sind Bachelor-, Master- und Staatsexamensabschlüsse aller Universitäten, Fachhochschulen und dualer Hochschulen.
Die Zulassungsvoraussetzungen gelten auch für den zusätzlichen Erwerb des SystCert Zertifikats als Systemiker oder Systemikerin.
Über die Teilnahme von Bewerbern, die die vorgenannten Kriterien nicht erfüllen,. aber über adäquate Eignung verfügen, wird in einem Aufnahmegespräch entschieden. Das Institut behält sich vor, auch solche Bewerber anzunehmen, weist jedoch bereits bei der Zulassung darauf hin, dass evtl. kein SystCert-Zertifikat erlangt werden kann.
Ein Abschlusszertifikat „Systemische Gruppendynamik (wispo)“ kann nach mind. 2 Jahren und insgesamt 630 Unterrichtseinheiten erworben werden.
Voraussetzung ist:
Der Abschluss des Ausbildungsganges erfolgt durch ein Abschlusskolloquium.
Option auf das SystCert-Zertifikat
Nach Abschluss der Ausbildung können die Teilnehmenden zusätzlich eine Anerkennung als Systemiker / Systemikerin (SystCert) erhalten.
Als Spezialisierung wird das Fachgebiet ‚Systemische Gruppendynamik‘ eingetragen.
Die Prüfung der Fallberichte, des Reflexionsberichts, das Ausstellen der SystCert-Bescheinigung und die Gebühr der Zertifizierungsstelle sind bereits in den Ausbildungsgebühren enthalten.
Die Kosten für die Ausbildung „Systemische Gruppendynamik“ betragen insgesamt 11.461,47 €.
Es fallen keine obligatorischen Übernachtungskosten an.
Sie benötigen nicht den gesamten Leistungsumfang? Sprechen Sie uns gern an – wir finden eine passende Variante.
Die Zahlung erfolgt in monatlichen Raten, bei Sofortzahlung profitieren Sie zusätzlich von einem Preisvorteil.
Diese Ausbildung ist mit Bildungsgutschein bis zu 100% förderfähig.
Systemische Gruppendynamik verbindet die Lehre sozialer Gruppenvorgänge mit systemischem Denken: im Fokus stehen Wechselwirkungen, Muster und Kontexte – nicht Einzelpersonen isoliert. Systemisches Arbeiten betont Zirkularität, Kontextsensibilität und Mehrperspektivität.
Klassische Gruppendynamik beschreibt Prozesse in Gruppen (Einfluss, Rollen, Normen). Die systemische Variante ergänzt Prinzipien wie Allparteilichkeit (Haltung, die alle Beteiligten ernst nimmt), Hypothesenarbeit und die konsequente Betrachtung des Systems statt „Ursachensuche“ bei Einzelnen.
Teilnehmer bauen Wahrnehmung für Muster aus, werden in turbulenten Situationen handlungssicherer, können Konfliktsysteme professionell bearbeiten und eine reflektierte Leitungsidentität entwickeln. Genau diese Entwicklungsziele sind Kern des Curriculums.
Für Teamführung, Change-Prozesse, Konfliktklärung und Formate mit vielen Stakeholdern – einschließlich Großgruppenarbeit (z. B. World Café). So lassen sich Energie für Veränderung und tragfähige Vereinbarungen mobilisieren.
Für Trainer, Coaches, Berater, Führungskräfte, Fachkräfte aus Pädagogik/Psychologie/Sozialarbeit sowie Personen in Personal- und Organisationsentwicklung – kurz: alle, die Gruppenprozesse lesen und gestalten müssen.
Von systemischer Haltung über Auftragsklärung, zirkuläres Fragen und soziometrische Verfahren bis zu Konfliktsystemik, Großgruppenmoderation, Ethik/Macht und Wirksamkeitsdesign – plus intensive Selbsterfahrung und Supervision.
Akademischer Abschluss oder passende Berufsausbildung/-erfahrung im (psycho-)sozialen oder pädagogischen Feld – sowie die Möglichkeit, während der Ausbildung echte Gruppenleitungen umzusetzen. Einzelfallentscheidungen sind möglich.
Zwei Jahre. Insgesamt 870 Unterrichtseinheiten (davon 70 UE Praxis), mit Blockseminaren (Präsenz oder überwiegend online), Supervision, Intervision, Wahlseminaren und Lehr-Videothek – eng verzahnt von Theorie, Methode und Praxis.
Unter anderem: Hypothesenarbeit, zirkuläre Fragen, Skulptur, Tetralemma, Timeline, Reflecting Team, Live- und Video-Supervision; später Strukturaufstellungen, Reframing, Großgruppenformate. Alles hypothesenbasiert statt „Methodenzirkus“.
Der Leiter wahrt eine Haltung, die Anliegen aller Seiten ernst nimmt und Verständigung ermöglicht – keine „Neutrum-Haltung“, sondern ein aktives Sich-Einlassen auf alle Perspektiven, ohne sich vereinnahmen zu lassen.
Durch engmaschige Supervision (live und per Video), Design- und Mikroanalyse, Praxisprojekte und kollegiale Intervision. Das Ziel: belastbare Interventionen, klare Mandatsführung und reflektierte Professionalität.
Verpflichtend sind 70 UE dokumentierte Gruppenleitungen unter begleitender Supervision; hinzu kommen Fallberichte, ein Reflexionsbericht und Abschlusskolloquium – also reichlich „echte Luft unter den Flügeln“.
Ja. Abschluss „Systemische Gruppendynamik (wispo)“; zusätzlich kann das SystCert-Zertifikat „Systemiker“ mit Spezialisierung Systemische Gruppendynamik erworben werden – ausgerichtet an ISO/IEC 17024 (Personenzertifizierung).
Kombination aus SystCert-Anerkennung, DGSF-Akkreditierung, AZAV-Zulassung, breiter Dozentenbasis und ergänzender Mediathek/Online-Plattform – kurz: Qualität, Vielfalt, Transferstärke.