Nachlese: Start der Fortbildung Traumatherapie in Wiesbaden

Die ersten beiden Tage: Trauma und Traumadynamik

Am 21. und 22. November startete die 12-monatige, berufsbegleitende Fortbildung „Traumatherapie“ des Systemischen Zentrums der wispo AG. Ziel der Fortbildung ist die Vermittlung allgemeiner Grundlagen der Psychotraumatologie und moderner Konzepte der Traumatherapie und -pädagogik in Theorie und Praxis. In den einzelnen Modulen werden Erkenntnisse aus verschiedensten Disziplinen mit Inhalten aus der systemorientierten Traumatherapie verbunden.

Die ersten beiden Tage der Fortbildung dienten dem gegenseitigen Kennenlernen der 14 Teilnehmer*innen, die aus so unterschiedlichen Arbeitsbereichen wie der Erziehungshilfe, der Arbeit mit Geflüchteten oder der Jugend- und Familienhilfe stammen, aber ausnahmslos mit traumatisierten Menschen zu tun haben. Sie wissen: Schockierende Lebensereignisse, seien es kleine oder große, einmalige oder dauerhafte, hinterlassen häufig posttraumatische Störungsbilder. Symptome als Folge sehr unterschiedlicher Traumatisierungen werden aber auch von Fachkräften nicht immer als solche erkannt. Un- oder falsch behandelt, führen Traumatisierungen oft zu deutlichen Beeinträchtigungen der geistigen, körperlichen und psychosozialen Entwicklung und unterschiedlichen Symptomen.

Unter Leitung von Alexander Korittko, einem der profiliertesten systemischen Therapeuten in Fällen von posttraumatischen Belastungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen, lernte die Gruppe

- die Bedeutung der Traumadramaturgie kennen
- welche Prozesse sich in einem Menschen abspielen, der Traumatisierendes erlebt
- welche Folgen Traumata habe können.

In angenehmer Lernatmosphäre begaben sich die Teilnehmenden auf die Suche nach Triggern und erfuhren anhand von Praxisbeispielen wie ein möglicher Beratungsablauf aussehen könnte.