Wenn schon Flugzeugbestuhlung...

... dann fliegen wir eben!

Es kommt immer wieder vor, dass einzelne Themen ein verstärktes öffentliches Interesse entfachen. Neulich, im Workshop zum Thema „systemisches vs. lineares Weltbild“ fanden sich in einem engeren Raum 25 Personen. Das war mit dem unter Systemiker*innen  üblichen Stuhlkreis und der damit verknüpften Möglichkeit, sich gegenseitig wahrzunehmen, nicht zu machen. Die frontale Senkrechte war angesagt, mit einem Mittelgang und Blicke auf diverse Rücken und Hinterköpfe. Wir begrüßten nun jede*n Einzelne*n an „Bord“, entschuldigten uns bei jedem „Gast“ für die unglückliche Bestuhlung und inszenierten dann ein „fliegendes Klassenzimmer“.

Wir starteten einen gemeinsamen Flug: zum einen nach Kalifornien mit dem Ziel des Palo Alto Institutes, zum anderen nach Chicago in die Keller der soziologischen Fakultät der Chicago-Boys. Die Metapher des Flugzeuges kam recht gut an, gewissermaßen konnten wir über den Dingen schweben, über den Weltbildern, die an diesen beiden Örtlichkeiten beinahe zeitgleich fokussiert wurden. Kaliforniern und Chicago standen denn auch metaphorisch für systemisches und lineares Denken. Der Unterschied wurde durch die Sitzreihen ganz gut „greifbar“.

fliegen

(Bildnachweis: Jacky Lo by Unplash)