Aufmerksamkeit lenken – verborgene Kompetenzen entfalten - Ressourcen aktivieren
Die Ausbildung befähigt Sie, mit präziser, ressourcenaktivierender Kommunikation innere Prozesse und äußere Kontexte wirksam zu verbinden und dadurch nachhaltige Veränderungen bei Menschen, Teams und Organisationen anzustoßen. Unsere Ausbildung ist bis zu 100% förderfähig für Angestellte und SystCert-anerkannt.
Die Beratungs-Ausbildung bieten wir als Aufbauvariante an:
Die Ausbildung ist besonders sinnvoll für Systemiker, die hypnosystemische Methoden von der Lebensberatung über Coaching und Führung bis zur Team- und Organisationsentwicklung einsetzen möchten.
1-jährig in Präsenz und Online
Für Personen mit abgeschlossener Systemischer Ausbildung, die hypno-systemische Beratungsansätze in unterschiedlichen Arbeitskontexten souverän anwenden möchten.
Dies ist eine Kernausbildung für die Eintragung des Fachgebiets 'Hypno-Systemische Beratung' als Systemiker / Systemikerin.
Der besondere Nutzen liegt in einer präzisen, ressourcenaktivierenden Kommunikationsweise, die Aufmerksamkeit gezielt lenkt, innere Erlebnisprozesse mit äußeren Kontexten verbindet und dadurch neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet.
Der wispo-Ansatz verbindet die systemische Betrachtung äußerer Kontexte mit einem differenzierten Verständnis innerer Erlebnisprozesse. Menschen werden weder isoliert von ihren Beziehungen und Lebensbedingungen noch ausschließlich über ihre Gedanken und Gefühle verstanden. In den Blick kommen vielmehr die Wechselwirkungen zwischen inneren Bildern, Emotionen, Körperreaktionen und Aufmerksamkeitsmustern einerseits sowie Beziehungen, Rollen, Kommunikation und organisationalen Strukturen andererseits.
Das Besondere ist die breite Kontextanwendung. Die vermittelten Konzepte lassen sich nicht nur in der persönlichen Lebensberatung einsetzen, sondern ebenso in Coaching, Supervision, Mediation, Führung, Teamentwicklung und Organisationsentwicklung. Dadurch lernen die Teilnehmer, hypnosystemische Prozesse auf unterschiedlichen Ebenen zu erkennen und zu gestalten: beim einzelnen Menschen, in Beziehungen, in Teams und in ganzen Organisationen.
Probleme, Blockaden und Widerstände werden dabei nicht vorschnell als Defizite bewertet. Sie werden als häufig sinnvolle, bisher jedoch nicht ausreichend hilfreiche Selbstorganisations- oder Schutzprozesse verstanden. Die Beratung würdigt deren bisherige Funktion und unterstützt zugleich dabei, bislang wenig zugängliche Ressourcen, Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten zu aktivieren.
Der wispo-Ansatz zeichnet sich besonders aus durch:
Hypnosystemische Prozessberatung wird dabei nicht als Sammlung spektakulärer Hypnosetechniken verstanden. Im Mittelpunkt steht eine transparente, respektvolle und kooperative Prozessgestaltung. Sie soll Klienten, Teams und Organisationen nicht abhängig von einem Berater machen, sondern ihre Selbststeuerung, Eigenverantwortung und Fähigkeit zur Entwicklung eigener, kontextgerechter Lösungen stärken.
Hypnosystemische Prozessberatung verbindet systemisches Denken mit Konzepten der modernen Hypnotherapie nach Milton H. Erickson. Sie betrachtet sowohl die äußeren Lebens-, Beziehungs- und Arbeitskontexte als auch innere Prozesse wie Aufmerksamkeit, Körperreaktionen, Gefühle, Erwartungen und innere Bilder. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen zugänglich zu machen und neue Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Der Ansatz verbindet die äußere Welt sozialer Systeme mit der inneren Erlebniswelt eines Menschen. Er fragt nicht nur, welche Beziehungen, Rollen oder Strukturen ein Problem beeinflussen, sondern auch, wie es durch Aufmerksamkeitsmuster, Bewertungen und unwillkürliche Reaktionen aufrechterhalten wird. Dadurch können persönliche und organisationale Prozesse gleichzeitig berücksichtigt werden
In der Regel werden keine spektakulären Hypnosetechniken eingesetzt. Hypnosystemische Beratung nutzt vielmehr die Erkenntnis, dass Menschen ihre Aufmerksamkeit im Alltag fortlaufend fokussieren und dadurch bestimmte Wirklichkeiten verstärken. Solche tranceähnlichen Prozesse werden transparent und kooperativ genutzt, um hilfreiche Erfahrungen, Kompetenzen und Lösungsmöglichkeiten wieder erreichbar zu machen.
Prozessberatung bedeutet, dass der Berater nicht vorschnell fertige Lösungen vorgibt. Er unterstützt den Klienten dabei, eigene Ziele zu klären, Zusammenhänge zu erkennen und passende Lösungen zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die Gestaltung eines Veränderungsprozesses, der die Selbststeuerung und Eigenverantwortung des Klienten stärkt.
Eine Fachberatung vermittelt vor allem Wissen, Empfehlungen oder konkrete Lösungsvorschläge. Hypnosystemische Prozessberatung setzt stärker bei der Wahrnehmung, der inneren Haltung, den Beziehungsmustern und den Entscheidungsprozessen des Klienten an. Fachliche Empfehlungen können einbezogen werden, sollen aber die eigene Lösungs- und Entscheidungskompetenz nicht ersetzen.
Als Problemtrance wird ein Zustand bezeichnet, in dem sich die Aufmerksamkeit stark auf Schwierigkeiten, Risiken, Defizite oder befürchtete Folgen verengt. Vorhandene Kompetenzen und alternative Handlungsmöglichkeiten geraten dabei aus dem Blick. Dies kann Einzelne ebenso betreffen wie Paare, Teams, Führungskräfte oder ganze Organisationen.
Eine Lösungstrance ist ein Zustand, in dem Ressourcen, hilfreiche Erfahrungen und neue Möglichkeiten stärker wahrgenommen werden. Der Begriff meint keine Schönfärberei, sondern einen erweiterten Aufmerksamkeitsfokus. Probleme bleiben sichtbar, werden aber nicht mehr als einzige denkbare Wirklichkeit erlebt.
Hypnosystemische Beratung geht davon aus, dass Menschen und soziale Systeme häufig bereits über wesentliche Lösungskompetenzen verfügen. Diese sind in belastenden Situationen jedoch nicht immer zugänglich. Die Beratung hilft, frühere Erfolgserfahrungen, Fähigkeiten, unterstützende Beziehungen und körperlich-emotionale Kompetenzzustände gezielt zu aktivieren.
Worauf Menschen ihre Aufmerksamkeit richten und wie sie eine Situation beschreiben, beeinflusst ihr Erleben und Handeln. Sprache kann Probleme verfestigen, etwa durch pauschale oder unveränderbar wirkende Beschreibungen. Sie kann aber auch Unterschiede sichtbar machen, neue Perspektiven eröffnen und Zuversicht, Klarheit und Handlungskompetenz fördern.
Innere Bilder und Metaphern verdichten komplexe Erfahrungen und sprechen häufig auch unwillkürliche Prozesse an. Ein Konflikt kann beispielsweise als „Sackgasse“, eine Veränderung als „unsicheres Gelände“ oder eine Entscheidung als „innere Zerreißprobe“ erlebt werden. Solche Bilder können weiterentwickelt werden, sodass neue Bedeutungen und Handlungsimpulse entstehen.
Entscheidungen und Veränderungen werden nicht ausschließlich rational gesteuert. Körperreaktionen und Gefühle liefern wichtige Informationen über Bedürfnisse, Befürchtungen, Grenzen und bisher wenig beachtete Erfahrungen. Hypnosystemische Prozessberatung hilft, diese Signale wahrzunehmen und für eine stimmige Selbststeuerung zu nutzen, ohne sie vorschnell als objektive Wahrheit zu behandeln.
Menschen und soziale Systeme reagieren nicht wie Maschinen, die von außen beliebig gesteuert werden können. Sie verarbeiten Anregungen nach ihrer eigenen inneren Logik. Beratung kann deshalb Veränderung nicht verordnen, aber Bedingungen schaffen, unter denen der Klient neue Zusammenhänge erkennt, hilfreiche Erfahrungen macht und eigene Lösungen entwickelt.
Sie kann dazu beitragen, Wahrnehmungs- und Handlungsspielräume zu erweitern, Ressourcen zu aktivieren und festgefahrene Muster zu lockern. Klienten können mehr Klarheit über Ziele, Bedürfnisse und Konflikte gewinnen und ihre Selbststeuerung verbessern. Welche Wirkung tatsächlich entsteht, hängt jedoch vom Anliegen, vom Kontext, von der Beratungsbeziehung und von der aktiven Mitarbeit des Klienten ab.
Ja. Besonders hilfreich ist er, wenn ein Mensch rational bereits viele Argumente kennt, sich aber dennoch blockiert oder innerlich zerrissen erlebt. Unterschiedliche Bedürfnisse, Loyalitäten und Zukunftsbilder können sichtbar und miteinander in Beziehung gebracht werden. Ziel ist nicht die vermeintlich perfekte Entscheidung, sondern eine bewusstere und tragfähigere Wahl.
Widersprüchliche Impulse werden nicht als Schwäche betrachtet. Häufig vertreten sie unterschiedliche Bedürfnisse oder Schutzinteressen. Die Beratung hilft, diese inneren Seiten wertschätzend zu verstehen und ihre positiven Absichten herauszuarbeiten. Dadurch können Lösungen entstehen, die nicht einen Teil unterdrücken, sondern unterschiedliche Anliegen möglichst gut integrieren.
Hypnosystemische Prozessberatung kann helfen, einengende Stressmuster zu erkennen, Abstand zu gewinnen und wieder Zugang zu hilfreichen Kompetenzen zu finden. Sie unterstützt bei der Klärung von Belastungsfaktoren, Prioritäten und Handlungsmöglichkeiten. Bei psychischen Erkrankungen oder akuten Krisen ersetzt sie jedoch keine notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
Konflikte werden nicht ausschließlich als persönliches Versagen einzelner Beteiligter verstanden. Betrachtet werden auch unterschiedliche Aufträge, Bedürfnisse, Rollen, Erwartungen, Machtverhältnisse und Kommunikationsmuster. Durch Perspektivwechsel, Ressourcenaktivierung und eine veränderte Gesprächsführung können festgefahrene Dynamiken gelockert und neue Vereinbarungen vorbereitet werden.
Veränderungen werden eher tragfähig, wenn sie nicht nur intellektuell verstanden, sondern auch emotional, körperlich und im konkreten Alltag erlebt werden. Deshalb verbindet der Ansatz Reflexion mit Übungen, inneren Bildern, Probehandeln und konkreten Umsetzungsschritten. Eine Wirkungsgarantie gibt es dennoch nicht; nachhaltige Veränderung benötigt häufig Wiederholung, Rückmeldung und Anpassung.
Mögliche Themen sind persönliche Neuorientierung, Beziehungskonflikte, familiäre Übergänge, Entscheidungsfragen, Rollenveränderungen, Selbstwert, Abgrenzung und der Umgang mit Belastungen. Der Ansatz eignet sich besonders, wenn ein Klient seine Situation besser verstehen und eigene, zum Lebenskontext passende Lösungen entwickeln möchte.
Im Coaching unterstützt sie Fach- und Führungskräfte bei Rollenklärung, Entscheidungen, Konflikten, beruflicher Neuorientierung und dem Umgang mit widersprüchlichen Anforderungen. Dabei werden Person, Funktion und Organisation gemeinsam betrachtet. Neben rationalen Überlegungen können auch unwillkürliche Reaktionen und bisher wenig genutzte Kompetenzen einbezogen werden.
Führungskräfte können lernen, wie Sprache, Präsenz, Erwartungen und Kontextgestaltung die Aufmerksamkeit und Kooperationsbereitschaft von Mitarbeitern beeinflussen. Der Ansatz hilft, eigene Reaktionsmuster zu reflektieren, in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben und Kommunikation so zu gestalten, dass Orientierung, Selbstverantwortung und gemeinsame Lösungsfindung wahrscheinlicher werden.
In Teams lassen sich Kommunikationsmuster, Konfliktschleifen, informelle Rollen und einengende gemeinsame Überzeugungen untersuchen. Gleichzeitig werden funktionierende Formen der Zusammenarbeit und vorhandene Kompetenzen sichtbar gemacht. Daraus können neue Formen der Abstimmung, der Verantwortungsübernahme und des gemeinsamen Lernens entstehen.
Hypnosystemische Organisationsentwicklung betrachtet das Zusammenspiel von Strukturen, Kultur, Kommunikation, Entscheidungswegen und dem Erleben der beteiligten Menschen. Veränderungswiderstände werden nicht vorschnell als mangelnde Bereitschaft bewertet, sondern auch als mögliche Schutzreaktion oder Hinweis auf übersehene Bedürfnisse verstanden. So können Veränderungsprozesse anschlussfähiger und beteiligungsorientierter gestaltet werden.
Der Ansatz kann in Lebens- und Sozialberatung, Coaching, Supervision, Mediation, Personalentwicklung, Führungskräfteentwicklung, Teamberatung und Organisationsentwicklung eingesetzt werden. Geeignet ist er unter anderem für Berater, Coaches, Pädagogen, Sozialarbeiter, Personalentwickler, Führungskräfte, Organisationsentwickler und Angehörige heilender Berufe – jeweils innerhalb ihrer fachlichen und rechtlichen Befugnisse.
Geeignet ist die Tätigkeit für Menschen, die neugierig auf innere und soziale Prozesse sind, komplexe Situationen aushalten können und nicht vorschnell einfache Lösungen vorgeben wollen. Wichtig sind Empathie, Selbstreflexion, sprachliche Sensibilität, ein verantwortungsvoller Umgang mit Einfluss sowie die Bereitschaft, die eigene Wirkung und fachliche Grenze fortlaufend zu prüfen. Die Behandlung psychischer Erkrankungen setzt in Deutschland zusätzlich eine entsprechende Heilkundeerlaubnis voraus.
Die fachliche Grundlage bilden das beigefügte Programm sowie die Darstellungen des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg zur hypnosystemischen Arbeit in Coaching, Team- und Organisationsentwicklung, der DGSF zu systemischer Beratung, systemischem Coaching und Organisationsentwicklung. Die rechtliche Abgrenzung folgt § 1 Heilpraktikergesetz.