Wir vermitteln Ihnen in unserer 2-jährigen Ausbildung alle Kompetenzen für ein wirkungsvolle Systemische Aufstellungsarbeit in allen Auftragskontexten.
Als einziges Institut in Deutschland können wir diese Ausbildung mit bis zu 100 % FÖRDERUNG für Beschäftigte und Option auf das begehrte SystCert-Zertifikat 'SYSTEMIKER' / 'SYSTEMIKERIN' anbieten.
Das Systemische Zentrum der wispo AG bietet eine 2-jährige Ausbildung in „Systemischer Aufstellung (wispo)“ an.
Die Ausbildung in Systemische Aufstellung verfolgt das Ziel, den Teilnehmenden ein fundiertes Verständnis systemischer Dynamiken und deren Wirkung auf Individuen, Familien und Organisationen zu vermitteln. Neben der theoretischen Basis steht die praktische Aufstellungskompetenz im Mittelpunkt: Sie richtet sich an Menschen, die mit Beratung, Therapie, Coaching oder Führung sowohl im sozialwirtschaftlichen als auch im wirtschaftlichen Bereich betraut sind und ihre professionellen Handlungskompetenzen um ein wirkungsvolles, tiefgehendes Werkzeug erweitern möchten.
Die Ausbildung ist praxisorientiert aufgebaut. Theorieeinheiten wechseln sich mit praktischen Übungen, Aufstellungen und Reflexion ab. Selbsterfahrung ist ein zentrales Element, um die Methode nicht nur kognitiv, sondern auch auf persönlicher Ebene zu erfassen. Gruppenprozesse, Feedbackkultur und Supervision fördern den Transfer in die eigene berufliche Praxis.
Die Teilnehmenden lernen, Aufstellungen professionell vorzubereiten, anzuleiten und auszuwerten. Zugleich eröffnet die Ausbildung einen Raum für persönliche Entwicklung und Selbsterfahrung.
Systemische Aufstellungen sind eine wirkungsvolle Methode, um verborgene Strukturen und Dynamiken sichtbar zu machen. Sie ermöglichen es, komplexe Zusammenhänge auf anschauliche Weise zu erfassen und Lösungsansätze zu entwickeln.
Zentral für die Ausbildung sind die Grundhaltungen der systemischen Arbeit: Wertschätzung, Ressourcenorientierung, Neutralität und die Anerkennung der Ordnungen in Systemen.
Mit der Aufstellungsarbeit, - sowohl mit Menschen als auch mit Stellfiguren - ist es möglich, jenseits sprachlicher Kommunikation hilfreiche Prozesse auszulösen, in denen ‚sprachbasierte‘ Begleitung von Menschen an ihre Grenzen kommt.
In dieser Intensiv-Ausbildung vermitteln wir verschiedene Aufstellungsansätze sowie deren Anwendung und professionelle Prozessteuerung. Wir beziehen dabei folgende Aufstellungsströmungen mit ihren Begründern ein: Hierzu gehören Jacob Moreno, der den psychodramatischen Ansatz maßgebend prägte, Virginia Satir, die das Skulpturieren und das szenische Rekonstruieren von Familiensituationen hervorgebracht hat und auch Bert Hellinger, dem Begründer der reinen Aufstellungsarbeiten, mittels Repräsentanten.
Das Verständnis des historischen Kontextes ermöglicht den spielerischen Wechsel zwischen den einzelnen Vorgehensweisen und somit gelingt mehr Tiefe in der Prozessgestaltung. Bezug nehmen wir auch auf Helm Stierlin, der sich intensiv mit Delegationen in familiären Strukturen beschäftigte.
Wir vertiefen ebenfalls die Anwendung im Organisationskontext und zeigen wie die Aufstellungsarbeit für Aufträge zur Reflexion von Teamstrukturen, Führungsfragen, Entscheidungsprozessen gelingen kann. Auch das Sichtbarmachen verdeckter Dynamiken zwischen Abteilungen und Rollen wird vermittelt.
Alle näheren Informationen finden Sie weiter unten oder können Sie in unserem ausführlichen Programm herunterladen.
Eine Aufstellung ist eine szenische Methode: Elemente eines Systems (z. B. Familienmitglieder, Teamrollen, innere Anteile) werden durch Personen oder Figuren räumlich positioniert. So werden Beziehungsmuster, Spannungen und Ressourcen sichtbar. Historisch speist sich die Methode aus Psychodrama (J. L. Moreno) und „Family Sculpting“ (Virginia Satir); später prägte Bert Hellinger populäre Formate. Zudem: Psychodrama beschreibt das szenische Durcharbeiten realer Konflikte, „Sculpting“ wird in Paar‑ und Familientherapie als Visualisierungstechnik genutzt.
Typische Felder sind Beziehungs‑ und Familienfragen, Entscheidungs‑ und Rollenklärung, Team‑ und Organisationsfragen sowie innere Konflikte. Ziel ist, Komplexität handhabbar zu machen und tragfähige Lösungsbilder zu entwickeln.
Kurzfassung: Anliegen klären → Elemente des Systems wählen → Personen/Objekte im Raum oder am Systembrett positionieren → Wahrnehmungen sammeln → Interventionen und Re‑Positionierungen erproben → Schlussbild und Transfer ableiten. Der Prozess bleibt phänomenologisch (erfahrungs‑ und wahrnehmungsorientiert).
Sinnvoll ist das Arbeiten besonders im „phänomenologischen Raum“, wenn Sprache und klassische Auftragsklärung nicht mehr tragen; Positionen (zugewandt, abgewandt, konfrontativ) liefern Hypothesen über Dynamiken.
Familien‑, Team‑ und Organisationsaufstellungen, Struktur‑ und Entscheidungsaufstellungen, Arbeit mit inneren Anteilen („Leerer Stuhl“), Mehrparteien‑Konfliktformate sowie Online‑Aufstellungen mit Systembrett.
Für Menschen, die systemische Muster (Familie, Partnerschaft, Team, Organisationen) sehen statt nur besprechen wollen – und bereit sind, Ergebnisse in den Alltag zu übertragen.
Für Coaches/Berater, Pädagogen, Psychologen/Sozialarbeiter sowie Führungskräfte/PE‑Profis. Erwartet werden Selbstreflexion, Unerschrockenheit, Lernlust und die Fähigkeit, sichere Prozesse zu halten.
Für komplexe, verstrickte Lagen: Teamkonflikte, Rollenunklarheit, Nachfolgethemen, Entscheidungsdilemmata, „blinde Flecken“. Aufstellungen machen verdeckte Ordnungen/Dynamiken sichtbar – gerade jenseits reiner Spracharbeit.
Nein. Aufstellungen gibt es in Gruppen (mit Stellvertretern) und in der Einzelarbeit (mit Bodenankern, Figuren oder Systembrett – auch online). Beide Formate können wirksam sein; entscheidend sind Anliegen, Rahmen und Leitung.
Aufstellungen liefern schnell Übersicht über Beziehungsgeflechte, fördern Perspektivwechsel, reduzieren Entscheidungsblockaden, markieren nächste Schritte und machen Wirkzusammenhänge erlebbar – nicht nur erklärbar.
Arbeitshypothese: Verkörperte Wahrnehmung (Embodiment), räumliche Metaphern und fokussierte Aufmerksamkeit verdichten Informationen; das ermöglicht neue Hypothesen, emotionale Entlastung und Handlungsoptionen. In der Praxis zeigt sich Wirkung häufig, wenn bisher Sprachliches nicht reichte – der phänomenologische Raum öffnet andere Zugänge.
Gemeint sind Grundprinzipien, die Zugehörigkeit, Rollen, Rang und Ausgleich strukturieren. Werden sie verletzt, zeigen sich oft Spannungen; Aufstellungen helfen, solche Ordnungsverstöße sichtbar zu machen und stimmigere Konstellationen zu erproben.
Wenn Analysen festfahren, Kommunikation zirkulär wird, diffuse Spannungen bestehen oder viele Beteiligte/Generationen verwoben sind. Dann schafft die räumliche Ebene oft überraschende Klarheit und handhabbare nächste Schritte.
Aufstellungen sind kein Ersatz für medizinische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung und keine Vergangenheits‑„Reinszenierung“ um ihrer selbst willen. Sie benötigen einen klaren Auftrag, eine fachkundige, wertschätzend‑neutrale Leitung und respektieren Grenzen der Beteiligten.
Realistisch sind: neue Sichtweisen, emotionale Entlastung, geklärte Entscheidungen, veränderte Interaktionen und konkrete Umsetzungs‑Schritte. Keine seriöse Aufstellung verspricht „Wunderheilung“; Transfer in den Alltag ist entscheidend und braucht Nacharbeit.
Nachhaltigkeit hängt vom Anliegen, vom Nachhalten der nächsten Schritte und vom Kontext (Familie, Organisation) ab. Häufig zeigen sich Veränderungen in Beziehungsgesten, Entscheidungsverhalten und Kooperationsmustern – manchmal unmittelbar, manchmal zeitversetzt.
Die Praxis ist breit etabliert; die Forschungslage ist heterogen und je nach Setting unterschiedlich belastbar. Seriöse Anwendung arbeitet transparent mit Hypothesen, achtet auf Ethik, dokumentiert Prozesse und koppelt Ergebnisse an überprüfbare Handlungen.
Historisch speist sie sich aus mehreren Quellen: Psychodrama (Moreno), Skulptur‑ und Familienarbeit (Satir), Familien‑/Systemansätze (Stierlin) und Repräsentanten‑Aufstellungen (Hellinger). Moderne Praxis verbindet diese Linien situationsangemessen.
Wertschätzung, Ressourcenorientierung und professionelle Neutralität des Leiters, verbunden mit sauberer Auftragsklärung und Schutz der Beteiligten. Haltung ist kein „Soft Skill“, sondern das Sicherheitsgeländer der Methode – ohne sie keine verantwortbare Wirkung.
Gute Praxis: transparente Auftragsklärung, freiwillige Teilnahme, kein Druck, nachvollziehbare Interventionen, qualifizierte Leitung, Supervision – und klare Grenzen (keine Heilsversprechen).
Zugang z. B. über Hochschulabschluss; alternativ passende Berufsausbildung (psycho‑sozial/pädagogisch/heilkundlich), oder andere Ausbildung plus Aufstiegsfortbildung, oder mind. 3 Jahre Beratungserfahrung im psychosozialen Kontext.
Insgesamt 870 Unterrichtseinheiten (inkl. 70 UE Praxis), Theorie/Methodik, Selbsterfahrung, Supervision, Intervision, Wahlseminare (40 UE); Präsenz (meist 2 Ganztage/Monat) oder Web‑Kurs (wöchentlich 4‑Stunden‑Blöcke). Zugriff auf Lehr‑Videos/Podcasts; Online‑Systembrett (Nutzungsgebühr bereits inkludiert).
Professionelles Vorbereiten/Leiten/Auswerten von Aufstellungen, Arbeiten mit Mehrpersonensystemen, Konflikt‑ und Entscheidungsformate, Organisationsdynamiken, Online‑Aufstellungen; Themencluster 1–13 strukturieren den Lernpfad. Die historischen Wurzeln (Moreno/Satir/Stierlin) schärfen das methodische Repertoire.
Nach mind. 2 Jahren und 570 UE: Abschlusszertifikat „Systemischer Aufsteller (wispo)“ (Fallberichte, Reflexionsbericht, 70 UE dokumentierte Praxis, Abschlusskolloquium). Zusätzlich kann das SystCert‑Zertifikat „Systemiker (Spezialisierung Systemische Aufstellung)“ erworben werden. SystCert orientiert sich an ISO/IEC 17024 (Personenzertifizierung, Expertenniveau). ISO/IEC 17024 beschreibt die Anforderungen an Stellen, die Personen zertifizieren (Unabhängigkeit, Verfahren, Rezertifizierung.
Gesamtkosten der Ausbildung „Systemische Aufstellung Komplett (wispo)“: 7.328 €. Dank AZAV‑Zulassung sind Förderungen nach Qualifizierungschancengesetz möglich (z. B. bis 100 % bei kleinen Unternehmen; weitere Modelle für größere Arbeitgeber, teils mit Arbeitsentgeltzuschuss). Details und Beispiele stehen im Programm.
Aufstellungen sind im Beratungssetting ein hypothesengenerierendes und alignierendes Format: Sie machen Beziehungs‑ und Wirkzusammenhänge sichtbar, verdichten Informationen und beschleunigen Verständigung – besonders bei komplexen Entscheidungen, Konflikten und Schnittstellenfragen. Der Einsatz in Organisationen ist verbreitet, die wissenschaftliche Evidenz ist noch begrenzt, verweist aber auf potenzielle Wirksamkeit für organisationale Outcomes.
Drei typische Slots:
In der Fachliteratur werden Aufstellungen als Intervention in OE/Change mit Fokus auf Entscheidungs‑ und Teamdynamiken eingeordnet.
„Wir nutzen eine szenische Simulation, um Systemdynamiken und versteckte Interdependenzen rasch sichtbar zu machen. Die Bilder sind Arbeitshypothesen, die wir anschließend mit Daten und Experimenten prüfen.“ Diese Rahmung entspricht der wissenschaftlichen Einordnung als organisationsbezogene Methode mit wachsender Forschung.
Wenn psychologische Sicherheit fehlt (Zwangsteilnahme, politisierte Machtspiele), kann ein offenes, szenisches Format Schaden anrichten: Menschen sprechen dann nicht ehrlich – oder sie reden, bereuen es später und das Vertrauen bricht. Erst Sicherheit, dann Methode.
Ja – mit digitalen Systembrettern und kollaborativen Whiteboards lassen sich Einzel‑ und Teamaufstellungen online durchführen (inkl. Speichern, Dokumentation, Perspektivwechsel). Wichtig sind klare Rollen, Moderationsregeln und ein verbindlicher Debrief.