Frühjahrsputz für die Psyche:

Sechs Tipps für ein aufgeräumtes Inneres

Die Temperaturen steigen, Blüten und Blätter sprießen. Er ist da, der Frühling. Endlich. Die Zeit ist reif für einen Frühjahrsputz. Nicht für die Wohnung. Nein, für euer Inneres. Wem oder was gebt ihr vielleicht zu viel Raum im Leben? Und wem oder was zu wenig?

Wir haben ein paar Ideen für euch, wie ihr die innere Entrümpelung angehen könnt:

1. Alte Kontakte vom Handy löschen
Ralf, Kai, Kathrin… Wie oft entdeckt ihr in den Kontaten auf eurem Handy Namen von Personen, an dir ihr euch einfach nicht erinnern könnt. Und auch längeres Grübeln nützt da nichts. Deshalb: Weg damit, löscht die Nummern aus euren Kontakten.
2. Reaktiviert eine alte Freundschaft
Wer kennt das nicht: Man ist ein paar Mal umgezogen. Wegen des Jobs, der Liebe wegen. Und der Kontakt zu alten Freundinnen oder Freunden bricht ab. Einfach so, ohne böse Absicht. Man verliert sich aus den Augen, das Leben ist voll gepackt. Aber man denkt manchmal mit leiser Wehmut:Was die Julia jetzt wohl macht? Wie geht es wohl dem Daniel? Nutzt Euren inneren Frühjahrsputz, die Verbindung wieder herzustellen. Ein kurzes Telefonat, eine SMS, ein Brief mit den Worten „Hallo, ich denke an dich. Ich habe dich nicht vergessen. Wie geht es dir? Was machst du?“ Um Funkstillen künftig zu vermeiden, könnt ihr einen monatlichen Reminder einstellen, der euch daran erinnert, mal wieder ein Lebenszeichen von euch zu geben.
3. Macht euch eure Prioritäten bewusst
Zu viel in den Tag hineinzustopfen ist ein Fehler. Seid realistisch. Fordert euch nicht zu viel ab. Tut weniger. Gebt euch Spielraum – für die angenehmen, positiven Dinge, die sich von ganz alleine ereignen. (Buchempfehlung: „Die Kunst, frei zu sei“, Tom Hodgkinson).
4. Neue Gewohnheiten antrainieren
Abends das Telefon in den Flugmodus stellen, so dass keine Mitteilungen ankommen. Und wenn der Wecker morgens klingelt, tut es gut, erst einmal die Sinne einzuschalten. Was höre ich draußen? Riche ich etwas? Fühle ich etwas in meinem Körper?
5. Achtsamkeitsübung
Wenn ihr heute das Haus verlasst, versucht, in eurer direkten Umgebung fünf neue Dinge wahrzunehmen. Wenn ihr mit eurem Partner oder einer guten Freundin sprecht, versucht ebenfalls, fünf neue Dinge wahrzunehmen. Auf diese Weise erwachen die alltäglichen Dinge zum Leben. (Ein Tipp von Ellen Langer, Achtsamkeitsexpertin).
6. Emotionen mehr Raum geben
Wir sind prädestiniert dazu, mit manchen Emotionen besser, mit anderen wiederum schlechter umgehen zu können. Das heißt aber nicht, dass wir es uns in diesem wohligen Nest bequem machen sollten. Umso stärker und öfter sollten wir uns unseren als negativ empfundenen Emotionen stellen Wir sind prädestiniert dazu, mit manchen Emotionen besser, mit anderen wiederum schlechter umgehen zu können. Das heißt aber nicht, dass wir es uns in diesem wohligen Nest bequem machen sollten. Umso stärker und öfter sollten wir uns unseren als negativ empfundenen Emotionen stellen und diese üben auszudrücken – und zwar genau so, wie wir es beim Erlernen einer Sprache oder eines Instruments tun würden.

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