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Max Sädler: Der Vielseitige

Wenn Maximilian Sädler (oder kurz: Max) eine Person des öffentlichen Lebens treffen wollte, so wäre das der ehemalige Frankfurter Vize Polizeichef Wolfgang Daschner gewesen. Daschner war der Top-Fahnder im Entführungsfall Metzler. Daschner traf eine schwierige Entscheidung: Er drohte dem Verdächtigten Folter an. Daschner wusste: Das darf ich nicht, handelte aber in der Überzeugung, das Richtige zu tun, im vollen Bewusstsein der Konsequenzen. Diese Haltung hat Max sehr imponiert, denn sie war aufrichtig, klar und konsequent.

Maximilian Sädler ist seit 1. Februar beim Systemischen Zentrum. Seine Aufgabe: Geschäftsfeldentwicklung + die Betreuung unserer Fachexperten. Außerdem wird er sich daran machen, das Job Coaching in Frankfurt zum Laufen zu bringen, das sich später auch an den anderen Standorten der wispo etablieren soll. Mit dieser Funktion kommt der 37-Jährige aus Darmstadt dem Wunsch seiner Eltern relativ nahe, die sich für ihn ein erfolgversprechendes BWL-Studium wünschten.

Tatsächlich beschritt Max einen anderen Weg. Der gelernte Erzieher war Koch und Spieletester, arbeitete viel mit Kindern und Jugendlichen, mit Langzeitarbeitslosen. Der rote Faden, der sich durch seine Vita zieht, ist die soziale Arbeit. Überhaupt hat es Max lieber mit sozial schlechter gestellten Menschen zu tun, da sie „viel ehrlicher und auch herzlicher sind“. Die Arbeit mit ihnen hat ihn sehr demütig und zufrieden gemacht. Er berichtet vom Geburtstagsfest, das er für einen sechsjährigen Jungen ausgerichtet hatte: „der Kleine umarmte mich und sagte: Das war mein schönster Geburtstag!“. Oder das Mädchen aus Somalia, das er sechs Jahre lang betreute. Später stellte sie ihm ihren Verlobten vor. Es war ihr wichtig, dass Max „ja“ zu ihm sagte. Oder das türkische Mädchen, das noch nie seinen eigenen Stadtteil verlassen hatte und sich wunderte, wie viele tolle Geschäfte es in der Darmstädter Innenstadt gibt. Oder die Gruppe von jugendlichen Migranten, die zuvor noch nie in einem Hallenbad waren und zunächst ihre Angst überwinden mussten. All dies sind Beispiele von Menschen, die Max vor Augen geführt haben: Sei dankbar dafür, was Du selbst hast!“.

Vielseitigkeit und Abwechslung, ja, die braucht er. Denn sie erfordern Kreativität und Flexibilität. „Das hält das Gehirn fit“. Bei der wispo wird er diese Herausforderungen finden. Seine Erfahrung, die er bei seiner vorherigen Stelle gesammelt hat – er war Niederlassungsleiter bei Myway-Talentmarketing – kann er im Jobcoaching der wispo gut einsetzen: Angefangen von der Berufsberatung über AGVS-Coaching und Karriere-Coaching bis hin zur fachlichen Anleitung von Trainern in Methodik und Didaktik.

Am Systemischen Ansatz begeistert den Systemischen Berater die „unfassbare Offenheit und Neutralität“. Für ihn ist seine systemische Ausbildung ein „One-Way-Ticket“: Man kann nicht mehr zurück, und das macht Interaktionen mit Menschen unheimlich angenehm. Wertschätzung, Empathie, Verlässlichkeit, gutes Arbeitsklima: für Max sind dies die Zutaten, die ihm bei der täglichen Arbeit wichtig sind. Und das sogenannte Work-Life-Blending: Ein Chef, der die Leute nach Hause schickt, wenn er sieht, dass es ihnen nicht gutgeht. Das Aufeinander-Acht-Geben, Kolleg*innen, die zuviel auf dem Tisch haben, auch mal was abnehmen (wenn es die eigene Zeit erlaubt), fragen, ob man beim mittäglichen Gang zum Supermarkt den Anderen etwas mitbringen kann. „Es sind die Kleinigkeiten, die so viel ausmachen.“ Bei der wispo empfindet er die Atmosphäre als unkonventionell und sieht gute Chancen zur Weiterentwicklung. „Wenn man Lust hat, kann man hier mehr machen, als das, was in der Stellenbeschreibung steht.“ Die Türen stehen offen, jeder*r ist ansprechbar. Und der Chef Tobias Günther hat ein Grundvertrrauen in seine Mitarbeiter*innen, was sich in seiner Einstellung „Ja, mach doch!“ wiederspiegelt.

In seiner Freizeit schlüpft der Vielseitige gerne in fremde Rollen. Das Verkleiden und Spielen im Rahmen der sogenannten Liverollenspiele sind für Max eine großartige Selbsterfahrung. Seine Spielleidenschaft hat ihn schon als Studiogast zu „Planet Wissen“ und zu „Arte Doku“ gebracht.
Für Filme mit Tiefgang kann sich Max begeistern. Zu seine Top-Favoriten zählen „Der Pianist“: - Roman Polansky macht das Schrechkliche banal -, „Forrest Gump“– interessante Zeitreise eines beeinträchtigten Menschen, der mit seiner bedächtigen Art weit kommt – sowie Ex Machina. Ansonsten mag es der Umtriebige am liebsten warm und gemütlich. „Ich bin gern zu Haus, in meinen eigenen vier Wänden.“ Wenn er verreist, zieht es ihn vor allem in arabische Länder. In den Emiraten und im Oman genießt er neben dem Klima die herzliche orientalische Gastfreundschaft.

Maximilian Sädler