29.05.2026 | 11-19 Uhr
Montanhof, Kattrepel 2 | 20095 Hamburg
Wir freuen uns, Sie zu unserem ersten Tag der offenen Tür an unserem Hamburger Standort einzuladen!
Entdecken Sie die Welt systemischer Beratung, Coaching, Organisationsentwicklung und Therapie – live vor Ort und ganz persönlich. Treffen Sie unsere erfahrenen Lehrenden, tauchen Sie in systemische Impulse ein und lernen Sie die Atmosphäre des Systemischen Zentrums in Hamburg kennen.
Freuen Sie sich auf ein vielfältiges Angebot – mit 90-minütigen interaktiven Workshops und ausreichend Zeit für Ihre Fragen. Sie erhalten Einblicke in unsere Ausbildungen, unsere Haltung und das Lernen bei uns. Die Anmeldung zu den einzelnen Workshops findet vorab über unsere Website statt.
Kostenlosen Workshops zu Themen rund um Systemische Beratung, Systemische Therapie, Systemisches Coaching, Systemische Organisationsentwicklung und weitere systemisch relevante Themen
Infos zu finanziellen Fördermöglichkeiten aufgrund des Qualifizierungschancengesetzes
Individuelle und unverbindliche Beratung zu verschiedenen Ausbildungsbildungsformaten
Lehrende, das Team vor Ort und aktuelle/ehemalige Kursteilnehmende kennenlernen
Vernetzung zu neuen beruflichen Kontakten – in lockerer Atmosphäre inklusive Erfrischungen und Snacks
Interessierte an unseren Ausbildungen
Absolvent*innen und Alumni
Fachkräfte und Interessierte aus psychosozialen, pädagogischen oder wirtschaftlichen Kontexten
alle, die Systemik erleben möchten
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung zu den einzelnen Workshops ist hier über unsere Website möglich und ermöglicht Ihnen eine sichere Teilnahme an der Veranstaltung.
Für das Rahmenprogramm ist keine Anmeldung notwendig.
Bleiben Sie neugierig – wir freuen uns auf Sie!
Ihr Team vom Systemischen Zentrum
11:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung
11:15 - 11:30 Uhr – mit Tobias Günther, Vorstand des Systemischen Zentrums
Kurzvortrag: „Wie Sie das Qualifizierungschancengesetz für eine Weiterbildung mit hochwertigem Abschlusszertifikat nutzen und staatliche Zuschüsse bis zu 100% erhalten können“
und „Ihre Vorteile als Systemiker und Systemikerin mit der neuen SystCert-Zertifizierung".
11:45 Start Workshop-Programm (Anmeldung erforderlich)
Erika Sander
Was hilft wirklich, was brauchen Menschen, wenn Krisen auftreten, wenn sie sich extrem belastet fühlen, Sicherheit bröckelt oder Orientierung fehlt? Stevan E. Hobfoll und sein Team haben eine Metaanalyse durchgeführt und dabei fünf Wirkprinzipien herausgearbeitet, die Menschen nach (hoch) belastenden Ereignissen wieder in Stabilität bringen – und das Spannende: sie greifen nicht nur individuell, sondern auch in Teams, Organisationen und ganzen Regionen. In diesem 1,5-stündigen Workshop lernst du die fünf Prinzipien kennen – praxisnah, alltagsnah und mit einem systemischen Blick: Was stärkt Sicherheit? Was bringt Beruhigung? Wie entsteht (Selbst- und kollektive) Wirksamkeit? Welche Rolle spielt Verbindung? Und wie nähren wir Hoffnung, wenn es unübersichtlich wird? Du gehst mit klaren Orientierungspunkten, Reflexionsimpulsen und konkreten Ideen raus – für dich selbst und für die Systeme, in denen du wirkst.
Christoph Goldstein
Wie eng dürfen Paare sein? Wie viel Verantwortung tragen wir für das Glück des anderen? Was ist mein Lebensthema – und was ist deines? Und wie gehen wir mit Konflikten um: halten wir sie aus, nutzen wir sie – oder weichen wir ihnen aus? Paarbeziehungen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Nähe und Eigenständigkeit. In diesem Workshop werfen wir einen Blick auf zentrale Dynamiken: emotionale Verbundenheit, Abhängigkeit, Selbstentwicklung und die produktive Kraft von Auseinandersetzung. Im Mittelpunkt stehen zwei therapeutische Perspektiven: David Schnarchs Differenzierungsansatz (Crucible Therapy) Differenzierung beschreibt die Fähigkeit, in Beziehung zu bleiben, ohne sich selbst zu verlieren. Konflikte werden dabei nicht als Störung verstanden, sondern als Entwicklungschance. Retzers „Kunst der Störung“ Wie können Therapeut:innen systemisch intervenieren, ohne vorschnell zu beruhigen oder zu glätten? Wie entstehen durch gezielte Irritation neue Bewegungen im System? Der Workshop bietet einen praxisnahen Einblick in Haltung, Denkmodelle und Interventionen der Paararbeit – konkret, reflektiert und lebendig.
13:15 - 14:00 Uhr
Snack & Connect mit Snacks und Erfrischungen
Möglichkeit zur individuellen Weiterbildungsberatung
Yasmin Brinkmann
Systemische Beratung und Therapie unterscheiden sich von vielen anderen Ansätzen vor allem darin, dass zentrale Zusammenhänge nicht nur besprochen, sondern erfahrbar werden. In Aufstellungen zeigt sich oft sehr unmittelbar, wie Dynamiken wirken, wo Spannungen entstehen und was sich stimmig oder unpassend anfühlt – ohne dass dafür lange Erklärungen nötig sind. Aufstellungen im Einzel- und Mehrpersonensetting eröffnen Zugänge, die über das reine Nachdenken hinausgehen. Der Körper reagiert auf Positionen, Nähe, Abstand und Bewegung. Diese Reaktionen sind nicht „Interpretation“, sondern unmittelbare Wahrnehmung. Sie können Hinweise geben, die im Gespräch allein verborgen bleiben. In diesem Workshop steht die eigene Erfahrung im Mittelpunkt. Wir erkunden Körperresonanz in Aufstellungen praktisch und ruhig, ohne Vorwissen vorauszusetzen. Der Workshop lädt dazu ein, diese Form des Arbeitens kennenzulernen und als mögliche Erweiterung der eigenen Praxis mitzunehmen.
Kaja Heitmann
Im Coaching spielt Feedback eine zentrale Rolle – für Klient*innen wie für Coaches selbst. Ein konstruktiver Umgang damit hängt stark von unseren inneren Reaktionsmustern ab. In diesem Workshop lernen Sie das Modell des idealen Feedback-Empfangskomitees nach Eberhard Stahl kennen. Sie entdecken, welche Anteile in Ihnen bei Feedback aktiv werden, reflektieren, wie diese gut zusammenarbeiten können und entwickeln Ideen, um Feedback bewusst zu nutzen. Daneben erhalten Sie Anregungen, wie Sie das Modell als Werkzeug einsetzen können, um Feedback klar, respektvoll und wirksam zu geben. So stärken Sie sowohl Ihre Selbstreflexion als auch Ihre professionelle Haltung als (angehende) systemische*r Coach.
15:15 - 15:45 Uhr
Snack & Connect mit Snacks und Erfrischungen
Möglichkeit zur individuellen Weiterbildungsberatung
Andrea Berg
Organisationen lassen sich nicht einfach steuern oder reparieren. Man kann Veränderungen beschließen, Maßnahmen planen und viel Energie investieren – und dennoch bleibt vieles erstaunlich stabil. Genau hier setzt systemische Organisationsentwicklung an. In diesem 90-minütigen Workshop erhalten Sie einen ersten, lebendigen Eindruck davon, wie systemische Organisationsentwicklung Organisationen betrachtet und Veränderung versteht. Im Mittelpunkt stehen nicht fertige Rezepte, sondern das Erkunden von Zusammenhängen, Mustern und Dynamiken, die in Organisationen wirken. Der Workshop richtet sich an alle, die neugierig sind auf neue Denkweisen rund um Organisation, Führung und Zusammenarbeit. Er ist interaktiv angelegt, lädt zum Mitdenken ein und erfordert kein Vorwissen. Sie gehen aus dem Workshop mit einem grundlegenden Verständnis davon, was „systemisch“ im organisationalen Kontext bedeutet, mit einem geschärften Blick für typische Dynamiken von Veränderung und Stabilität sowie mit neuen Denkimpulsen, die sich auf ganz unterschiedliche berufliche Kontexte übertragen lassen.
Sabine Zschüttig
Scham zeigt sich in Beratungsprozessen oft indirekt: im Ausweichen, im schnellen Zustimmen, im Verstummen oder im Wunsch, „es richtig zu machen“. Sie beeinflusst Beziehung und Selbstwahrnehmung, ohne sich klar zu erkennen zu geben und stellt Beratende nicht selten vor die Frage, wie Nähe, Schutz und professionelle Haltung gut miteinander verbunden werden können. Dieser Workshop richtet den Blick auf Scham als feines Beziehungsgeschehen im systemischen Arbeiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Scham im Kontakt wahrgenommen werden kann, welche Dynamiken sie in Interaktionen auslöst und wie Beratende selbst, oft unbemerkt, Teil dieser Prozesse werden. Ausgehend von konkreten Beratungssituationen werden schambezogene Signale, typische Verlaufsdynamiken und hilfreiche Reaktionsweisen erkundet. Kurze theoretische Impulse werden mit erfahrungsorientierten Übungen, Selbstreflexion und kollegialem Austausch verbunden. Der Fokus liegt auf einer professionellen Haltung, die schützt, würdigt und Entwicklung ermöglicht, ohne zu beschämen oder zu überfordern. Der Workshop richtet sich an Fachkräfte aus Beratung, Therapie, Supervision, Coaching, Sozialarbeit und angrenzenden Feldern. Er ist offen für Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungsständen und bietet sowohl einen gut zugänglichen Einstieg als auch vertiefende Impulse für die Weiterentwicklung der eigenen Praxis. Teilnehmende gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit schambesetzten Momenten, erweitern ihr Handlungsrepertoire und schärfen ihr Gespür dafür, wie tragfähige Arbeitsbeziehungen auch dort gestaltet werden können, wo es leise, verletzlich oder stockend wird.
Daniela Rieß
Systemische Praxen in Beratung, Therapie, Supervision und Coaching arbeiten mit Konstruktionen von Wirklichkeit, mit Beziehungen, Kontexten und Wechselwirkungen. Doch was passiert, wenn diese Konstruktionen Macht, Ungleichheit, Gewalt oder strukturelle Benachteiligung enthalten? Welche Auswirkungen haben diese Parameter auf grundständige systemische Konzepte wie Neutralität, Allparteilichkeit oder Lösungsorientierung? Braucht es in solchen Fällen eine Erweiterung systemischen Denkens – und wie lässt sich mit einer feministisch-intersektionalen Brille auf etablierte Konzepte der Systemtheorie blicken? In diesem 90-minütigen Workshop werfen wir einen frischen, machtkritischen Blick auf systemische Theorien und Praxen und bringen sie mit feministischen und intersektionalen Perspektiven in Dialog. Es geht nicht darum, etablierte Konzepte der Systemtheorie zu verwerfen, sondern sie weiterzudenken: sensibler für Machtverhältnisse, gesellschaftliche Positionierungen und unterschiedliche Lebensrealitäten. Der Workshop ist interaktiv angelegt und verbindet kurze theoretische Impulse mit erfahrungsorientierten Sequenzen und gemeinsamer Reflexion. Dabei wird erlebbar, wie sich der systemische Blick verändern kann, wenn feministische und intersektionale Perspektiven hinzukommen – etwa in Fragen von Neutralität, Parteilichkeit, Validierung und professioneller Haltung. Der Workshop richtet sich an Menschen aus Beratung, Therapie, Supervision, Coaching, Bildung und angrenzenden Feldern sowie an alle, die neugierig sind, systemisches Arbeiten differenziert und zeitgemäß weiterzudenken. Bestenfalls gehst du aus dem Workshop mit einem erweiterten Verständnis dafür, wie feministische und intersektionale Perspektiven systemische Arbeit bereichern können, mit neuen Denk- und Reflexionsimpulsen für deine Praxis – und mit einem geschärften Blick dafür, wann, wo und wie systemisches Arbeiten Haltung zeigen kann und sollte.
Christoph Goldstein
Viele Paare starten mit dem Wunsch, Elternschaft gleichberechtigt zu gestalten – und erleben nach der Geburt eines Kindes eine Realität, die anders aussieht. Care-Arbeit, Mental Load, Schlafmangel, gesellschaftliche Erwartungen und neue Rollenbilder bringen selbst stabile Beziehungen an ihre Grenzen. Nähe, die zuvor Sicherheit gegeben hat, gerät unter Druck. Unterschiedliche Bedürfnisse, Belastungsgrenzen und Anpassungsstrategien führen nicht selten zu Konflikten. Wie verändert sich eine Paarbeziehung in der frühen Phase der Familiengründung? Welche Dynamiken entstehen – und wie können sie systemisch verstanden und begleitet werden? Im Workshop erhalten Sie erste Einblicke in die systemische Arbeit mit jungen Paaren in der Entstehungsphase eines neuen Familiensystems. Im Mittelpunkt stehen: Gleichberechtigung und strukturelle Ungleichheit, Care Work und emotionale Belastungsfelder, unterschiedliche Adaptionsstrategien im Paar, die Bedeutung von Allparteilichkeit in vulnerablen Phasen. Der Workshop richtet sich an Fachkräfte, die mit Paaren oder Familien arbeiten – sowie an alle, die sich für systemische Perspektiven auf Beziehung und Elternschaft interessieren.
19:00 Uhr
Ausklang mit Snacks und Erfrischungen
Möglichkeit zur individuellen Weiterbildungsberatung
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