Systemische Paar- und Sexualtherapie (wispo)

Wir vermitteln Ihnen in unserer 1-jährigen Aufbau-Fortbildung sowohl konkrete Handlungskompetenzen als auch genau das Know-how, das Sie für eine erfolgreiche Tätigkeit in der Paar- und Sexualtherapie benötigen.

Wir können diese Qualifizierung mit bis zu 100% FÖRDERUNG für Beschäftigte anbieten.

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Systemische Paar- und Sexualtherapie mit Kursbeschreibung

Das Systemische Zentrum der wispo AG bietet eine ca. 12-monatige berufsbegleitende Fortbildung ‚Systemische Paar- und Sexualtherapie (wispo)‘* an.

Dieses Fortbildungsangebot wendet sich an Fachexperten mit einer bereits abgeschlossenen Weiterbildung im beraterisch-therapeutischen Bereich. Wir setzen voraus, dass grundsätzliche Arbeitsweisen bekannt und routiniert sind.

Wir gehen in unserem Konzept davon aus, dass eine befriedigende und erfüllte Paarbeziehung Folge eines Reifungs- und Wachstumsprozesses ist, der aktiv gefördert werden kann. In der Therapie bzw. Beratung setzt sich das Paar mit den dazugehörigen Konflikten und Krisen auseinander und wird vom Therapeuten / Berater in diesem Prozess unterstützt.

Das Setting der Paartherapie erfordert vom Therapeuten besondere Kompetenzen, die in unserer Spezial-Fortbildung vermittelt werden. Dies betrifft insbesondere die Gesprächssteuerung mit zwei aneinander gebundenen Leidenden, deren Erwartungen aneinander (zumindest teilweise) enttäuscht wurden. Ebenso relevant ist das Diagnostizieren der dahinterliegenden Problematik und der damit verbundenen Wachstumschancen auf beiden Seiten und das richtige Timing für versöhnende oder eskalierende therapeutische Interventionen, um Veränderungsprozesse effektvoll anzustoßen.

Neben der Vermittlung systemischer Handlungskompetenzen in der Paartherapie sowie Fachwissens zum Thema ‚Sexualität‘ nimmt in unserem Qualifizierungskonzept die persönliche Entwicklung des Paar- und Sexualtherapeuten einen besonderen Raum ein. Wir verstehen die Person des Paar- und Sexualtherapeuten als Medium und Modell im Therapieprozess, die den Beteiligten ermutigende und unterstützende Impulse gibt, eine ‚authentische‘ und erfüllte Beziehung und Sexualität zu leben.

 

Weitere Informationen

Das Ziel der Systemischen Paar- und Sexualtherapie liegt darin, den Entwicklungsprozess von Paaren bzw. den Partnern so zu fördern, dass behindernde Beziehungsstrukturen oder einengende Überzeugungen zugunsten angemessener, lebendiger und lustvoller Kommunikationsmuster in der Paarbeziehung sowie der Sexualität aufgegeben werden können.

Das Modell der Systemischen Paar- und Sexualtherapie verwendet psychodynamische, kommunikationsanalytische und strukturelle Konzepte innerhalb eines wachstumsorientierten und entwicklungsbezogenen Verständnisses der Beziehungsgestaltung. Neben Interventionsmethoden aus diesen Bereichen werden u.a. Methoden der Körperpsychotherapie, der Hypnotherapie, des NLP und der tiefenpsychologischen Verfahren angewandt.

Wie jede Entwicklung verläuft auch die von Paarbeziehungen wellenförmig in Phasen über das Meistern von Konflikten und Krisen. Wir verstehen die Entwicklung von Beziehungen daher als einen lebenslangen Lern- und Entwicklungsprozess, der erst durch (neue) Erfahrungen, Reflexionen und auch unterstützende fachliche Begleitung seine authentische Erfüllung und Reifung findet.

Die hier vermittelte Differenzierungsansatz basiert u.a. auf den Forschungen von Dr. Schnarch und Prof. Clement sowie dem Kollusionsmodell von J. Will, die für eine Reifung auf Beziehungsebene ein individuelles Wachstum voraussetzen.

Neben der Fokussierung auf die Behandlung von Paaren wird in dieser Fortbildung auch ein Schwerpunkt auf den Umgang mit sexuellen Problemen und Wünschen innerhalb und außerhalb von Paarbeziehungen gelegt. Die meisten Fachexperten begreifen Probleme der Paar-Sexualität als Symptom für allgemeine Beziehungsschwierigkeiten und erarbeiten daher Lösungen auf anderen Ebenen, ohne die Sexualität differenziert zu thematisieren.

Wir verstehen die (Paar-)Sexualität dagegen als ein eigenständiges Feld, das ein grundsätzliches Fachwissen und eine spezielle Vorgehensweise in der Therapie erfordert. Wir sind überzeugt, dass sich Probleme der Sexualität nicht immer durch ein eher verständnis- oder verhandlungsorientiertes Vorgehen lösen lassen, wie dies in den meisten anderen Problemfeldern von Paaren möglich ist.

Unser Sexualverständnis ist auch beeinflusst vom Sexocorporel-Konzept von Jean-Yves Desjardins, das sich nicht primär auf die individuelle Funktion(alität) der Sexualität konzentriert, sondern Wert auf die Fortentwicklung des persönlichen sexuellen Profils und die Kommunikation der Partner über ihre jeweiligen sexuellen Profile legen. Ziel ist dabei, eine authentische Sexualität genussvoll leben zu können.

  • Das Zusammenspiel der Individualdynamiken und der Paardynamik im Paarsetting verstehen und daraus Aufträge ableiten
  • Die Paardynamik im Spannungsfeld von Intimität und Differenzierung verstehen und Lösungsräume kreieren
  • Spezifische Behandlungsstrategien und Techniken in der Paartherapie
  • Unerledigtes aus der Herkunftsfamilie - Die Mehrgenerationenperspektive als Instrument in der Paararbeit nutzen
  • Umgang mit Verletzungen, Anklagen, Schuld und Scham in der Paartherapie
  • Männliche und weibliche (Entwicklung der) Sexualität - Grundlagen
  • Die Bearbeitung sexueller Probleme im Paarkontext
  • Umgang mit Untreue, Affairen, Geheimnissen und Konflikt-Eskalationen in der Paartherapie
  • Wenn Paare als Eltern Hilfe brauchen - von Subsystemen und
  • Umgang mit Trennungsabsichten und Scheidungsmediation

Unsere Fortbildung wendet sich an Personen mit Berufserfahrung und abgeschlossener Weiterbildung in einem ärztlichen, psychosozialen oder anderen Beratungsberuf, die sich in Systemischer Paar- und Sexualtherapie umfassend fortqualifizieren möchten: Ärzte, Psychologen, Diplompädagogen, Sozialpädagogen, Lehrer, Sozialarbeiter, Diplom-Pflegepädagogen/-wirte, Theologen und andere Berufe, in denen die Systemische Paar- und Sexualtherapie sinnvoll angewendet und Entwicklungs- und Veränderungsprozesse in Individuen und Paaren eingeleitet werden können

Wir erwarten von Bewerbern:

  • eine abgeschlossene Erstweiterbildung im beraterisch-therapeutischen Bereich
  • Grundkenntnisse des Systemischen Ansatzes (v.a. Konstruktivistische Perspektive, Ressourcenorientierung, Hypothesenbasiertes Vorgehen)
  • 3 Jahre Praxiserfahrung in der Beratung von psycho-sozialen Systemen
  • die Möglichkeit zur Umsetzung systemischer Vorgehensweisen in der Paar- und Sexualtherapie bzw. –beratung während der Weiterbildung

Ein Abschlusszertifikat „Systemischer Paar- und Sexualtherapeut / Systemische Paar- und Sexual-therapeutin (wispo)“ kann nach Abschluss der Fortbildung erworben werden; Voraussetzung ist:

  • Teilnahme an den Seminaren (180 UE) und den kollegialen Arbeitsgruppen (20 UE). Dies beinhaltet auch, sich persönlich und mit eigenen Arbeits-Fällen einzubringen.
  • Vorstellung eines laufenden Beratungs- / Therapie-Falls im Paar- und sexualtherapeutischen Kontext in den Supervisionseinheiten
  • Positive Stellungnahme der Dozenten

Die Fortbildungsgebühren für den Abschluss ‚Systemische Paar- und Sexualtherapie (wispo)‘ betragen insgesamt € 3.252,22. Es fallen keine obligatorischen Übernachtungskosten an.

Eine Ratenzahlung ist möglich. Falls die Seminare einzeln gebucht werden (Modulare Qualifizierung), kostet jeder Seminartag € 185.
In diesen Fortbildungsgebühren sind alle Seminar-, Intervisions-, Prüfungs- und Organisationskosten sowie Teilnehmerunterlagen enthalten.

Diese Weiterbildung ist mit Bildungsgutschein bis zu 100% förderfähig.

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