Nachlese zum Infotag am 12. Januar 2018 in Stuttgart

Systemische Organisationsaufstellung als Methode systemischer Entwicklungsarbeit

Organisationen sind komplexe Systeme,häufig mit zahlreichen Hierarchieebenen und Vernetzungen. Wie und ob die Zusammenarbeit aller Beteiligten zum Erreichen definierter Ziele gut funktioniert, hängt von internen und externen Rahmenbedingungen ab. Als Teile des Systems können Führungskräfte und Mitarbeitende systemrelevante Ursache-Wirkung -Dynamiken nicht erkennen. Durch systemische Organisationsaufstellungen können solche Dynamiken sichtbar und begreifbar gemacht werden und neue Verhaltensformen können generiert werden.

Der Workshop unter Leitung von Jürgen Andrae, Systemischer Business-Coach und Organisationsentwickler, bot den Teilnehmenden einen Einblick in das systemische Denken und Handeln im organisationalen Kontext. Mit anschaulichen Übungsbeispielen der Aufstellungsarbeit -  Figuren, Bodenankern und Repräsentanten -  sorgte Andrae für Neugier und aktive Beteiligung unter den 20 Workshop-Teilnehmer*innen, die als Personalverantwortlicher, Führungskraft, Psychologe oder Ordensschwester tätig sind. Fachliche Fragen, in welcher Situation man welche Aufstellungsmethodik nutzt, oder ob man sich als Aufsteller auch selbst in eine Aufstellung begibt, rundeten den Wissens-Transfer gut ab.

Die verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten am Systemischen Zentrum stießen auf großes Interesse – wie z.B. die Möglichkeit, eine zweijährige Weiterbildung in der Organisationsentwicklung mit dem begehrten DGSF-Zertifikat ergänzen zu können. Als Anregung wurde Andrae mitgeben, dass es doch zukünftig auch eine Weiterbildung in Organisationsaufstellungen geben sollte.

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